Bist du bereit dich selbst und dein Leben anzunehmen, mit allem, was dazu gehört? In diesem Artikel erfährst du, wie ich mit inneren Widerständen umgehe und sie überwinde.

Es ist noch nicht lange her, dass mir eine Facette meiner inneren Haltung bewusst geworden ist. Mir fiel auf, dass sich mir in sehr vielen Situationen innere Widerstände zeigen. Diese verhindern, dass ich im Fluss bleibe und Erfahrungen unmittelbar durchlebe.

Meine Widerstände zeigen sich nicht nur als Groll gegen Menschen oder Situationen, sondern auch in Form von kritischen Gedankenschleifen, die sich auf der mentalen Ebene fortwährend mit etwas beschäftigen. Sie ziehen mich aus der eigentlichen Erfahrung heraus und kreisen in meinem Kopf umher.

 

Wahrhaftigkeit

Nun ist es so, dass ich mich dazu entschieden habe einen Weg zu gehen. Ich nenne ihn an dieser Stelle einfach mal den „Weg der Wahrhaftigkeit“. Diesen Weg kann ich nur beschreiten, wenn ich ganz ehrlich mit mir selbst und mit anderen Menschen bin. Er führt mich in meine ursprüngliche Präsenz, Schönheit und Weite zurück.

Sobald ich im Widerstand mit mir selbst oder dem Leben bin, kann ich auf dem Weg der Wahrhaftigkeit nicht weiterkommen. Mein Leben fühlt sich zäh an, ich fühle mich blockiert, starr, und nicht mehr besonders lebensfroh.

Hm, was nun?

Das ist meistens der Zeitpunkt, an dem mir mein derzeitiges Lieblingsmantra wieder einfällt: Ja, danke!

 

 

Ja zu mir

Ja, ich bin gerade nicht im Fluss, ich fühle mich gerade nicht besonders gut, ich stehe gerade Herausforderungen gegenüber. Ja, ich nehme all das an! Ja, das ist gerade Teil meines Lebens. Ja, ich bin auch mit diesem Teil meiner Selbst im Reinen. Ja, auch meine Schatten dürfen da sein. Sie erfüllen wichtige und sinnvolle Aufgaben auf meinem Weg.

Ja, ich sorge auch dann gut für mich, wenn ich im Widerstand bin!

Meine Botschaft nach innen ist: Egal was es ist, alles darf sich zeigen, es darf da sein. Das bringt mich zurück in eine liebevolle Haltung mir selbst gegenüber. So lange ich im Widerstand mit mir selbst bin, lebe ich gegen mich selbst. Das fühlt sich scheiße an und bringt mich nicht weiter.

 

Ja zu meiner Vergangenheit

Manchmal möchte ein Ereignis aus meiner Vergangenheit noch einmal gesehen werden und kommt mir in den Sinn. Dann schenke ich diesem mein Ja! Egal was es war, ich vertraue darauf, dass es wichtig für mich war und mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich jetzt bin.

Auch ein klares Ja zu meiner Vergangenheit ist ein Ja zu mir selbst und verstärkt meine Selbstliebe.

 

Ja zum Leben

 

Ja zum Leben

Ja, ich öffne mich dafür, alles zu erfahren, was das Leben zu bieten hat. Ich erkenne, dass Gegensätze einander bedingen. Ohne die Nacht zu kennen, kann ich den Sonnenschein des Tages nicht erleben und bewusst genießen.

Willkommen Leben, mit allem, was du zu bieten hast!

Auch dann, wenn gerade Nacht ist, vertraue ich darauf, dass alles seine Richtigkeit hat. Ich brauche mich nicht um mein Wohl zu sorgen. Ich vertraue dem Leben und weiß, dass auch die schwierigen Erfahrungen in meinem Leben dafür da sind, um mich bei meinem Wachstum zu unterstützen.

 

Danke

 

Danke

Der zweite Teil meines kleinen Mantras Ja, danke! geht über meine Selbstannahme und die Annahme des Lebens hinaus. Aus dem Vertrauen heraus, dass mich jede Erfahrung weiterbringt und jetzt gerade wichtig für mich ist, entsteht eine tiefe Dankbarkeit für das Leben.

So ist es mir auch möglich, mich mit einem Lippenherpes auszusöhnen, wenn ich eigentlich gerade einen Fototermin geplant habe, um Bilder für meine Webseite machen zu lassen. Ja, Danke! Ja, da will sich gerade etwas anderes zeigen, das Vorrang hat! Danke dafür!

 

Annehmen heißt nicht hinnehmen

Das bedeutet nicht, dass ich alles was mir widerfährt einfach hinnehme. Natürlich werde ich dann aktiv, wenn es sinnvoll ist anzupacken. Doch so bin ich es zumindest nicht mehr selbst, die sich im Weg steht und wundert, warum es nicht weiter geht.

Selbstannahme, die Bejahung des Lebens und Dankbarkeit für das was ist, das sind kraftvolle Instrumente, die jeden Weg erleichtern. Sie verhindern, dass Lebensenergie sinnlos vergeudet wird und ermöglichen es, diese auch in schwierigen Situationen dorthin zu lenken, wo sie gerade wirklich benötigt wird.

 

Ja, Danke!

 

Ja, Danke! als Meditation

Wenn du die Kraft vom Ja, danke! einmal ausprobieren möchtest, mach es dir bequem und schließe die Augen. Wenn du dich selbst und deine Wahrnehmungen, Empfindungen und Gedanken beobachtest, schenke einfach allem, was sich zeigt ein aufrichtiges Ja, danke! Wenn du dies ein wenig übst wirst du sehen: Was unangenehm oder störend ist, löst sich auf und Blockaden kommen wieder in den Fluss. Das Leben kann auch dann einfach sein, wenn etwas im ersten Moment schwer und zäh erscheint.

Übe diese Meditation zunächst wenige Minuten und beobachte genau, was sich verändert, wenn du jedem Objekt deiner Aufmerksamkeit ein Ja, danke! schenkst.

 

Tiefere Widerstände

Ja, danke! ist eine innere Haltung, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg immer mehr dort ausbreiten darf, wo wir ihr Raum zur Verfügung stellen.

Es gibt Lebensthemen, denen wir nicht auf Anhieb mit einem Ja, danke! begegenen können. Wir merken dann, dass wir im Widerstand stecken bleiben oder uns ein „Danke“ ganz unmöglich scheint. Wie soll ich dafür dankbar sein, wenn es mir doch gerade so schlecht damit geht?

 

Ja, danke!

 

Ich hole mir Unterstützung und lasse mich coachen bei besonders herausfordernden Themen, mit denen ich alleine nicht weiter komme. Seitdem ich nicht mehr den Anspruch an mich selbst habe, alle inneren Prozesse alleine in Gang bringen zu müssen, ist dies für mich eine wundervolle stimmige Lösung.

Mit der Zeit ist mein Ja, danke! nun schon so weit und groß geworden, dass es tatsächlich eher selten passiert, dass ich alleine nicht weiterkomme. Dies verdanke ich erkenntnisreichen Begegnungen und der kontinuierlichen Teilnahme an professionell begleiteten Seminaren, in denen ich viele blinde Flecken entdecken und alte Wunden heilen darf.

Wie groß ist dein Ja, danke! aktuell? Wo bist du bereit, dir selbst und deinem Leben aus vollem Herzen ein Ja, danke! zu geben? Wo zögerst du noch dies zu tun?

 

Die kleine Heilapotheke von Uwe Albrecht

Mein Mantra Ja, danke! hat sich im Laufe meiner Arbeit mit dem innerwise System entwickelt.  Die “Kleine Heilapotheke” von innerwise hat mit Sicherheit einen wichtigen Beitrag zu dieser Formulierung  und Haltung geleistet.

Wenn du mit dem Armlängentest vertraut bist, kann die Arbeit mit der kleinen Heilapotheke eine wundervolle Möglichkeit sein, tiefsitzende Widerstände aufzulösen. Für ein umfassendes Verständnis der kleinen Heilapotheke empfehle ich dir, zunächst einen Basiskurs bei einem der innerwise-Mentoren in deiner Nähe zu machen.

 

Viel Freude beim Annehmen und dankbar sein!