Im Jahr 2017 habe ich begonnen, mich über den Weg der Integrität neu auszurichten und betrachte seither „energetische Selbstversorgung“ als den nächsten großen Meilenstein in meinem Leben.

In diesem Artikel erfährst mehr darüber, wie ich mich von meinem Traum eines Einsiedler-Selbstversorger-Lebens abgewendet habe. Nun habe ich meinen Fokus ganz nach innen gereichtet, um tiefgreifende Veränderungen in mir und damit auch in der Welt herbeizuführen.

 

Gescheiterter Lebenstraum

Zum Ende des Jahres 2017 möchte ich meinen persönlichen Rückblick auf meine Neuausrichtung, die dieses Jahr mit sich gebracht hat, mit dir teilen.

Es ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, dass ein großer Lebenstraum von mir gescheitert ist. Mein ehemaliger Lebensgefährte und ich hatten uns auf einem zwei Hektar großen Grundstück inmitten wunderschöner Natur niedergelassen. Dort bewohnten wir mit unserer kleinen Tochter einen ganz neu renovierten und liebevoll gestalteten Bauwagen. Dieses gemütliche Zuhause stand allerdings nur wenige Monate so unversehrt inmitten wunderschöner Natur. Denn eines Abends, als meine Tochter und ich nach Hause kamen, fanden wir es in lodernden Flammen wieder.

Nach dem Löschen des Feuers war unser Zuhause unbewohnbar.

Viele schwierige Veränderungen wurden dadurch für uns in Gang gesetzt. Sie haben uns alle stark herausgefordert. Weil wir uns den daraus entstandenen Herausforderungen gestellt haben, durften wir nachhaltig daran wachsen! Rückblickend waren es für mich mitunter die wertvollsten Erlebnisse und Veränderungen meines Lebens.

 

Meine “konventionelle” Selbstversorger-Erfahrung

Aber noch einmal zurück zu unserem Einsiedler-Leben. Ich hatte mich vor unserem Umzug auf unser Grundstück im Grünen einige Jahre lang viel mit dem Thema Selbstversorgung auseinandergesetzt. Wir bewirtschafteten zusammen mit den Eltern meines ehemaligen Lebensgefährten einen großen Selbstversorger-Garten mit Gewächshäusern und stattlichem Kartoffelacker. Ich sah die Zukunft meines Lebens und Strebens darin, mich zusammen mit meiner Familie vom “System” unabhängig zu machen. Wir zogen auch in Betracht, uns mit weiteren Familien innerhalb einer kleinen Gemeinschaft zusammenzutun, um nicht so alleine dazustehen.

 

Bauwagen

 

Ich machte viele wertvolle Erfahrungen während dieser Zeit, lernte viel über Pflanzen, Anbau, natürliche Haltbarmachung, Einlagerung und weitete meinen Horizont mit Kenntnissen der Permakultur und anderen grandiosen Verfahren. Darüber hinaus lernte ich das Spinnen an einem Spinnrad, experimentierte mit selbst gewonnenen Pflanzenfasern und begann meine ersten Erfahrungen mit Rohwolle zu machen: Sortieren, Waschen, Kämmen, Spinnen, Stricken. Denn auch Textilien selbst herzustellen, war meiner Ansicht nach ein wichtiger Teil der Selbstversorgung.

 

Das starke WOLLEN

Im Nachhinein kann ich nun sagen, dass viele Entbehrungen, mit denen ich während dieser Zeit einverstanden war, mehr waren, als für mich tatsächlich stimmig war. Ich verschloss mich allerdings dieser Erkenntnis gegenüber. Ein Grund dafür war sicherlich folgender: Ich WOLLTE, dass alles so funktionierte, wie ich es mir vorstellte.

Damit verlor ich die Leichtigkeit im Leben und versuchte gegen die Strömung meines natürlichen Lebensflusses anzukämpfen.

Neben dem Festhalten an Wünschen und Ideen, die mein Leben nicht in der Form bereicherten, wie ich es mir erhoffte, kamen noch weitere Hürden hinzu. Es waren die einschneidenden Veränderungen des Mutterwerdens und -seins, die mich jeden Tag wieder von neuem herausforderten. Ich fühlte mich extrem überfordert und konnte nicht mehr in mein inneres Gleichgewicht finden.

Nach einer Weile wusste ich nicht einmal mehr was es war, das mich so unzufrieden machte. Ich war so lange über meine eigentlichen Bedürfnisse hinweggegangen, dass ich Folgendes nicht begriff: Ich selbst war die Ursache meiner eigenen Unzufriedenheit. Ich hatte während dieser Zeit vollkommen verdrängt, dass ich allein dafür verantwortlich bin, nach mir zu schauen. Es ist meine eigene Aufgabe, mich gut zu behandeln und das zu tun, was mich erfüllt!

 

Schicksalsschlag als Chance

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich durch den Brand unseres kleinen Zuhauses noch einmal neu beginnen durfte. Ich sagte mir: „Jetzt habe ich die Wahl, noch einmal neu zu entscheiden. Möchte ich alles noch einmal so aufbauen wie es war oder wage ich eine Veränderung?“ Die Antwort lag aufgrund meiner vorherrschenden Unzufriedenheit auf der Hand. Das was wir erschaffen hatten, die Erfüllung eines Lebenstraumes, hatte mir keine fühlbare Erfüllung gebracht.

 

Schicksalsschläge als Chance

 

Ohne jetzt noch weiter in die Details zu gehen, sah die Situation drei Monaten nach dem Brand etwa so aus: Ich lebte wieder in meiner alten Heimat, alleine mit meiner Tochter und wusste nicht so recht, wie es für mich weiterging.

Ich begann Seminare zu besuchen und mich coachen zu lassen. Ich war entschlossen wieder Schöpfer meines Lebens zu werden und fortan besser auf mich achtzugeben. Es gab noch einige große Herausforderungen zu meistern in meiner neuen Umgebung, doch schon innerhalb kürzester Zeit fühlte ich mich auf dem richtigen Weg. Ich begann wieder aufmerksam hinzufühlen und in mich hineinzuspüren.

 

Erkenntnisse

Im Laufe des Jahres 2017 hatte ich viele tiefgreifende Erkenntnisse, die mir ganz neue Möglichkeiten aufgezeigt haben. Sie haben Schritt für Schritt eine neue Lebensqualität für mich erfahrbar gemacht. Mit der Öffnung für die „energetische Ebene“ unseres Daseins, fühle ich mich immer wieder wie ein neugieriges Kind, das langsam lernt, die Wunder der Welt zu verstehen.

Vielleicht ist das Wort „Wunder“ nur für Menschen erdacht, die tiefere Zusammenhänge des Lebens nicht verstehen. Das Leben ist so großartig und genial komponiert, dass ich darüber nur staunen kann!

 

Wunder

 

Ich lernte zu verstehen, was es bedeutet, sich energetisch selbst zu versorgen. Ich begann auch zu begreifen, dass ich bisher als Individuum noch nicht “autark” war. Im gleich Zuge ging grundlegende Schritte, um dorthin zu gelangen.

Es gibt sicherlich viele Wege zur energetischen Selbstversorgung, doch ich denke keiner kommt um folgende Stationen herum:

  • eine hohe Integrität,
  • Selbstliebe,
  • einen fortwährenden Zugang zur Intuition,
  • die Fähigkeit sich dem Leben hinzugeben,
  • anzunehmen was sein soll
  • und dennoch aktiv und schöpferisch das zu gestalten, was im Sinne seines eigenen höchsten Wohles ist und zum höchsten Wohle aller.

Was ich hier beschreibe muss kein langer Weg sein, kann es aber. Ich weiß, dass ich erst am Anfang meines Weges stehe, doch ich spüre bereits wie es ist, mich im natürlichen Lebensfluss treiben zu lassen, im FLOW zu sein. Ich beginne mich mehr und mehr selbst zu achten und lieben, bekomme einen Zugang zum meinem tiefen Lebenssinn und sehe große, mir bisher verborgene Zusammenhänge.

 

Den eigenen Schatten durchdringen

Ich habe herausgefunden, dass der Weg über die umfassende Kenntnis der eigenen Schatten nötig ist, um nicht mehr von ihnen unbewusst beherrscht zu werden. Daher bin ich weiterhin bereit, mich mit all meinen hellen und dunklen Seiten bekannt zu machen und auszusöhnen. Erst wenn ich meinen Schatten voll durchdringe, kann ich zu einer vollkommen autarken Energiequelle für mich selbst und mein Umfeld werden.

Mittlerweile ist meine energetische Selbstversorgung bereits viel höher und umfassender als vor einem Jahr. Ich fühle mich viel wacher, strahlender, klarer und harmonischer als vorher. Doch ich spüre, dass ich noch ein viel größeres Potential habe, dass sich mir sicherlich im Jahr 2018 noch deutlicher zeigen wird.

Ob ich damit dann irgendwann wieder an meine früheren Ideen einer konventionellen Selbstversorgung anknüpfe, wird sich zeigen. Meine Prioritäten haben sich jedenfalls geändert.

Danke für all diese bereichernden und sinnstiftenden Erlebnisse und Erkenntnisse!

 

Ich liebe das Leben mit allem, was es zu bieten hat!