Öffnung

Potentialentfaltung – Begabungen erkennen

In diesem Blogbeitrag geht es um das Thema Begabungen. Was sind Begabungen und wie können diese erkannt werden?

 

Jedes Kind ist ein Genie

Seit langem wurde durch die Neurowissenschaft belegt, dass jeder Mensch mit unglaublich großem Potential zur Welt kommt. Die Vernetzung und Hirnaktivität von Kindern ist in den ersten Lebensjahren enorm groß, so dass nur von kleinen Genies die Rede sein kann. Im Laufe des Heranwachsens kann beobachtet werden, dass diese Aktivität und ausgeprägte Vernetzung wieder abnimmt. Hauptsächlich die Fähigkeiten, die im Alltag wirklich zum Einsatz kommen, bleiben erhalten. Die Anpassung an das Umfeld spielt dabei eine zentrale Rolle.

Schön und gut. Was bringt einem erwachsenen Menschen diese Erkenntnis, dass jeder, also auch er selbst, mit enormen Potentialen und Begabungen das Licht der Welt erblickt hat?

Mir macht sie bewusst, dass es sich lohnt, mich auf den Weg zu begeben, meine vergessenen Potentiale wiederzuentdecken. Dabei erlebe ich momentan sehr intensiv, dass es nie zu spät dafür ist. Selbst dann, wenn eigene Begabungen und Fähigkeiten bereits völlig in Vergessenheit geraten sind, können sie wiedergefunden und zum Leben zu erweckt werden.

Jedes Kind ist ein Genie also hat jeder Erwachsene das Potential eines Genies. Doch nicht jeder nutzt sein Potential und bringt es zum Erblühen.

Darüber hinaus empfinde ich es als sehr bereichernd, mir die Potentiale bewusst zu machen, die auf meinem Lebensweg bisher schon zum Einsatz gekommen sind und bereits präsent sind. Denn wenn mir bewusst ist, was ich bereits kann und welche Potentiale ich bereits nutze, kann ich sie viel effektiver in meinem Leben nutzen.

 

Jeder Mensch hat Begabungen

Viele Menschen haben sich irgendwann im Laufe ihres Lebens bewusst oder unbewusst entschieden zu glauben, dass es nur manche spezielle Menschen gibt, die begabt sind. “Otto-Normal” werden vielleicht auch ein paar Fähigkeiten zugetraut, die aber nicht nennenswert sind. Nur die Menschen, die eine Begabung besonders stark ausprägen und sie gezielt „herauskitzeln“ werden als begabt angesehen.

Was für ein schlauer Mechanismus, um sich unbewusst von der eigenen Selbstentfaltung abzuhalten.

Ich habe einige Jahre lang mit Menschen zusammengearbeitet, die mit dem Stempel „Behinderung“ oder „psychisch krank“ am Rande unserer Systeme geparkt werden. Was ich dort entdeckt habe, kann kaum jemand, dem ich es erzähle ernst nehmen: Mir wurde mit der Zeit klar, dass es sich um hochbegabte Menschen handelt. Es waren einige Menschen darunter, die Schwierigkeiten hatten, im Alltag zurecht zu kommen. Dinge, die für mich einfach waren, konnten einige von ihnen nicht so gut. Auf der anderen Seite konnte jeder etwas, das ich nicht so gut konnte. So wie überall im Leben also.


Vergleiche können manchmal hilfreich sein, um etwas „einordnen“ zu können. Sie hindern uns aber insbesondere daran, unsere Potentiale zu erkennen und zu leben.

 

Besondere Begabungen

 

Unsichtbare Begabungen

Ich möchte dir ein Beispiel nennen. Es gab damals eine Frau, mit der ich zusammengearbeitet habe. Sie war etwa 45 Jahre alt und lebte in einer Wohngruppe. Dort bekam sie hin und wieder Unterstützung, um ihren Alltag und ihr Leben eigenständig zu bewältigen.

Als Kind lief ein Teil ihrer Entwicklung langsamer, als bei anderen Kindern. Sie brauchte z.B. einige Jahre, um sprechen zu lernen. Durch einfühlsame Begleitung und das Vertrauen ihrer Mutter lernte sie es schließlich.

Auf der anderen Seite hatte sie eine Begabung, die von außen nicht ersichtlich war. Sie hatte nicht nur ein „absolutes Gehör“, konnte also beim Hören eines Tones diesen genau bestimmen (später auch als C, D, E, usw. benennen) und eine ausgeprägte akustische Wahrnehmung. Sie war auch in der Lage, Verbindungen von Tönen und beispielsweise Farben herstellen. Die Frequenz eines Klanges, konnte sie einfühlsam mit der Frequenz einer Farbe zusammenbringen.

Einmal erzählte sie mir sehr eindrucksvoll von Kindheitserinnerungen. Dabei wurde mir deutlich, was für einen großen Stellenwert das Hören schon immer bei ihr hatte: Sie erinnerte sich z.B. sehr detailliert an das Quietschen einer S-Bahn, mit der sie früher häufig gefahren ist. Dieses konnte sie auch Jahrzehnte später in ihrer Erinnerung abrufen und sehr feinsinnig und vielschichtig umschreiben. Für sie waren Klänge ein wichtiges Element ihres Lebens. Das wurde mir auch bewusst, als sie mir erzählte, dass die Schleifmaschine, an der sie manchmal arbeitete, einen Fis Ton von sich gab. Diesen konnte sie Frequenzgenau nachsummen.

 

Was ist eine Begabung?

 

Begabungen erkennen

Vielen Menschen ist, wie bereits weiter oben erwähnt, nicht bewusst, dass sie Begabungen haben. Es kommt sogar häufig vor, dass Potentiale und Talente auch dann nicht erkannt werden können, wenn jemand beginnt danach Ausschau zu halten.

Was besonders nahe liegt und möglicherweise schon ein Leben lang „selbstverständlich“ ist, wird manchmal nur schwer erkannt.

Gegenwind

Gegenwind

Bei manchen deiner Begabungen kann es sein, dass du von außen eher auf Widerstand statt auf Zuspruch oder „Anerkennung“ dafür stößt. Es kommt immer wieder vor, dass gerade herausragende Talente in unserem Kulturkreis ignoriert oder gar mit Abwehr „sanktioniert“ werden. Die unterschwellige, unausgesprochene Botschaft ist vielerorts: „Sei bloß nicht schlechter, aber auch nicht besser als der Durchschnitt.“

Wenn du dein Leben lang für eine Gabe, die du hast, immer wieder „eins auf den Deckel“ bekommst und kaum positives Feedback dafür erhältst, kann es sein, dass du gerade dort eine Schwäche vermutest, wo besonderes Potential liegt. Vielleicht verdeutlicht dir das, wie wundersam und teilweise auch verworren der Weg zu den eigenen Potentialen sein kann.

Und auch dann, wenn die Erkenntnisse dann da sind und der Zugang zu den eigenen Potentialen etwas freier wird, kannst du wieder mit Gegenwind rechnen. Ich stelle z.B. fest, dass einige Menschen auf Veränderungen in diesem Bereich mit Missgunst, Neid und Projektionen reagieren.

Mit der Entfaltung des eigenen Potentials wird die Herausforderung geboren, dieses auch dann zu leben, wenn du auf Gegenwind stößt.

 

In welchen Bereichen können Begabungen liegen?

An dieser Stelle möchte ich dich dazu einladen, deine Vorstellung davon zu weiten, was eine Begabung sein kann. Ich stelle dir einige Ideen und Bereiche vor, innerhalb derer Potentiale gefunden werden können.

Bereiche in denen deine Begabungen, zum Ausdruck kommen können:

  • Körperbewusstsein

  • Bewegungsfreude

  • Kreativität und Inspiration

  • Musik und Kunst

  • Empathie und Einfühlung

  • Menschenkenntnis

  • Pragmatismus

  • Gefühlsbetonung

  • Herzverbindung

  • Kommunikation und Sprache

  • Rationales Denken

  • Vernetztes, systemisches Denken

  • Organisatorische Kompetenz

  • Teamfähigkeit und Kooperation

  • Gemeinschaftssinn

  • Sozialkompetenz

  • Intuition

  • Feinsinnigkeit

  • Naturverbundenheit

  • Selbstverbundenheit

  • usw.

Viele dieser Begabungen werden eher am Rande wahrgenommen. Da sie als solche im alltäglichen Miteinander kaum benannt und wertgeschätzt werden, rücken sie ohne eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema kaum ins Bewusstsein.

 Das Potential von Hindernissen

 

Das Potential von Hindernissen

Im Leben eines jeden Menschen gab es Erlebnisse und gibt es Umstände, die den Zugang zu seinen Potentialen erschweren oder blockieren. Mehr darüber wirst du in meinem zweiten Blogbeitrag zu diesem Thema erfahren.

Doch jede Erfahrung, insbesondere die herausfordernden und unbequemen, beinhaltet ein großes Potential für dich und deinen Weg. Ja, es gibt Erlebnisse, die uns stark beeinflussen. Und wenn wir lernen damit umzugehen und bereit sind, eine neue Perspektive darauf zu entwickeln, werden diese Ereignisse uns wesentlich dabei unterstützen, unser Potential zu erkennen und zu entfalten.

Begibst du dich auf diesen Weg und öffnest dich für ganzheitliche Heilung und die Neubewertung deiner Hindernisse, transformierst du deine Erfahrungen. Dann wirst du dadurch beschenkt, was dir bisher als Hürde erscheint.

Körperliches, emotionales oder seelisches Leid zu erfahren, kann sich beschissen anfühlen. Bitte verstehe meine Worte nicht als Hinweis dazu, dein Leid einfach schön zu reden!

Meine Erfahrung ist, dass durch achtsame einfühlsame Arbeit auch tiefe Wunden heilen können. Und dann geschieht das Wunder, dass Neues und Fruchtbares daraus entsteht.

 

Vom Abfall zum Kompost zum blühenden Garten

Hindernisse – in welcher Form auch immer – können zu einer Art Kompost und fruchtbarem Dünger werden. Tote pflanzliche Abfälle haben zunächst keinerlei Schönheit und scheinen wertlos. Wird ihnen nur ein wenig Beachtung geschenkt, indem man sie beispielsweise auf einem Haufen sammelt, kann daraus fruchtbare Komposterde werden. Diese wiederum ist ein großartiger Dünger für den Garten und hilft, das was bereits an Potentialen vorhanden ist zum Erblühen zu bringen.

Gönn’ dir die Zeit und liebevolle Aufmerksamkeit, die du brauchst, um den Weg zu deinen Potentialen Schritt für Schritt zu befreien. Alles was du für möglich hältst, kann seinen Weg in dein Leben finden. Nur manchmal wählt das Leben einen anderen Weg, als wir es uns vorstellen.

 

Alles Liebe von Dora

 

PS: Das Thema Potentialentfaltung hat sich mir besonders umfassend eröffnet. Daher habe ich es aufgeteilt in zwei Blogbeiträge. Im zweiten Teil werde ich auf Wege eingehen, wie die eigenen Begabungen entfaltet und genutzt bzw. integriert werden können. Ich veröffentliche den zweiten Teil, sobald er fertig ist.

Potentialentfaltung – Begabungen erkennen2019-01-27T03:49:56+02:00

Erfahrungsbericht: Bewusstseinserweiterung

In diesem Artikel möchte ich über ein sehr intensives Erlebnis schreiben, das ich Anfang Dezember hatte. Der Grund, warum ich darüber schreiben möchte ist zum einen, um zu verdeutlichen, was die „energetische Ebene“ alles beinhaltet. Ich finde, dass eine größere Bewusstheit hier für unser aller Gegenwart und Zukunft sehr wertvoll ist.

Zum Anderen möchte ich meine sehr intensiven Erlebnisse festhalten, um sie für mich selbst zu verarbeiten. Ich lasse dich gerne an dieser Reflexion teilhaben, da ich vermute, dass es einige Menschn da draußen gibt, die schon Ähnliches erlebt haben oder gerade erleben. Vielleicht beantworten sich auch für dich durch diesen Artikel Fragen, die du dir in deinem Leben gegenwärtig stellst, oder die für dich schon länger unbeantwortet sind.

 

Energetische Arbeit

Bewusste energetische Arbeit – hauptsächlich mit dem innerwise System – begleitet mich seit nun etwa drei Jahren. Anfänglich habe ich gar nicht genau einordnen können, wofür der Begriff „energetisch“ überhaupt steht. Ich habe einfach gespürt, dass es so etwas wie eine energetische Ebene gibt, ohne mir eine Vorstellung davon machen zu können.

Je mehr Erfahrungen ich mit energetischer Arbeit gemacht habe, desto größer wurde mein praktisches Verständnis davon, was es bedeutet energetisch zu arbeiten. Es fanden in meinem Leben sehr viele Veränderungen statt und ich fühlte mich zunehmend leichter, weiter und befreiter.

 

Meine Erfahrung

Als angehender System Consultant nahm ich an einen Kurs teil, der mich an die energetischen Arbeit für Systeme herangeführt hat. Innerhalb des Kurses durfte ich ein eigenes Anliegen von anderen angehenden Consultants analysieren und in Fluss bringen lassen.

Mein Anliegen war es, mehr Klarheit über die nächsten anstehenden Schritte zu erlangen, um meine Berufung zu leben.

Es fand sich ein Team von drei Frauen zusammen, eine zusätzliche Supervisorin als Assistenz der Gesamtkursleitung war auch mit dabei. Ohne jetzt weiter auf das konkrete Geschehen bei der Analyse und des energetischen Coachings einzugehen, möchte ich das Geschen in wenigen Sätzen zusammenfassen:

Ich kannte den Ablauf als Teammitglied, doch als „Klientin“ fand ich mich in einer vollkommen anderen Rolle. Hier fühlte ich mich sehr verwirrt und konnte gar nicht mehr richtig einordnen, was gerade vor sich ging. Bei der Arbeit an meinem Familiensystem ging innerlich so etwas wie eine Bombe in mir hoch. Es waren keine schmerzvollen Empfindungen, die in mir hoch kamen. Sie waren jedoch so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, etwas in mir würde explodieren. Scherzhaft finde ich das Wort „Exorzismus“ hier sehr passend für das, was ich erlebt habe. Ich durfte etwas verabschieden, das nicht wirklich zu mir gehörte.

Dennoch war die Atmosphäre während der gesamten zwei Stunden, die das Team für Analyse und Klärung benötigten, leicht verdaulich, wenn zeitweise auch etwas angspannt.

 

Veränderung der Wahrnehmung

 

Meine Wahrnehmung begann sich zu verändern…

Nach dem Coaching fühlte ich mich weiterhin sehr verwirrt. Ich wusste nicht genau, was geschehen war. Ich wusste noch nicht einmal was es im Detail für Themen waren, die bearbeitet und aufgelöst wurden. Meine Wahrnehmung war sehr scharf und ganz anders als zuvor. Das verwirrte mich zunehmend.

Ich gab mich irgendwann dieser Veränderung hin und begann zu beobachten. Das war am letzten Kurstag kurz vor der Abschlussrunde. Im Kreis der Kursteilnehmer begann ich, mich umzusehen. Ich hatte die Teilnehmer nie vorher so bewusst, tief und umfassend wahrgenommen. Ich empfand bei manchen Teilnehmern eine große Freude und Leichtigkeit, als ich sie betrachtete. Bei anderen spürte ich eine Schwere und Dichte. Noch interessanter waren Wahrnehmungen, die ich nicht besser als einen energetischen Lichteffekt bezeichnen kann. Ich sah über den Köpfen mancher Teilnehmer einen hellen Lichtstrahl, der mehr oder weniger intensiv war. Bei anderen Teilnehmern konnte ich nichts dergleichen über ihren Köpfen sehen und hatte eher das Gefühl, dass sie “gedeckelt” waren. Ihr Energiefluss verteilte sich dadurch mehr im Raum, was sich für mich wie eine Art Begrenzung anfühlte. Mein Verstand konnte nicht einordnen, was es genau war, das ich da plötzlich „sehen“ konnte. Das ließ meine Verwirrung noch größer werden.

Grundsätzlich empfand ich seit der inneren Explosion wärend des Coachings eine große Leichtigkeit und Freude. Das blieb anschließend auch mehr als eine Woche in meinem Alltag so. Selbst als mein Auto am folgenden Wochenende liegen blieb, verlor ich nicht diese heitere Leichtigkeit und wusste einfach, dass alles seine Richtigkeit hat.

 

Montag, Dienstag, Mittwoch…

Nachdem ich Sonntag Abend nach dem Kursende wieder zu Hause angekommen war, verstärkten sich am Montag und Dienstag meine Wahrnehmungen. Statt nachts zu schlafen, lag ich innerlich hellwach im Bett und beobachtete ein Erkenntnis-Feuerwerk in mir, das nicht mehr aufzuhören schien. Mir wurden Zusammenhänge meines Lebens bewusst, von denen ich vorher nichts geahnt hatte. Es war so, als könnte ich hinter den bisherigen Schein der Dinge sehen. Noch immer konnte mein Verstand nicht einordnen, was es genau war, das ich da erlebte. Dadurch fiel es mir zeitweise schwer, mich innerhalb dieser Erfahrung zu entspannen. Ich fühlte mich etwas zittrig und unruig, es war jedoch keine schwerfällige Unruhe. Wahrscheinlich war ihr Hauptgrund, dass ich plötzlich überall Handlungsbedarf sah und mich innerlich gar nicht richtig sortieren konnte.

Es taten sich mir unzählige neue Erkenntnisse auf und meine Realität wurde von allen Seiten durchgerüttelt.

Dabei war es für mich eine große Herausforderung auf dem “Boden der Tatsachen” zu bleiben. Zumal auch mein Verständnis davon, was „Tatsachen” sind, weitgehend erschüttert wurde. Es gab da plötzlich eine ganz neue, bisher von mir nur sehr abstrakt erfasste Welt der Tatsachen. Diese mit meinen eigenen Sinnen wahrzunehmen, mit eigenen Augen zu sehen, war wirklich ein sehr intensives und einprägsames Erlebnis für mich.

 

Wahrnehmungen

Mein Anliegen ist es hier nicht irgendjemanden von etwas „zu überzeugen“. Es ist mir auch nicht wichtig, mich mit meinen Erlebnissen „darzustellen“ und dadurch Aufmerksamkeit zu erhalten.

Ich folge hier einfach meinem Impuls, das was ich erlebt habe mit Menschen zu teilen, die sich auf einem ähnlichen Weg wie ich befinden. Ich weiß, dass es einige Menschen da draußen gibt, die aus meinen Erfahrungen etwas für sich selbst und ihren Weg mitnehmen können.

 

Wunderland

 

Was habe ich also alles während der ersten drei Tage nach meiner energetischen systemischen Klärung wahrgenommen?

Jetzt wo ich versuche das in Worte zu fassen, merke ich erst, dass es nahezu unmöglich es ist, zu vermitteln, was ich gesehen, gespürt und erkannt habe.

Nach meinem energetischen Systemcoaching, war es mir plötzlich möglich, viele energetische bzw. feinstoffliche Zusammenhänge zu sehen. Wie bereits weiter oben beschrieben, konnte ich Energiezentren bzw. einzelne Chakren meines Gegenübers sehen. Besonders auffallend war die Wahrnehung von Menschen mit Lichtstrahl über dem Kopf bzw. in einem gesamtkörperlichen Lichtstrahl stehend. Auch das sogenannte “dritte Auge”, ein Energiezentrum im Stirnbereich konnte ich bei einzelnen Menschen sehen.

Ich erkannte Felder im Raum und verstand dadurch viel genauer als bisher die Botschaften und Zusammenhänge von Gegenständen, räumlichen Gegebenheiten und Menschen. Es eröffnete sich mir ein enorm großen Wissen, als sei ich an die große Datenbank des Lebens angeschlossen.

Darüber hinaus hatte ich sehr klare Ahnungen über Möglichkeiten in der Zukunft und sah z.B. beim Autofahren bereits in Form von leicht transparenten leuchtenden Spuren den Weg vor mir, den ich gleich fahren würde. Rückblickend scheint es mir so, als hätten sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überlagert. Das war ein weiterer Grund dafür, warum ich mich so verwirrt gefühlt habe. Ich hatte permanent Erkenntnisse über die Gegenwart, vergangene Erlebnisse und Visionen für die Zukunft. Dadurch fühlte ich mich als Mensch mit meiner üblichen praktischen Handlungsfähigkeit in der 3D-Welt eingeschränkt.

Auf der anderen Seite entdeckte ich unglaublich große energetische Wirkungsmöglichkeiten, durch die auch physische Gegebenheiten beeinflussbar sind.

 

Magie ist Alltag

Um es jetzt einmal etwas bildlicher zu beschreiben: Ich fühlte mich ein wenig wie Alice im Wunderland, die plötzlich erkannte, dass sie zaubern kann. Darüber hinaus wurde mir bewusst, dass ich mein Leben lang schon zaubern konnte und diese Gabe unbewusst und teilweise manipulativ eingesetzt hatte. BAM. Was für ein Schlag für mein Ego und was für ein Segen für mein Selbst, das endlich seine wahre Größe und Kraft zu erahnen begann.

Als ich meine Tochter zum Kindergarten brachte, erkannte ich plötzlich die Genialität und Magie, die vielen der Kinder dort zueigen ist. Wahrnehmungen und Gaben wie die, die ich als “neu” erfahren habe, sind für viele Kinder Teil ihrer Realität.

Sie agieren damit tagtäglich auf Ebene, die den meisten Erwachsenen in unserem Kulturkreis nicht bewusst sind. Es gibt Kinder, die sehen dich an und wissen „wer du bist“. Sie können z.B. Gegebenheiten aus deinen Energiefeld lesen und nehmen Dinge im Raum wahr, die den Augen vieler erwachsener Menschen verschlossen bleiben.

Auch als ich meine 96-jährige Großmutter in den folgenden Tagen besuchte, durfte ich neue Zusammenhänge erkennen. Mir wurde bewusst, dass es auch alte Menschen gibt, die wieder Zugang zu anderen Ebenen der Wirklichkeit bekommen. Darunter sind offenbar auch einige, die ihre Fähigkeiten Zeit ihres Lebens gepflegt und dadurch niemals ganz verloren haben.

 

Integration

 

Integration meiner Erlebnisse

Momentan, fast zwei Wochen nach dem besagten Kurs und den darauf folgenden drei Tagen intensivster Erlebnisse, bin ich noch immer am Verarbeiten. Meine neu geöffneten Kanäle sind nun nicht mehr ganz so offen wie zu Beginn meiner Erfahrung.

Kurz dachte mein Verstand, dass ich meine neuen Fähigkeiten wieder verloren hätte. Doch ich spüre, dass das nicht stimmt. Sie waren und sind immer da. Doch wer weiß schon, was das Leben für mich vorsieht. Ich sehe meine Aufgabe jetzt darin, mich meinen Prozessen ohne Erwartungen hinzugeben.

Die Intensität meines Bewusstseinsprungs war ziemlich heftig und hat mich etwas überfordert. Bisher habe ich mir oft gewünscht, möglichst “schnell” vorwärts zu kommen. Doch ich durfte erleben, dass schnelle Veränderung auch große Nachteile mit sich bringen kann. Es scheint mir jetzt, als hätte sich ein weiser Teil von mir entschieden, den Übergang doch etwas langsamer vonstatten gehen zu lassen.

Meine Aufräum- und To-Do-Liste bekam im Zeitraum meines veränderten Sehens viele neue Punkte und hat mittlerweile eine stattliche Länge. Ich sehe nun meine Aufgabe darin, alles was auf dieser Liste steht nach und nach zu klären. Es geht also weiter mit dem mittlerweile gewohnten Aufräumen in meinem Leben.

Dabei verstärkt sich gerade massiv meine Gründlichkeit. So durfte ich z.B. einen Schlüsselanhänger als ein belastendes „Tor“ zu Verwandten von mir erkennen, meine damit zusammenhängenden Verhaftungen erkennen und loslassen. Dabei war die energetische Wirkung des kleinen Schlüsselanhängers für mich zeitweise stark und unmittelbar spürbar. So durfte ich ganz praktisch erleben, dass die physische Größe nichts über die energetischen Wirkung eines Gegenstandes verrät.

 

Selbsterkenntnis

Während der Tage des intensiven Sehens, hatte ich den Eindruck, mich und meine Gaben das erste Mal im Leben wenigstens ansatzweise erfassen zu können. Ich bekam zeitweise sogar Angst vor meiner Größe und meinen Fähigkeiten. Da ich das „Angst haben“ in dieser Zeit als sehr massives erschütterndes Erlebnis empfand, half mir diese Angst mich wieder schnell mit meinem Vertrauen in mich und meinen Weg zu verbinden.

Diese Übung setze ich auch jetzt immer dann fort, wenn ich mal wieder merke, dass ich aus verschiedenen Gründen zitterig werde. Auch hier bedarf es offensichtlich einer Integration meines neuen „Selbstverständnisses“, das vorher im Vergleich zum aktuellen Stand der Dinge eher eng und klein war.

Diese Zusammenhänge einmal aufzuschreiben und mir sozusagen „vor Augen zu führen“ lässt mich gerade tief durchatmen und bringt mir eine gewisse Entspannung.

 

Umbruch

 

Umbruch und innere Führung

Mittlerweile könnte ich „Umbruch“ fast als meinen zweiten Namen bezeichnen. Meine To-Do Liste lässt erahnen, wie „groß“ in näherer oder fernerer Zukunft die Veränderungen sein werden, die auf mich zukommen.

Doch dieses Mal liegt ihnen eine andere Motivation zugrunde. Bisher habe ich in den meisten Fällen danach gehandelt, was sich für mich (als Mensch) möglichst stimmig angefühlt hat. Jetzt bekomme ich Impulse aus anderen Ebenen meines Bewusstseins, die mir ziemlich klar die neue Richtung weisen. Und auch wenn mein Verstand das noch nicht so richtig einordnen kann, so weiß ich doch, dass dieser Weg „der Richtige“ für mich ist.

Es ist ein Weg, der sich mir Schritt für Schritt offenbart. Es ist momentan nicht nötig mehr als den nächsten Schritt oder maximal die nächsten paar Schritte zu kennen. Das Einzige was ich als Dora zu diesem Weg beitragen kann, ist mein absolutes Vertrauen in die Weisheit, die sich mir aus dem Unbewussten heraus zeigt.

An meinen „sehenden Tagen“ konnte ich tiefe Zusammenhänge glasklar erkennen. Jetzt sehe ich sie nicht mehr ganz so klar, aber geblieben ist die Erkenntnis, dass wirklich alles Sinn macht und alles im Leben bedeutungsvoll ist.

Das ist eines der schönsten Geschenke, das mir das Leben je gemacht hat, und ich bin sehr dankbar dafür.

Es ist spannend zu beobachten, wie nun zeitweise wieder der Verstand versucht, mich in eine „vernünftige“ Richtung zu lenken. Es geschieht immer mal wieder, dass ich aus meiner Präsenz herausfalle. Durch das Herausfallen eröffne ich dem Verstand die Tür, die er benötigt, um sich mehr Raum zu nehmen als ihm zusteht. Was für eine anschauliche Lernerfahrung, die mir und meinen Erkenntnissen noch mehr Tiefe schenkt.

 

Boden der Tatsachen

Eine meiner größten Herausforderungen ist es weiterhin, wirklich auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Auf der anderen Seite sieht dieser Boden jetzt ganz anders aus als vorher und ich bin mir noch nicht so sicher, dass er tatsächlich so fest und beständig ist, wie ich bisher vermutet habe. Es ist ein sehr lebendiger, von gegensätzlichen Kräften durchdrungener Boden, der sich in jedem Moment verändern kann. Vergangenheit und Zukunft laufen darin zusammen und lassen sich im gegenwärtigen Moment aktiv gestalten.

Vielleicht klingt das für dich verrückt. Vielleicht ist es auch verrückt. Es ist zumindest von dem was in unserem Kulturkreis momentan als normal aufgefasst wird ent-rückt. Ich bin jedenfalls vom Ent-rückt-Sein entzückt.

 

Boden?

 

Licht und Schatten

Meine neue Sicht vertieft auch den Blick auf meine Schatten. Sie erscheinen mir teilweise dunkler und mächtiger, als ich es bisher wahrhaben wollte und erahnt habe. Mit Schatten meine ich auch jene, die durch mich und die Welt hindurch wirken, für die ich ein Instrument bin.

Im Zeitraum meines intensiven Sehens, bin ich ein paar mal plötzlich ganz tief in einen Abgrund hinein gerutscht. Es meldete sich beispielsweise kurz ein Zweifel an mir selbst und der Richtigkeit meiner Wahrnehmungen. Dieser Zweifel fühlte sich in dem Moment so intensiv an, dass er kaum aushaltbar für mich war.  Dadurch wurde mir mein sofortiger handlungsbedarf bewusst: Es war meine Aufgabe umittelbar wieder ins Vertrauen zu gehen. Und siehe da, der Abgrund verschwand wieder und ich durfte weiterhin in Leichtigkeit sehen und beobachten.

Ich bemerke auch jetzt hin und wieder, dass leise Zweifel in mir hochkommen. Nun bin ich allerdings nicht mehr so präsent und bewusst sehend, dass ich die sofortige energetische Auswirkung wahrnehme. Daher brauche ich wieder – wie auch zuvor – einen Moment länger, um zu begreifen, was gerade vor sich geht.

Zweifel ist die Illusion, Vertrauen ist die Wahrheit. Die Illusion hilft uns, die Wahrheit zu erfahren.

 

Gleichgesinnte

Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, die ähnliche Erfahrungen machen wie ich. Vielleicht fallen sie bei dir nicht ganz so intensiv aus und beispielsweise dein Geruchssinn ist einfach gerade empfindlicher als zuvor. Vielleicht sind es für dich auch eher seelische Erlebnisse, welche dir eine neue Perspektive auf die Welt eröffnen.

Es erscheint mir wichtig, dass wir mit unseren Erkenntnissen, Gaben und Wahrnehmungen nicht alleine bleiben und uns miteinander austauschen. Daher lade ich dich herzlich ein, mir zu schreiben, wenn du bei dir besondere Wahrnehmungen oder Ähnliches beobachtest.

Schreib mir einfach eine E-Mail auf Hallo@GestaltungsRaeume.net, wenn du dich angesprochen fühlst oder dich mit deinen Erlebnissen in meinen Beschreibungen wiederfindest.

Ich wünsch dir weiterhin viel Klarheit und Freude auf deinem Weg zu dir selbst und über dich selbst hinaus.

Alles Liebe von Dora

Erfahrungsbericht: Bewusstseinserweiterung2018-12-19T07:21:33+02:00

Nutze deine Sinne und aktiviere deinen individuellen Kompass

Dein eigenes feines Gespür ist der Kompass, der dich zu dir selbst führt.
Erforsche deine Sinne, entdecke vergessene Nuancen und öffne deine Kanäle, um deinen individuellen Kompass zu reaktivieren.

 

Abstumpfung und einseitiger Fokus

Jeder Mensch kommt als kleines Genie ins Leben. Das frühkindliche Gehirn ist besonders im ersten Lebensjahr zu unglaublichen Aktivitäten und Entwicklungen imstande. Auch danach sind Kinder viel flexibler, präsenter und „wacher“ als Erwachsene. Sie befinden sich dann allerdings bereits auf einer steilen Kurve nach unten, die sich von Jahr zu Jahr mehr dem recht abgestumpften erwachsenen Menschen annähert.

Die in uns angelegten Potentiale gehen nie ganz verloren. Sie werden vielleicht verschüttet oder vergraben. Doch sie verschwinden nicht einfach so. Wir lassen sie in dem Maße gehen, in dem wir und im Laufe unseres Lebens selbst verraten, andere Menschen unser Leben bestimmen lassen oder den klaren und weiten Zugang zu uns selbst zugunsten anderer Wünsche einschränken.

That’s the game.

In diesem Kulturkreis lernen wir meist schon früh unsere ganzheitliche Wahrnehmungsfähigkeit zu ignorieren. Die Fünf Sinne des Riechens, Schmeckens, Hörens, Sehens und Tastens bilden den Rahmen, innerhalb dessen ein Kind lernt sich einzupassen. Der Verstand des Gegenübers entscheidet dabei, ob die Wahrnehmung eines Kindes Sinn macht oder nicht. Es wird immer mehr in die Grenzen unseres Kulturkreises gewiesen und fügt sich in den meisten Fällen der von außen verordneten Begrenzung.

 

Die Sinne erforschen

Im Volksmund ist von einem 6. Sinn die Rede, womit zumeist die Intuition gemeint ist. Die Intuition kann als innere Weisheit bezeichnet werden, die uns ermöglicht, sinnvolle Unterscheidungen zu treffen und im Einklang damit zu handeln. Für mich und mein Leben hat meine Intuition eine große Bedeutung. Sie tritt mitunter über meine Sinne in Kontakt mit mir. Doch als einen eigenständigen “Sinn” ordne ich die Intuition nicht ein.

Manche Menschen verwenden den Begriff der „übersinnlichen Wahrnehmung”, was für mich etwas abgehoben klingt. Meine Auslegung ist, dass eine mit diesem Begriff umschriebene Wahrnehmung nicht die Sinne über-schreitet, sondern die antrainierte Abgestumpftheit vieler Menschen. Das Überschreiten der weit verbreiteten Abgestumpfheit bedeutet für mich, die “herkömmlichen fünf Sinne” in ihrer Feinheit, Komplexität und Weite zu erkennen und zu nutzen.

Mein Weg ist es, mich für die unterschiedliche Ebenen unserer fünf Sinne zu öffnen. Denn jeder dieser Sinne hat vielschichtige feine Nuancen, Feinheitsgrade und Dimensionen.

 

 

Sehen

 

Ganzheitliches Sehen

Als Beispiel möchte ich einmal auf das Sehen eingehen. Die meisten Menschen können Formen, Strukturen, Farben, Licht und Schatten klar erkennen. Das Unbewusste formt daraus die räumliche Wahrnehmung.

Ich nehme visuelle Informationen wahr, die darüber hinaus gehen. Ich kann z.B. ein ganz subtiles feines Flimmern bzw. optisches Rauschen wahrnehmen. Außerdem kann ich Dinge spüren, die ich sehe. Dies lässt sich als Synästesie bezeichnen. Damit ist die “Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Bereiche der Wahrnehmung” (Wikipedia) gemeint.

Darüber hinaus kann ich innere Bilder wahrnehmen, teilweise sogar mit geöffneten Augen. Mit geschlossenen Augen sind diese Wahrnehmungen allerdings klarer und intensiver. Dabei können die Bilder vor meinem inneren Auge sowohl gegenständlich als auch abstrakt sein. Mir ist klar, dass es sich um eine andere Wahrnehmungsebene handelt und nicht um Halluzinationen, die sich von Betroffenen nicht klar von der Realtiät unterscheiden lassen.

Jeder, der sich hin und wieder an einen Traum erinnert, weiß, dass er innere Bilder wahrnehmen kann und sie zu unserer Realität gehören. Auch dann wenn sie in ihrer Symbolhaftigkeit eine andere Sprache sprechen, als wir es im Alltag gewohnt sind. Diese feineren Nuancen des Sehens werden in unserem Kulturkreis als nicht „real“ oder bedeutsam eingestuft.

In der Tat können feinere Nuancen der Sinne erst dann eine Bedeutung bekommen, wenn wir damit Erfahrungen sammeln und sie systematisch erforschen. Dafür eignet sich der Armlängentest ganz hervoragend. Denn über unser Bio-Feedback können wir mit unserem Unbewussten in Kontakt treten, um zu verstehen, was sich uns zeigt.

 

Vergessene Nuancen wiederentdecken

Ich erlebe wie wertvoll und wichtig für mich die feineren Nuancen meiner Sinne sind. Diese allmählich wiederzuentdecken, erweitert meinen Horizont und schenkt mir den Zugang zu wichtigen Erkenntnissen über mich selbst und die Welt. Je achtsamer ich Nuancen in der Lage bin wahrzunehmen und sie in mein alltägliches Leben integriere, desto klarer und weiser bin ich in der Lage zu leben und zu handeln.

Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die sich noch mit derartigen feinen Nuancen befasst haben, das feine Spüren als „esoterisches Gerede“ auffassen. Nur wer sich mangels eigener Erfahrungen dazu hinreißen lässt, ein Urteil ohne Bezugsrahmen zu fällen, kann zu dem Schluss gelangen, dass es sich bei feinen Wahrnehmungen und ihrer Bedeutung um Esoterik oder Spinnerei handelt. Jeder, der damit Erfahrungen macht, kennt den Wert einer ganzheitlichen sensiblen Wahrnehmung, die eine größere Weite zulässt.

Jeder Mensch, der sich auf den Weg begibt, seine verschütteten Kanäle wiederzuentdecken, bekommt früher oder später seinen eigenen individuellen Zugang zu wertvollen subtilen Nuancen seiner Wahrnehmung.

 

Spüren

 

Ganzheitliches Spüren

Das Wort Empfindung umschreibt für mich das ganzheitliche Wahrnehmen zumeist körperlicher Signale. Das kann z.B. ein deutliches Ziehen, Kribbeln, Drücken, oder Ähnliches sein, aber auch wie gerade in Bezug auf das Sehen beschrieben in einen feineren Bereich hinein gehen.

Ich verwende das Wort “spüren” synonym mit dem Wort „empfinden“. Wenn ich davon rede, dass ich etwas spüre, dann meine ich damit eine konkrete Wahrnehmung, die sich irgendwo in Körpernähe (innen oder außen) befindet.

Das Spüren, also das Wahrnehmen von Empfindungen ist für mein Verständnis ein Aspekt der sensorischen Wahrnehmung (Tastsinn). Wenngleich sich organische Reize oder feine energetische Wahrnehmungen im Körperinneren befinden und nicht über die Haut wahrgenommen werden.

Deutlich verwaschener wird der Begriff des Spürens, wenn Gefühle darin mit einbezogen werden. Diese sind zusammen mit den Emotionen zwar auch im Körper lokalisierbar, haben für mich aber einen anderen Ausdruck, eine andere Beschaffenheit sozusagen. Darüber werde ich gerne in einem zukünftigen Blog-Artikel einmal eingehen.

Das Spüren, das ich hier meine, ist umfassender und ganzheitlicher Ausdruck unserer Körperintelligenz.

 

Körperintelligenz

Der Körper ist ein hochintelligentes System, mit einer großen Weisheit. Er erzeugt intelligente Signale und keine beliebigen Fehlfunktionen oder Störungen. Er wählt einen individuellen Ausdruck, um mit uns in Kontakt zu treten und uns auf etwas aufmerksam zu machen.

Deshalb sind Symptombehandlungen auch so sinnlos und führen uns mehr in die Irre als uns zu helfen. Wenn eine Warnlampe in einem System beginnt zu blinken, dann macht sie auf eine grundlegende Schwierigkeit im gesamten System aufmerksam. Dieses besteht aus ganzheitlicher Sicht aus unterschiedlichen Ebenen, nicht nur der Körperebene. Die Lampe zu zerschlagen, damit sie nicht mehr blinkt, verändert gar nichts an den Ursachen im System.

Sofern diese Erkenntnis auch von der allgemeinen Auffassung in unserem Kulturkreis entfernt liegt: Was sich in oder an unserem Körper zeigt ist immer sinnvoll. Wer systematisch das Unbewusste erforscht, versteht, dass Symptome immer einen Sinn haben und zum Ausdruck bringen, dass noch etwas erkannt und geklärt werden darf.

 

Sensibilität

 

Sensibilität ist unser Potential, keine Makel

Zumeist wird es eher als Makel oder seltsame Eigenart eingestuft, wenn jemand auf seine individuelle Art und Weise sensibel ist. Dabei sind in der eigenen Sensibiltät wunderschöne Gaben und Geschenke enthalten.

Menschen, die den Zugang zu ihrer natürlichen Sensibilität zulassen, haben einen umfassenderen Zugang zu ihren Potentialen. Das wiederum ebnet ihren Weg, bei sich selbst und in ihrer eigenen Mitte anzukommen.

In der Tat können besondere Herausforderungen entstehen, wenn jemand sehr offen in seiner Wahrnehmung ist. Darüber hinaus wird der Verantwortungsbereich eines Menschen vergrößert, der einen Zugang zu seiner natürlichen Sensibilität bewahrt oder wiederentdeckt. Er trägt damit auch die Verantwortung mit der eigenen Offenheit und seinen Potentialen achtsam und weise umzugehen. Wenn diese Verantwortung nicht erkannt und gelebt wird, können die Schwierigkeiten und Herausforderungen schnell überdimensional groß erscheinen.

 

Wahrnehmungsabweichungen bei Drogen und psychischen Erkrankungen

Große Schwierigkeiten können auch dadurch entstehen, dass vergessene Kanäle künstlich geöffnet werden. Das ist beispielsweise unter Einfluss von sogenannten „bewusstseinserweiternden“ Drogen der Fall. Damit werden Erfahrungen und Zugänge eingeladen, mit denen der Einnehmende nicht umzugehen gelernt hat. Folglich ist es möglich, dass diese unter Drogen erzeugten Öffnungen zu langfristigen und dauerhaften Irritationen des Bewusstseins führen und auch unbewusste Strukturen beeinträchtigt werden. Wenn derartige Irritationen erkannt und identifiziert werden (z.B. über den Armlängentest), dann können sie mit geeigneten energetischen Frequenzen oder anderen Methoden wieder aus dem ganzheitlichen System eines Menschen gelöst werden. Daraus möglicherweise resultierende Instabilitäten können so harmonisiert und überwunden werden.

Auch der Bereich psychischer Erkrankungen, bei denen z.B. die Wahrnehmungskanäle beeinträchtigt sind, ist ein großes Forschungsfeld. Hier kann ebenfalls durch das Aufdecken und Harmonisieren der Ursachen, viel bewegt werden. Dabei möchte ich Betroffenen natürlich raten, einen Heilpraktiker oder Psychologen ihrer Wahl aufzusuchen. In der innerwise Coaches- und Mentoren-Liste, sind übrigens Heilpraktiker und vereinzelt Psychologen zu finden, die das innerwise System in ihre Praxis integrieren und dadurch eine ganzheitliche Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ermöglichen.

 

Kanäle öffnen

Wie bereits erwähnt, steckt ein großes Potential darin, die eigene ganzheitliche gesunde Wahrnehmungsfähigkeit wiederzuerlangen. Dazu können die eigenen verschütteten Kanäle wieder geöffnet werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein vom Verstand gesteuertes Leben, eine blasse und einseitige Lebensgestaltung darstellt. Auch ein auf emotionalen Dramen basiertes Leben ist einseitig und verkümmert.

Die Kunst einer ganzheitlichen Lebensgestaltung hingegen, geht mit der Öffnung der eigenen Kanäle einher. Auch wenn darauf nicht unbedingt ihr Fokus liegt.

Was kann denn getan werden, um ganz bewusst das Öffnen der eigenen Kanäle in Gang zu bringen?

 

 

1. Aufräumen

Kanäle, deren Zugang nicht offen und frei ist, sind verstopft, blockiert, verengt oder ganz verschlossen. Da liegt es nahe, zunächst einmal sauber zu machen und aufzuräumen. Dabei bewährt es sich in der Praxis, schrittweise aufzuräumen und somit allmählich wieder die Öffnung der eigenen Kanäle zu ermöglichen.

Mein liebstes inneres Aufräumwerkzeug ist derzeit das Spiel Dare to B’Riched. Dieses kannst du dazu verwenden, dich selbst oder einzelne „verstopfte“ Bereiche deines Lebens systematisch zu analysieren, wertvolle Erkenntnisse daraus mitzunehmen und Blockaden zu lösen. Anschließend kannst du mit Hilfe konkreter „To Do’s“ sinnvolle Muster ins eigene Leben integrieren.

Wenn du dieses wunderschöne Spiel kennenlernen möchtest, darf ich es als zertifizierter Dare Guide an einem eintägigen Dare Day Workshop für dich erlebbar machen. So kannst du dir einen intensiven Aufräum- und Erkenntnistag gönnen und den Umgang mit Dare to B’riched erlernen. Neben mir gibt es im gesamten deutschsprachigen Bereich viele weitere Dare Guids, die Dare Days in deiner Region anbieten.

Natürlich kannst du auch intuitiv und ohne System dein inneres Aufräumen angehen.

 

2. Selbstannahme

Im aufgeräumten Zustand ist das Leben leichter und angenehmer. Dadurch fühlst du dich immer mehr bei dir selbst zu Hause und löst dich allmählich aus Abhängigkeiten sowie Macht- und Kontroll-Strukturen.

Du lernst dich mehr und mehr so zu nehmen, wie du wirklich bist. Damit hörst du auf, dich für andere zu verbiegen oder zu verraten. Je umfassender deine Selbstannahme ist, desto mehr kannst du Facetten von dir reintegrieren, die zu deiner natürlichen Sensibilität gehören. Du erlaubst dir wieder wahrzunehmen, was andere (mit verstopften Kanälen) nicht wahrnehmen können.

 

Vertrauen

 

3. Vertrauen

Der nächste Schritt ist, dir selbst wieder mehr zu vertrauen. Denn auch wenn du wieder in der Lage bist, feine Wahrnehmungen zuzulassen, heißt das nicht, dass du diese vertrauensvoll für dich und dein Leben nutzt.

Du kennst das sicherlich: Du spürst etwas und hast eine Ahnung, die du nicht begründen kannst. Du schenkst deinem Gespür jedoch wenig Aufmerksamkeit. Anschließend merkst du, dass du mit deiner Ahnung richtig lagst. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn du ihr nicht gefolgt bist und ihr nicht vertraut hast.

Wie kannst du dein Selbstvertrauen verstärken?
Vor allem durch Erfahrungen. Du darfst dich immer wieder neu darauf einlassen, dein feines Gespür zu beobachten. So wirst du mit der Zeit feststellen, dass es durchaus weise ist, dieses für dich zu nutzen und ihm immer wieder Vertrauen zu schenken.

Bei diesem Prozess des Einlassens wird es möglicherweise einschneidende tiefe Erlebnisse und Aha-Effekte geben. Besonders dann, wenn du immer wieder bereit dazu bist zu erkennen, dass deine innere Weisheit über deine Sensibilität in Kontakt mit dir tritt und dir ungeahnte Wege eröffnet.

 

4. Präsenz / Achtsamkeit

Je weniger du in deinem Alltag „verstreut“ bist und wirklich in dir selbst präsent und gegenwärtig bist, desto mehr kannst du all das bewusst wahrnehmen, was dir in jedem Moment zugänglich ist. Du brauchst im Grunde nicht mehr dafür tun, als präsent und offen zu sein.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich allerdings sagen, dass dies, so einfach es auch klingt, eine ziemliche Herausforderung ist. Doch die Herausforderung liegt eigentlich gar nicht darin präsent zu sein, sondern viel mehr darin, so weit aufzuräumen, anzunehmen und zu vertrauen, dass daraus eine natürliche Präsenz entsteht.

Du kannst Präsenz nicht durch eine bestimmte Übung oder Konzentration erreichen. Du kannst dich ihr aber Schritt für Schritt annähern, je mehr du auf dem Weg der ganzheitlichen Klärung fortschreitest.

Falls du aber doch eine bestimmte Übung dazu haben möchtest, dann versuch es damit: Tu so oft und konsequent wie möglich das, was dir wirklich Freude macht. Denn dabei bist du ohne Anstrengung präsent und im Flow. So können Flow und Präsenz in deinem Leben immer weiter wachsen.

 

Heilung durch Öffnung

Je mehr deine Kanäle wieder offen und frei sind, desto mehr bist du wieder mit deinen eigenen Potentialen und Gaben verbunden. Eine Gabe, die beispielsweise jeder Mensch besitzt sind seine Selbstheilungskräfte. Diese sind umso intensiver und umfassender, je offener und freier dein eigenes ganzheitliches System ist.
Auch das mag esoterisch klingen für den, der mangels eigener Erfahrungen eine Schublade sucht, in die er diese eher unkonventionelle Perspektive einordnen kann.

Für mich ist das „heil sein“ ein Ausdruck umfassender Integrität und einer ganzheitlichen Lebensweise. Die großartige Funktion von Krankheit liegt darin, uns darauf aufmerksam zu machen, dass es etwas zu erkennen, zu verstehen, zu harmonisieren oder umzusetzten gibt. Auch wenn Kranksein viele Schwierigkeiten, Leid und Schmerzen mit sich bringt, lade ich dich ein, die Geschenke darin nicht außer Acht zu lassen, sie anzunehmen und für dich und deinen Weg zu nutzen.

 

Dein Weg

 

 

Deinen Kompass aktivieren

Durch das Öffnen deiner Kanäle wird für dich wieder unmittelbar erfahrbar, wo du gerade stehst. Du bemerkst immer feiner und genauer, wo gerade in dir Unstimmigkeiten sind. Du nimmst mehr und mehr auch kleinere Abweichungen von deinem Weg wahr. Durch eine immer umfassendere Bewusstheit, erfährst du mit all deinen Sinnen die Richtung deines individuellen Kompasses. Vermutungen oder Spekulationen gehören zur Vergangenheit, wenn durch das eigene Erleben ein tiefes Verständnis für dich selbst entsteht.

Deine Kompassnadel bist du selbst mit all deinen Sinnen, Erfahrungen und Erkenntnissen. Je präziser und vielschichtiger du dich selbst wahrnehmen kannst, desto mehr erkennst du deine eigene Richtung. Mit dieser Bewusstheit lernst du, jede Entscheidung und Facette deines Lebens an deinem eigenen Maßstab auszurichten. Dabei dienen dir gleichgesinnte Menschen als Inspiration, nicht aber als Wegweiser.

Denn nur wenn du selbst dein eigener Wegweiser bist, kannst du dein eigenes Gespür Schritt für Schritt vergrößern, deine Richtung erkennen und lässt dich nicht mehr auf Abwege führen. Dann kannst du vertrauensvoll deinem eigenen Kompass folgen, bis du ganz in deiner Mitte und bei dir selbst ankommst.

 

 

Nutze deine Sinne und aktiviere deinen individuellen Kompass2018-12-18T13:12:53+02:00

About

Mein Name ist Dora Baumann und ich liebe es, energetische Grundstrukturen zu analysieren, zu klären und auf allen Ebenen gestalterisch tätig zu sein.

Bist du bereit, neue Wege eigenverantwortlich zu beschreiten? Dann freue ich mich, gemeinsam mit dir, kreative Lösungen für deine Projekte und Herausforderungen zu entdecken.

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