Bewusstsein

Potentialentfaltung – Begabungen erkennen

In diesem Blogbeitrag geht es um das Thema Begabungen. Was sind Begabungen und wie können diese erkannt werden?

 

Jedes Kind ist ein Genie

Seit langem wurde durch die Neurowissenschaft belegt, dass jeder Mensch mit unglaublich großem Potential zur Welt kommt. Die Vernetzung und Hirnaktivität von Kindern ist in den ersten Lebensjahren enorm groß, so dass nur von kleinen Genies die Rede sein kann. Im Laufe des Heranwachsens kann beobachtet werden, dass diese Aktivität und ausgeprägte Vernetzung wieder abnimmt. Hauptsächlich die Fähigkeiten, die im Alltag wirklich zum Einsatz kommen, bleiben erhalten. Die Anpassung an das Umfeld spielt dabei eine zentrale Rolle.

Schön und gut. Was bringt einem erwachsenen Menschen diese Erkenntnis, dass jeder, also auch er selbst, mit enormen Potentialen und Begabungen das Licht der Welt erblickt hat?

Mir macht sie bewusst, dass es sich lohnt, mich auf den Weg zu begeben, meine vergessenen Potentiale wiederzuentdecken. Dabei erlebe ich momentan sehr intensiv, dass es nie zu spät dafür ist. Selbst dann, wenn eigene Begabungen und Fähigkeiten bereits völlig in Vergessenheit geraten sind, können sie wiedergefunden und zum Leben zu erweckt werden.

Jedes Kind ist ein Genie also hat jeder Erwachsene das Potential eines Genies. Doch nicht jeder nutzt sein Potential und bringt es zum Erblühen.

Darüber hinaus empfinde ich es als sehr bereichernd, mir die Potentiale bewusst zu machen, die auf meinem Lebensweg bisher schon zum Einsatz gekommen sind und bereits präsent sind. Denn wenn mir bewusst ist, was ich bereits kann und welche Potentiale ich bereits nutze, kann ich sie viel effektiver in meinem Leben nutzen.

 

Jeder Mensch hat Begabungen

Viele Menschen haben sich irgendwann im Laufe ihres Lebens bewusst oder unbewusst entschieden zu glauben, dass es nur manche spezielle Menschen gibt, die begabt sind. “Otto-Normal” werden vielleicht auch ein paar Fähigkeiten zugetraut, die aber nicht nennenswert sind. Nur die Menschen, die eine Begabung besonders stark ausprägen und sie gezielt „herauskitzeln“ werden als begabt angesehen.

Was für ein schlauer Mechanismus, um sich unbewusst von der eigenen Selbstentfaltung abzuhalten.

Ich habe einige Jahre lang mit Menschen zusammengearbeitet, die mit dem Stempel „Behinderung“ oder „psychisch krank“ am Rande unserer Systeme geparkt werden. Was ich dort entdeckt habe, kann kaum jemand, dem ich es erzähle ernst nehmen: Mir wurde mit der Zeit klar, dass es sich um hochbegabte Menschen handelt. Es waren einige Menschen darunter, die Schwierigkeiten hatten, im Alltag zurecht zu kommen. Dinge, die für mich einfach waren, konnten einige von ihnen nicht so gut. Auf der anderen Seite konnte jeder etwas, das ich nicht so gut konnte. So wie überall im Leben also.


Vergleiche können manchmal hilfreich sein, um etwas „einordnen“ zu können. Sie hindern uns aber insbesondere daran, unsere Potentiale zu erkennen und zu leben.

 

Besondere Begabungen

 

Unsichtbare Begabungen

Ich möchte dir ein Beispiel nennen. Es gab damals eine Frau, mit der ich zusammengearbeitet habe. Sie war etwa 45 Jahre alt und lebte in einer Wohngruppe. Dort bekam sie hin und wieder Unterstützung, um ihren Alltag und ihr Leben eigenständig zu bewältigen.

Als Kind lief ein Teil ihrer Entwicklung langsamer, als bei anderen Kindern. Sie brauchte z.B. einige Jahre, um sprechen zu lernen. Durch einfühlsame Begleitung und das Vertrauen ihrer Mutter lernte sie es schließlich.

Auf der anderen Seite hatte sie eine Begabung, die von außen nicht ersichtlich war. Sie hatte nicht nur ein „absolutes Gehör“, konnte also beim Hören eines Tones diesen genau bestimmen (später auch als C, D, E, usw. benennen) und eine ausgeprägte akustische Wahrnehmung. Sie war auch in der Lage, Verbindungen von Tönen und beispielsweise Farben herstellen. Die Frequenz eines Klanges, konnte sie einfühlsam mit der Frequenz einer Farbe zusammenbringen.

Einmal erzählte sie mir sehr eindrucksvoll von Kindheitserinnerungen. Dabei wurde mir deutlich, was für einen großen Stellenwert das Hören schon immer bei ihr hatte: Sie erinnerte sich z.B. sehr detailliert an das Quietschen einer S-Bahn, mit der sie früher häufig gefahren ist. Dieses konnte sie auch Jahrzehnte später in ihrer Erinnerung abrufen und sehr feinsinnig und vielschichtig umschreiben. Für sie waren Klänge ein wichtiges Element ihres Lebens. Das wurde mir auch bewusst, als sie mir erzählte, dass die Schleifmaschine, an der sie manchmal arbeitete, einen Fis Ton von sich gab. Diesen konnte sie Frequenzgenau nachsummen.

 

Was ist eine Begabung?

 

Begabungen erkennen

Vielen Menschen ist, wie bereits weiter oben erwähnt, nicht bewusst, dass sie Begabungen haben. Es kommt sogar häufig vor, dass Potentiale und Talente auch dann nicht erkannt werden können, wenn jemand beginnt danach Ausschau zu halten.

Was besonders nahe liegt und möglicherweise schon ein Leben lang „selbstverständlich“ ist, wird manchmal nur schwer erkannt.

Gegenwind

Gegenwind

Bei manchen deiner Begabungen kann es sein, dass du von außen eher auf Widerstand statt auf Zuspruch oder „Anerkennung“ dafür stößt. Es kommt immer wieder vor, dass gerade herausragende Talente in unserem Kulturkreis ignoriert oder gar mit Abwehr „sanktioniert“ werden. Die unterschwellige, unausgesprochene Botschaft ist vielerorts: „Sei bloß nicht schlechter, aber auch nicht besser als der Durchschnitt.“

Wenn du dein Leben lang für eine Gabe, die du hast, immer wieder „eins auf den Deckel“ bekommst und kaum positives Feedback dafür erhältst, kann es sein, dass du gerade dort eine Schwäche vermutest, wo besonderes Potential liegt. Vielleicht verdeutlicht dir das, wie wundersam und teilweise auch verworren der Weg zu den eigenen Potentialen sein kann.

Und auch dann, wenn die Erkenntnisse dann da sind und der Zugang zu den eigenen Potentialen etwas freier wird, kannst du wieder mit Gegenwind rechnen. Ich stelle z.B. fest, dass einige Menschen auf Veränderungen in diesem Bereich mit Missgunst, Neid und Projektionen reagieren.

Mit der Entfaltung des eigenen Potentials wird die Herausforderung geboren, dieses auch dann zu leben, wenn du auf Gegenwind stößt.

 

In welchen Bereichen können Begabungen liegen?

An dieser Stelle möchte ich dich dazu einladen, deine Vorstellung davon zu weiten, was eine Begabung sein kann. Ich stelle dir einige Ideen und Bereiche vor, innerhalb derer Potentiale gefunden werden können.

Bereiche in denen deine Begabungen, zum Ausdruck kommen können:

  • Körperbewusstsein

  • Bewegungsfreude

  • Kreativität und Inspiration

  • Musik und Kunst

  • Empathie und Einfühlung

  • Menschenkenntnis

  • Pragmatismus

  • Gefühlsbetonung

  • Herzverbindung

  • Kommunikation und Sprache

  • Rationales Denken

  • Vernetztes, systemisches Denken

  • Organisatorische Kompetenz

  • Teamfähigkeit und Kooperation

  • Gemeinschaftssinn

  • Sozialkompetenz

  • Intuition

  • Feinsinnigkeit

  • Naturverbundenheit

  • Selbstverbundenheit

  • usw.

Viele dieser Begabungen werden eher am Rande wahrgenommen. Da sie als solche im alltäglichen Miteinander kaum benannt und wertgeschätzt werden, rücken sie ohne eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema kaum ins Bewusstsein.

 Das Potential von Hindernissen

 

Das Potential von Hindernissen

Im Leben eines jeden Menschen gab es Erlebnisse und gibt es Umstände, die den Zugang zu seinen Potentialen erschweren oder blockieren. Mehr darüber wirst du in meinem zweiten Blogbeitrag zu diesem Thema erfahren.

Doch jede Erfahrung, insbesondere die herausfordernden und unbequemen, beinhaltet ein großes Potential für dich und deinen Weg. Ja, es gibt Erlebnisse, die uns stark beeinflussen. Und wenn wir lernen damit umzugehen und bereit sind, eine neue Perspektive darauf zu entwickeln, werden diese Ereignisse uns wesentlich dabei unterstützen, unser Potential zu erkennen und zu entfalten.

Begibst du dich auf diesen Weg und öffnest dich für ganzheitliche Heilung und die Neubewertung deiner Hindernisse, transformierst du deine Erfahrungen. Dann wirst du dadurch beschenkt, was dir bisher als Hürde erscheint.

Körperliches, emotionales oder seelisches Leid zu erfahren, kann sich beschissen anfühlen. Bitte verstehe meine Worte nicht als Hinweis dazu, dein Leid einfach schön zu reden!

Meine Erfahrung ist, dass durch achtsame einfühlsame Arbeit auch tiefe Wunden heilen können. Und dann geschieht das Wunder, dass Neues und Fruchtbares daraus entsteht.

 

Vom Abfall zum Kompost zum blühenden Garten

Hindernisse – in welcher Form auch immer – können zu einer Art Kompost und fruchtbarem Dünger werden. Tote pflanzliche Abfälle haben zunächst keinerlei Schönheit und scheinen wertlos. Wird ihnen nur ein wenig Beachtung geschenkt, indem man sie beispielsweise auf einem Haufen sammelt, kann daraus fruchtbare Komposterde werden. Diese wiederum ist ein großartiger Dünger für den Garten und hilft, das was bereits an Potentialen vorhanden ist zum Erblühen zu bringen.

Gönn’ dir die Zeit und liebevolle Aufmerksamkeit, die du brauchst, um den Weg zu deinen Potentialen Schritt für Schritt zu befreien. Alles was du für möglich hältst, kann seinen Weg in dein Leben finden. Nur manchmal wählt das Leben einen anderen Weg, als wir es uns vorstellen.

 

Alles Liebe von Dora

 

PS: Das Thema Potentialentfaltung hat sich mir besonders umfassend eröffnet. Daher habe ich es aufgeteilt in zwei Blogbeiträge. Im zweiten Teil werde ich auf Wege eingehen, wie die eigenen Begabungen entfaltet und genutzt bzw. integriert werden können. Ich veröffentliche den zweiten Teil, sobald er fertig ist.

Potentialentfaltung – Begabungen erkennen2019-01-27T03:49:56+02:00

Erfahrungsbericht: Bewusstseinserweiterung

In diesem Artikel möchte ich über ein sehr intensives Erlebnis schreiben, das ich Anfang Dezember hatte. Der Grund, warum ich darüber schreiben möchte ist zum einen, um zu verdeutlichen, was die „energetische Ebene“ alles beinhaltet. Ich finde, dass eine größere Bewusstheit hier für unser aller Gegenwart und Zukunft sehr wertvoll ist.

Zum Anderen möchte ich meine sehr intensiven Erlebnisse festhalten, um sie für mich selbst zu verarbeiten. Ich lasse dich gerne an dieser Reflexion teilhaben, da ich vermute, dass es einige Menschn da draußen gibt, die schon Ähnliches erlebt haben oder gerade erleben. Vielleicht beantworten sich auch für dich durch diesen Artikel Fragen, die du dir in deinem Leben gegenwärtig stellst, oder die für dich schon länger unbeantwortet sind.

 

Energetische Arbeit

Bewusste energetische Arbeit – hauptsächlich mit dem innerwise System – begleitet mich seit nun etwa drei Jahren. Anfänglich habe ich gar nicht genau einordnen können, wofür der Begriff „energetisch“ überhaupt steht. Ich habe einfach gespürt, dass es so etwas wie eine energetische Ebene gibt, ohne mir eine Vorstellung davon machen zu können.

Je mehr Erfahrungen ich mit energetischer Arbeit gemacht habe, desto größer wurde mein praktisches Verständnis davon, was es bedeutet energetisch zu arbeiten. Es fanden in meinem Leben sehr viele Veränderungen statt und ich fühlte mich zunehmend leichter, weiter und befreiter.

 

Meine Erfahrung

Als angehender System Consultant nahm ich an einen Kurs teil, der mich an die energetischen Arbeit für Systeme herangeführt hat. Innerhalb des Kurses durfte ich ein eigenes Anliegen von anderen angehenden Consultants analysieren und in Fluss bringen lassen.

Mein Anliegen war es, mehr Klarheit über die nächsten anstehenden Schritte zu erlangen, um meine Berufung zu leben.

Es fand sich ein Team von drei Frauen zusammen, eine zusätzliche Supervisorin als Assistenz der Gesamtkursleitung war auch mit dabei. Ohne jetzt weiter auf das konkrete Geschehen bei der Analyse und des energetischen Coachings einzugehen, möchte ich das Geschen in wenigen Sätzen zusammenfassen:

Ich kannte den Ablauf als Teammitglied, doch als „Klientin“ fand ich mich in einer vollkommen anderen Rolle. Hier fühlte ich mich sehr verwirrt und konnte gar nicht mehr richtig einordnen, was gerade vor sich ging. Bei der Arbeit an meinem Familiensystem ging innerlich so etwas wie eine Bombe in mir hoch. Es waren keine schmerzvollen Empfindungen, die in mir hoch kamen. Sie waren jedoch so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, etwas in mir würde explodieren. Scherzhaft finde ich das Wort „Exorzismus“ hier sehr passend für das, was ich erlebt habe. Ich durfte etwas verabschieden, das nicht wirklich zu mir gehörte.

Dennoch war die Atmosphäre während der gesamten zwei Stunden, die das Team für Analyse und Klärung benötigten, leicht verdaulich, wenn zeitweise auch etwas angspannt.

 

Veränderung der Wahrnehmung

 

Meine Wahrnehmung begann sich zu verändern…

Nach dem Coaching fühlte ich mich weiterhin sehr verwirrt. Ich wusste nicht genau, was geschehen war. Ich wusste noch nicht einmal was es im Detail für Themen waren, die bearbeitet und aufgelöst wurden. Meine Wahrnehmung war sehr scharf und ganz anders als zuvor. Das verwirrte mich zunehmend.

Ich gab mich irgendwann dieser Veränderung hin und begann zu beobachten. Das war am letzten Kurstag kurz vor der Abschlussrunde. Im Kreis der Kursteilnehmer begann ich, mich umzusehen. Ich hatte die Teilnehmer nie vorher so bewusst, tief und umfassend wahrgenommen. Ich empfand bei manchen Teilnehmern eine große Freude und Leichtigkeit, als ich sie betrachtete. Bei anderen spürte ich eine Schwere und Dichte. Noch interessanter waren Wahrnehmungen, die ich nicht besser als einen energetischen Lichteffekt bezeichnen kann. Ich sah über den Köpfen mancher Teilnehmer einen hellen Lichtstrahl, der mehr oder weniger intensiv war. Bei anderen Teilnehmern konnte ich nichts dergleichen über ihren Köpfen sehen und hatte eher das Gefühl, dass sie “gedeckelt” waren. Ihr Energiefluss verteilte sich dadurch mehr im Raum, was sich für mich wie eine Art Begrenzung anfühlte. Mein Verstand konnte nicht einordnen, was es genau war, das ich da plötzlich „sehen“ konnte. Das ließ meine Verwirrung noch größer werden.

Grundsätzlich empfand ich seit der inneren Explosion wärend des Coachings eine große Leichtigkeit und Freude. Das blieb anschließend auch mehr als eine Woche in meinem Alltag so. Selbst als mein Auto am folgenden Wochenende liegen blieb, verlor ich nicht diese heitere Leichtigkeit und wusste einfach, dass alles seine Richtigkeit hat.

 

Montag, Dienstag, Mittwoch…

Nachdem ich Sonntag Abend nach dem Kursende wieder zu Hause angekommen war, verstärkten sich am Montag und Dienstag meine Wahrnehmungen. Statt nachts zu schlafen, lag ich innerlich hellwach im Bett und beobachtete ein Erkenntnis-Feuerwerk in mir, das nicht mehr aufzuhören schien. Mir wurden Zusammenhänge meines Lebens bewusst, von denen ich vorher nichts geahnt hatte. Es war so, als könnte ich hinter den bisherigen Schein der Dinge sehen. Noch immer konnte mein Verstand nicht einordnen, was es genau war, das ich da erlebte. Dadurch fiel es mir zeitweise schwer, mich innerhalb dieser Erfahrung zu entspannen. Ich fühlte mich etwas zittrig und unruig, es war jedoch keine schwerfällige Unruhe. Wahrscheinlich war ihr Hauptgrund, dass ich plötzlich überall Handlungsbedarf sah und mich innerlich gar nicht richtig sortieren konnte.

Es taten sich mir unzählige neue Erkenntnisse auf und meine Realität wurde von allen Seiten durchgerüttelt.

Dabei war es für mich eine große Herausforderung auf dem “Boden der Tatsachen” zu bleiben. Zumal auch mein Verständnis davon, was „Tatsachen” sind, weitgehend erschüttert wurde. Es gab da plötzlich eine ganz neue, bisher von mir nur sehr abstrakt erfasste Welt der Tatsachen. Diese mit meinen eigenen Sinnen wahrzunehmen, mit eigenen Augen zu sehen, war wirklich ein sehr intensives und einprägsames Erlebnis für mich.

 

Wahrnehmungen

Mein Anliegen ist es hier nicht irgendjemanden von etwas „zu überzeugen“. Es ist mir auch nicht wichtig, mich mit meinen Erlebnissen „darzustellen“ und dadurch Aufmerksamkeit zu erhalten.

Ich folge hier einfach meinem Impuls, das was ich erlebt habe mit Menschen zu teilen, die sich auf einem ähnlichen Weg wie ich befinden. Ich weiß, dass es einige Menschen da draußen gibt, die aus meinen Erfahrungen etwas für sich selbst und ihren Weg mitnehmen können.

 

Wunderland

 

Was habe ich also alles während der ersten drei Tage nach meiner energetischen systemischen Klärung wahrgenommen?

Jetzt wo ich versuche das in Worte zu fassen, merke ich erst, dass es nahezu unmöglich es ist, zu vermitteln, was ich gesehen, gespürt und erkannt habe.

Nach meinem energetischen Systemcoaching, war es mir plötzlich möglich, viele energetische bzw. feinstoffliche Zusammenhänge zu sehen. Wie bereits weiter oben beschrieben, konnte ich Energiezentren bzw. einzelne Chakren meines Gegenübers sehen. Besonders auffallend war die Wahrnehung von Menschen mit Lichtstrahl über dem Kopf bzw. in einem gesamtkörperlichen Lichtstrahl stehend. Auch das sogenannte “dritte Auge”, ein Energiezentrum im Stirnbereich konnte ich bei einzelnen Menschen sehen.

Ich erkannte Felder im Raum und verstand dadurch viel genauer als bisher die Botschaften und Zusammenhänge von Gegenständen, räumlichen Gegebenheiten und Menschen. Es eröffnete sich mir ein enorm großen Wissen, als sei ich an die große Datenbank des Lebens angeschlossen.

Darüber hinaus hatte ich sehr klare Ahnungen über Möglichkeiten in der Zukunft und sah z.B. beim Autofahren bereits in Form von leicht transparenten leuchtenden Spuren den Weg vor mir, den ich gleich fahren würde. Rückblickend scheint es mir so, als hätten sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überlagert. Das war ein weiterer Grund dafür, warum ich mich so verwirrt gefühlt habe. Ich hatte permanent Erkenntnisse über die Gegenwart, vergangene Erlebnisse und Visionen für die Zukunft. Dadurch fühlte ich mich als Mensch mit meiner üblichen praktischen Handlungsfähigkeit in der 3D-Welt eingeschränkt.

Auf der anderen Seite entdeckte ich unglaublich große energetische Wirkungsmöglichkeiten, durch die auch physische Gegebenheiten beeinflussbar sind.

 

Magie ist Alltag

Um es jetzt einmal etwas bildlicher zu beschreiben: Ich fühlte mich ein wenig wie Alice im Wunderland, die plötzlich erkannte, dass sie zaubern kann. Darüber hinaus wurde mir bewusst, dass ich mein Leben lang schon zaubern konnte und diese Gabe unbewusst und teilweise manipulativ eingesetzt hatte. BAM. Was für ein Schlag für mein Ego und was für ein Segen für mein Selbst, das endlich seine wahre Größe und Kraft zu erahnen begann.

Als ich meine Tochter zum Kindergarten brachte, erkannte ich plötzlich die Genialität und Magie, die vielen der Kinder dort zueigen ist. Wahrnehmungen und Gaben wie die, die ich als “neu” erfahren habe, sind für viele Kinder Teil ihrer Realität.

Sie agieren damit tagtäglich auf Ebene, die den meisten Erwachsenen in unserem Kulturkreis nicht bewusst sind. Es gibt Kinder, die sehen dich an und wissen „wer du bist“. Sie können z.B. Gegebenheiten aus deinen Energiefeld lesen und nehmen Dinge im Raum wahr, die den Augen vieler erwachsener Menschen verschlossen bleiben.

Auch als ich meine 96-jährige Großmutter in den folgenden Tagen besuchte, durfte ich neue Zusammenhänge erkennen. Mir wurde bewusst, dass es auch alte Menschen gibt, die wieder Zugang zu anderen Ebenen der Wirklichkeit bekommen. Darunter sind offenbar auch einige, die ihre Fähigkeiten Zeit ihres Lebens gepflegt und dadurch niemals ganz verloren haben.

 

Integration

 

Integration meiner Erlebnisse

Momentan, fast zwei Wochen nach dem besagten Kurs und den darauf folgenden drei Tagen intensivster Erlebnisse, bin ich noch immer am Verarbeiten. Meine neu geöffneten Kanäle sind nun nicht mehr ganz so offen wie zu Beginn meiner Erfahrung.

Kurz dachte mein Verstand, dass ich meine neuen Fähigkeiten wieder verloren hätte. Doch ich spüre, dass das nicht stimmt. Sie waren und sind immer da. Doch wer weiß schon, was das Leben für mich vorsieht. Ich sehe meine Aufgabe jetzt darin, mich meinen Prozessen ohne Erwartungen hinzugeben.

Die Intensität meines Bewusstseinsprungs war ziemlich heftig und hat mich etwas überfordert. Bisher habe ich mir oft gewünscht, möglichst “schnell” vorwärts zu kommen. Doch ich durfte erleben, dass schnelle Veränderung auch große Nachteile mit sich bringen kann. Es scheint mir jetzt, als hätte sich ein weiser Teil von mir entschieden, den Übergang doch etwas langsamer vonstatten gehen zu lassen.

Meine Aufräum- und To-Do-Liste bekam im Zeitraum meines veränderten Sehens viele neue Punkte und hat mittlerweile eine stattliche Länge. Ich sehe nun meine Aufgabe darin, alles was auf dieser Liste steht nach und nach zu klären. Es geht also weiter mit dem mittlerweile gewohnten Aufräumen in meinem Leben.

Dabei verstärkt sich gerade massiv meine Gründlichkeit. So durfte ich z.B. einen Schlüsselanhänger als ein belastendes „Tor“ zu Verwandten von mir erkennen, meine damit zusammenhängenden Verhaftungen erkennen und loslassen. Dabei war die energetische Wirkung des kleinen Schlüsselanhängers für mich zeitweise stark und unmittelbar spürbar. So durfte ich ganz praktisch erleben, dass die physische Größe nichts über die energetischen Wirkung eines Gegenstandes verrät.

 

Selbsterkenntnis

Während der Tage des intensiven Sehens, hatte ich den Eindruck, mich und meine Gaben das erste Mal im Leben wenigstens ansatzweise erfassen zu können. Ich bekam zeitweise sogar Angst vor meiner Größe und meinen Fähigkeiten. Da ich das „Angst haben“ in dieser Zeit als sehr massives erschütterndes Erlebnis empfand, half mir diese Angst mich wieder schnell mit meinem Vertrauen in mich und meinen Weg zu verbinden.

Diese Übung setze ich auch jetzt immer dann fort, wenn ich mal wieder merke, dass ich aus verschiedenen Gründen zitterig werde. Auch hier bedarf es offensichtlich einer Integration meines neuen „Selbstverständnisses“, das vorher im Vergleich zum aktuellen Stand der Dinge eher eng und klein war.

Diese Zusammenhänge einmal aufzuschreiben und mir sozusagen „vor Augen zu führen“ lässt mich gerade tief durchatmen und bringt mir eine gewisse Entspannung.

 

Umbruch

 

Umbruch und innere Führung

Mittlerweile könnte ich „Umbruch“ fast als meinen zweiten Namen bezeichnen. Meine To-Do Liste lässt erahnen, wie „groß“ in näherer oder fernerer Zukunft die Veränderungen sein werden, die auf mich zukommen.

Doch dieses Mal liegt ihnen eine andere Motivation zugrunde. Bisher habe ich in den meisten Fällen danach gehandelt, was sich für mich (als Mensch) möglichst stimmig angefühlt hat. Jetzt bekomme ich Impulse aus anderen Ebenen meines Bewusstseins, die mir ziemlich klar die neue Richtung weisen. Und auch wenn mein Verstand das noch nicht so richtig einordnen kann, so weiß ich doch, dass dieser Weg „der Richtige“ für mich ist.

Es ist ein Weg, der sich mir Schritt für Schritt offenbart. Es ist momentan nicht nötig mehr als den nächsten Schritt oder maximal die nächsten paar Schritte zu kennen. Das Einzige was ich als Dora zu diesem Weg beitragen kann, ist mein absolutes Vertrauen in die Weisheit, die sich mir aus dem Unbewussten heraus zeigt.

An meinen „sehenden Tagen“ konnte ich tiefe Zusammenhänge glasklar erkennen. Jetzt sehe ich sie nicht mehr ganz so klar, aber geblieben ist die Erkenntnis, dass wirklich alles Sinn macht und alles im Leben bedeutungsvoll ist.

Das ist eines der schönsten Geschenke, das mir das Leben je gemacht hat, und ich bin sehr dankbar dafür.

Es ist spannend zu beobachten, wie nun zeitweise wieder der Verstand versucht, mich in eine „vernünftige“ Richtung zu lenken. Es geschieht immer mal wieder, dass ich aus meiner Präsenz herausfalle. Durch das Herausfallen eröffne ich dem Verstand die Tür, die er benötigt, um sich mehr Raum zu nehmen als ihm zusteht. Was für eine anschauliche Lernerfahrung, die mir und meinen Erkenntnissen noch mehr Tiefe schenkt.

 

Boden der Tatsachen

Eine meiner größten Herausforderungen ist es weiterhin, wirklich auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Auf der anderen Seite sieht dieser Boden jetzt ganz anders aus als vorher und ich bin mir noch nicht so sicher, dass er tatsächlich so fest und beständig ist, wie ich bisher vermutet habe. Es ist ein sehr lebendiger, von gegensätzlichen Kräften durchdrungener Boden, der sich in jedem Moment verändern kann. Vergangenheit und Zukunft laufen darin zusammen und lassen sich im gegenwärtigen Moment aktiv gestalten.

Vielleicht klingt das für dich verrückt. Vielleicht ist es auch verrückt. Es ist zumindest von dem was in unserem Kulturkreis momentan als normal aufgefasst wird ent-rückt. Ich bin jedenfalls vom Ent-rückt-Sein entzückt.

 

Boden?

 

Licht und Schatten

Meine neue Sicht vertieft auch den Blick auf meine Schatten. Sie erscheinen mir teilweise dunkler und mächtiger, als ich es bisher wahrhaben wollte und erahnt habe. Mit Schatten meine ich auch jene, die durch mich und die Welt hindurch wirken, für die ich ein Instrument bin.

Im Zeitraum meines intensiven Sehens, bin ich ein paar mal plötzlich ganz tief in einen Abgrund hinein gerutscht. Es meldete sich beispielsweise kurz ein Zweifel an mir selbst und der Richtigkeit meiner Wahrnehmungen. Dieser Zweifel fühlte sich in dem Moment so intensiv an, dass er kaum aushaltbar für mich war.  Dadurch wurde mir mein sofortiger handlungsbedarf bewusst: Es war meine Aufgabe umittelbar wieder ins Vertrauen zu gehen. Und siehe da, der Abgrund verschwand wieder und ich durfte weiterhin in Leichtigkeit sehen und beobachten.

Ich bemerke auch jetzt hin und wieder, dass leise Zweifel in mir hochkommen. Nun bin ich allerdings nicht mehr so präsent und bewusst sehend, dass ich die sofortige energetische Auswirkung wahrnehme. Daher brauche ich wieder – wie auch zuvor – einen Moment länger, um zu begreifen, was gerade vor sich geht.

Zweifel ist die Illusion, Vertrauen ist die Wahrheit. Die Illusion hilft uns, die Wahrheit zu erfahren.

 

Gleichgesinnte

Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, die ähnliche Erfahrungen machen wie ich. Vielleicht fallen sie bei dir nicht ganz so intensiv aus und beispielsweise dein Geruchssinn ist einfach gerade empfindlicher als zuvor. Vielleicht sind es für dich auch eher seelische Erlebnisse, welche dir eine neue Perspektive auf die Welt eröffnen.

Es erscheint mir wichtig, dass wir mit unseren Erkenntnissen, Gaben und Wahrnehmungen nicht alleine bleiben und uns miteinander austauschen. Daher lade ich dich herzlich ein, mir zu schreiben, wenn du bei dir besondere Wahrnehmungen oder Ähnliches beobachtest.

Schreib mir einfach eine E-Mail auf Hallo@GestaltungsRaeume.net, wenn du dich angesprochen fühlst oder dich mit deinen Erlebnissen in meinen Beschreibungen wiederfindest.

Ich wünsch dir weiterhin viel Klarheit und Freude auf deinem Weg zu dir selbst und über dich selbst hinaus.

Alles Liebe von Dora

Erfahrungsbericht: Bewusstseinserweiterung2018-12-19T07:21:33+02:00

Nutze deine Sinne und aktiviere deinen individuellen Kompass

Dein eigenes feines Gespür ist der Kompass, der dich zu dir selbst führt.
Erforsche deine Sinne, entdecke vergessene Nuancen und öffne deine Kanäle, um deinen individuellen Kompass zu reaktivieren.

 

Abstumpfung und einseitiger Fokus

Jeder Mensch kommt als kleines Genie ins Leben. Das frühkindliche Gehirn ist besonders im ersten Lebensjahr zu unglaublichen Aktivitäten und Entwicklungen imstande. Auch danach sind Kinder viel flexibler, präsenter und „wacher“ als Erwachsene. Sie befinden sich dann allerdings bereits auf einer steilen Kurve nach unten, die sich von Jahr zu Jahr mehr dem recht abgestumpften erwachsenen Menschen annähert.

Die in uns angelegten Potentiale gehen nie ganz verloren. Sie werden vielleicht verschüttet oder vergraben. Doch sie verschwinden nicht einfach so. Wir lassen sie in dem Maße gehen, in dem wir und im Laufe unseres Lebens selbst verraten, andere Menschen unser Leben bestimmen lassen oder den klaren und weiten Zugang zu uns selbst zugunsten anderer Wünsche einschränken.

That’s the game.

In diesem Kulturkreis lernen wir meist schon früh unsere ganzheitliche Wahrnehmungsfähigkeit zu ignorieren. Die Fünf Sinne des Riechens, Schmeckens, Hörens, Sehens und Tastens bilden den Rahmen, innerhalb dessen ein Kind lernt sich einzupassen. Der Verstand des Gegenübers entscheidet dabei, ob die Wahrnehmung eines Kindes Sinn macht oder nicht. Es wird immer mehr in die Grenzen unseres Kulturkreises gewiesen und fügt sich in den meisten Fällen der von außen verordneten Begrenzung.

 

Die Sinne erforschen

Im Volksmund ist von einem 6. Sinn die Rede, womit zumeist die Intuition gemeint ist. Die Intuition kann als innere Weisheit bezeichnet werden, die uns ermöglicht, sinnvolle Unterscheidungen zu treffen und im Einklang damit zu handeln. Für mich und mein Leben hat meine Intuition eine große Bedeutung. Sie tritt mitunter über meine Sinne in Kontakt mit mir. Doch als einen eigenständigen “Sinn” ordne ich die Intuition nicht ein.

Manche Menschen verwenden den Begriff der „übersinnlichen Wahrnehmung”, was für mich etwas abgehoben klingt. Meine Auslegung ist, dass eine mit diesem Begriff umschriebene Wahrnehmung nicht die Sinne über-schreitet, sondern die antrainierte Abgestumpftheit vieler Menschen. Das Überschreiten der weit verbreiteten Abgestumpfheit bedeutet für mich, die “herkömmlichen fünf Sinne” in ihrer Feinheit, Komplexität und Weite zu erkennen und zu nutzen.

Mein Weg ist es, mich für die unterschiedliche Ebenen unserer fünf Sinne zu öffnen. Denn jeder dieser Sinne hat vielschichtige feine Nuancen, Feinheitsgrade und Dimensionen.

 

 

Sehen

 

Ganzheitliches Sehen

Als Beispiel möchte ich einmal auf das Sehen eingehen. Die meisten Menschen können Formen, Strukturen, Farben, Licht und Schatten klar erkennen. Das Unbewusste formt daraus die räumliche Wahrnehmung.

Ich nehme visuelle Informationen wahr, die darüber hinaus gehen. Ich kann z.B. ein ganz subtiles feines Flimmern bzw. optisches Rauschen wahrnehmen. Außerdem kann ich Dinge spüren, die ich sehe. Dies lässt sich als Synästesie bezeichnen. Damit ist die “Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Bereiche der Wahrnehmung” (Wikipedia) gemeint.

Darüber hinaus kann ich innere Bilder wahrnehmen, teilweise sogar mit geöffneten Augen. Mit geschlossenen Augen sind diese Wahrnehmungen allerdings klarer und intensiver. Dabei können die Bilder vor meinem inneren Auge sowohl gegenständlich als auch abstrakt sein. Mir ist klar, dass es sich um eine andere Wahrnehmungsebene handelt und nicht um Halluzinationen, die sich von Betroffenen nicht klar von der Realtiät unterscheiden lassen.

Jeder, der sich hin und wieder an einen Traum erinnert, weiß, dass er innere Bilder wahrnehmen kann und sie zu unserer Realität gehören. Auch dann wenn sie in ihrer Symbolhaftigkeit eine andere Sprache sprechen, als wir es im Alltag gewohnt sind. Diese feineren Nuancen des Sehens werden in unserem Kulturkreis als nicht „real“ oder bedeutsam eingestuft.

In der Tat können feinere Nuancen der Sinne erst dann eine Bedeutung bekommen, wenn wir damit Erfahrungen sammeln und sie systematisch erforschen. Dafür eignet sich der Armlängentest ganz hervoragend. Denn über unser Bio-Feedback können wir mit unserem Unbewussten in Kontakt treten, um zu verstehen, was sich uns zeigt.

 

Vergessene Nuancen wiederentdecken

Ich erlebe wie wertvoll und wichtig für mich die feineren Nuancen meiner Sinne sind. Diese allmählich wiederzuentdecken, erweitert meinen Horizont und schenkt mir den Zugang zu wichtigen Erkenntnissen über mich selbst und die Welt. Je achtsamer ich Nuancen in der Lage bin wahrzunehmen und sie in mein alltägliches Leben integriere, desto klarer und weiser bin ich in der Lage zu leben und zu handeln.

Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die sich noch mit derartigen feinen Nuancen befasst haben, das feine Spüren als „esoterisches Gerede“ auffassen. Nur wer sich mangels eigener Erfahrungen dazu hinreißen lässt, ein Urteil ohne Bezugsrahmen zu fällen, kann zu dem Schluss gelangen, dass es sich bei feinen Wahrnehmungen und ihrer Bedeutung um Esoterik oder Spinnerei handelt. Jeder, der damit Erfahrungen macht, kennt den Wert einer ganzheitlichen sensiblen Wahrnehmung, die eine größere Weite zulässt.

Jeder Mensch, der sich auf den Weg begibt, seine verschütteten Kanäle wiederzuentdecken, bekommt früher oder später seinen eigenen individuellen Zugang zu wertvollen subtilen Nuancen seiner Wahrnehmung.

 

Spüren

 

Ganzheitliches Spüren

Das Wort Empfindung umschreibt für mich das ganzheitliche Wahrnehmen zumeist körperlicher Signale. Das kann z.B. ein deutliches Ziehen, Kribbeln, Drücken, oder Ähnliches sein, aber auch wie gerade in Bezug auf das Sehen beschrieben in einen feineren Bereich hinein gehen.

Ich verwende das Wort “spüren” synonym mit dem Wort „empfinden“. Wenn ich davon rede, dass ich etwas spüre, dann meine ich damit eine konkrete Wahrnehmung, die sich irgendwo in Körpernähe (innen oder außen) befindet.

Das Spüren, also das Wahrnehmen von Empfindungen ist für mein Verständnis ein Aspekt der sensorischen Wahrnehmung (Tastsinn). Wenngleich sich organische Reize oder feine energetische Wahrnehmungen im Körperinneren befinden und nicht über die Haut wahrgenommen werden.

Deutlich verwaschener wird der Begriff des Spürens, wenn Gefühle darin mit einbezogen werden. Diese sind zusammen mit den Emotionen zwar auch im Körper lokalisierbar, haben für mich aber einen anderen Ausdruck, eine andere Beschaffenheit sozusagen. Darüber werde ich gerne in einem zukünftigen Blog-Artikel einmal eingehen.

Das Spüren, das ich hier meine, ist umfassender und ganzheitlicher Ausdruck unserer Körperintelligenz.

 

Körperintelligenz

Der Körper ist ein hochintelligentes System, mit einer großen Weisheit. Er erzeugt intelligente Signale und keine beliebigen Fehlfunktionen oder Störungen. Er wählt einen individuellen Ausdruck, um mit uns in Kontakt zu treten und uns auf etwas aufmerksam zu machen.

Deshalb sind Symptombehandlungen auch so sinnlos und führen uns mehr in die Irre als uns zu helfen. Wenn eine Warnlampe in einem System beginnt zu blinken, dann macht sie auf eine grundlegende Schwierigkeit im gesamten System aufmerksam. Dieses besteht aus ganzheitlicher Sicht aus unterschiedlichen Ebenen, nicht nur der Körperebene. Die Lampe zu zerschlagen, damit sie nicht mehr blinkt, verändert gar nichts an den Ursachen im System.

Sofern diese Erkenntnis auch von der allgemeinen Auffassung in unserem Kulturkreis entfernt liegt: Was sich in oder an unserem Körper zeigt ist immer sinnvoll. Wer systematisch das Unbewusste erforscht, versteht, dass Symptome immer einen Sinn haben und zum Ausdruck bringen, dass noch etwas erkannt und geklärt werden darf.

 

Sensibilität

 

Sensibilität ist unser Potential, keine Makel

Zumeist wird es eher als Makel oder seltsame Eigenart eingestuft, wenn jemand auf seine individuelle Art und Weise sensibel ist. Dabei sind in der eigenen Sensibiltät wunderschöne Gaben und Geschenke enthalten.

Menschen, die den Zugang zu ihrer natürlichen Sensibilität zulassen, haben einen umfassenderen Zugang zu ihren Potentialen. Das wiederum ebnet ihren Weg, bei sich selbst und in ihrer eigenen Mitte anzukommen.

In der Tat können besondere Herausforderungen entstehen, wenn jemand sehr offen in seiner Wahrnehmung ist. Darüber hinaus wird der Verantwortungsbereich eines Menschen vergrößert, der einen Zugang zu seiner natürlichen Sensibilität bewahrt oder wiederentdeckt. Er trägt damit auch die Verantwortung mit der eigenen Offenheit und seinen Potentialen achtsam und weise umzugehen. Wenn diese Verantwortung nicht erkannt und gelebt wird, können die Schwierigkeiten und Herausforderungen schnell überdimensional groß erscheinen.

 

Wahrnehmungsabweichungen bei Drogen und psychischen Erkrankungen

Große Schwierigkeiten können auch dadurch entstehen, dass vergessene Kanäle künstlich geöffnet werden. Das ist beispielsweise unter Einfluss von sogenannten „bewusstseinserweiternden“ Drogen der Fall. Damit werden Erfahrungen und Zugänge eingeladen, mit denen der Einnehmende nicht umzugehen gelernt hat. Folglich ist es möglich, dass diese unter Drogen erzeugten Öffnungen zu langfristigen und dauerhaften Irritationen des Bewusstseins führen und auch unbewusste Strukturen beeinträchtigt werden. Wenn derartige Irritationen erkannt und identifiziert werden (z.B. über den Armlängentest), dann können sie mit geeigneten energetischen Frequenzen oder anderen Methoden wieder aus dem ganzheitlichen System eines Menschen gelöst werden. Daraus möglicherweise resultierende Instabilitäten können so harmonisiert und überwunden werden.

Auch der Bereich psychischer Erkrankungen, bei denen z.B. die Wahrnehmungskanäle beeinträchtigt sind, ist ein großes Forschungsfeld. Hier kann ebenfalls durch das Aufdecken und Harmonisieren der Ursachen, viel bewegt werden. Dabei möchte ich Betroffenen natürlich raten, einen Heilpraktiker oder Psychologen ihrer Wahl aufzusuchen. In der innerwise Coaches- und Mentoren-Liste, sind übrigens Heilpraktiker und vereinzelt Psychologen zu finden, die das innerwise System in ihre Praxis integrieren und dadurch eine ganzheitliche Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ermöglichen.

 

Kanäle öffnen

Wie bereits erwähnt, steckt ein großes Potential darin, die eigene ganzheitliche gesunde Wahrnehmungsfähigkeit wiederzuerlangen. Dazu können die eigenen verschütteten Kanäle wieder geöffnet werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein vom Verstand gesteuertes Leben, eine blasse und einseitige Lebensgestaltung darstellt. Auch ein auf emotionalen Dramen basiertes Leben ist einseitig und verkümmert.

Die Kunst einer ganzheitlichen Lebensgestaltung hingegen, geht mit der Öffnung der eigenen Kanäle einher. Auch wenn darauf nicht unbedingt ihr Fokus liegt.

Was kann denn getan werden, um ganz bewusst das Öffnen der eigenen Kanäle in Gang zu bringen?

 

 

1. Aufräumen

Kanäle, deren Zugang nicht offen und frei ist, sind verstopft, blockiert, verengt oder ganz verschlossen. Da liegt es nahe, zunächst einmal sauber zu machen und aufzuräumen. Dabei bewährt es sich in der Praxis, schrittweise aufzuräumen und somit allmählich wieder die Öffnung der eigenen Kanäle zu ermöglichen.

Mein liebstes inneres Aufräumwerkzeug ist derzeit das Spiel Dare to B’Riched. Dieses kannst du dazu verwenden, dich selbst oder einzelne „verstopfte“ Bereiche deines Lebens systematisch zu analysieren, wertvolle Erkenntnisse daraus mitzunehmen und Blockaden zu lösen. Anschließend kannst du mit Hilfe konkreter „To Do’s“ sinnvolle Muster ins eigene Leben integrieren.

Wenn du dieses wunderschöne Spiel kennenlernen möchtest, darf ich es als zertifizierter Dare Guide an einem eintägigen Dare Day Workshop für dich erlebbar machen. So kannst du dir einen intensiven Aufräum- und Erkenntnistag gönnen und den Umgang mit Dare to B’riched erlernen. Neben mir gibt es im gesamten deutschsprachigen Bereich viele weitere Dare Guids, die Dare Days in deiner Region anbieten.

Natürlich kannst du auch intuitiv und ohne System dein inneres Aufräumen angehen.

 

2. Selbstannahme

Im aufgeräumten Zustand ist das Leben leichter und angenehmer. Dadurch fühlst du dich immer mehr bei dir selbst zu Hause und löst dich allmählich aus Abhängigkeiten sowie Macht- und Kontroll-Strukturen.

Du lernst dich mehr und mehr so zu nehmen, wie du wirklich bist. Damit hörst du auf, dich für andere zu verbiegen oder zu verraten. Je umfassender deine Selbstannahme ist, desto mehr kannst du Facetten von dir reintegrieren, die zu deiner natürlichen Sensibilität gehören. Du erlaubst dir wieder wahrzunehmen, was andere (mit verstopften Kanälen) nicht wahrnehmen können.

 

Vertrauen

 

3. Vertrauen

Der nächste Schritt ist, dir selbst wieder mehr zu vertrauen. Denn auch wenn du wieder in der Lage bist, feine Wahrnehmungen zuzulassen, heißt das nicht, dass du diese vertrauensvoll für dich und dein Leben nutzt.

Du kennst das sicherlich: Du spürst etwas und hast eine Ahnung, die du nicht begründen kannst. Du schenkst deinem Gespür jedoch wenig Aufmerksamkeit. Anschließend merkst du, dass du mit deiner Ahnung richtig lagst. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn du ihr nicht gefolgt bist und ihr nicht vertraut hast.

Wie kannst du dein Selbstvertrauen verstärken?
Vor allem durch Erfahrungen. Du darfst dich immer wieder neu darauf einlassen, dein feines Gespür zu beobachten. So wirst du mit der Zeit feststellen, dass es durchaus weise ist, dieses für dich zu nutzen und ihm immer wieder Vertrauen zu schenken.

Bei diesem Prozess des Einlassens wird es möglicherweise einschneidende tiefe Erlebnisse und Aha-Effekte geben. Besonders dann, wenn du immer wieder bereit dazu bist zu erkennen, dass deine innere Weisheit über deine Sensibilität in Kontakt mit dir tritt und dir ungeahnte Wege eröffnet.

 

4. Präsenz / Achtsamkeit

Je weniger du in deinem Alltag „verstreut“ bist und wirklich in dir selbst präsent und gegenwärtig bist, desto mehr kannst du all das bewusst wahrnehmen, was dir in jedem Moment zugänglich ist. Du brauchst im Grunde nicht mehr dafür tun, als präsent und offen zu sein.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich allerdings sagen, dass dies, so einfach es auch klingt, eine ziemliche Herausforderung ist. Doch die Herausforderung liegt eigentlich gar nicht darin präsent zu sein, sondern viel mehr darin, so weit aufzuräumen, anzunehmen und zu vertrauen, dass daraus eine natürliche Präsenz entsteht.

Du kannst Präsenz nicht durch eine bestimmte Übung oder Konzentration erreichen. Du kannst dich ihr aber Schritt für Schritt annähern, je mehr du auf dem Weg der ganzheitlichen Klärung fortschreitest.

Falls du aber doch eine bestimmte Übung dazu haben möchtest, dann versuch es damit: Tu so oft und konsequent wie möglich das, was dir wirklich Freude macht. Denn dabei bist du ohne Anstrengung präsent und im Flow. So können Flow und Präsenz in deinem Leben immer weiter wachsen.

 

Heilung durch Öffnung

Je mehr deine Kanäle wieder offen und frei sind, desto mehr bist du wieder mit deinen eigenen Potentialen und Gaben verbunden. Eine Gabe, die beispielsweise jeder Mensch besitzt sind seine Selbstheilungskräfte. Diese sind umso intensiver und umfassender, je offener und freier dein eigenes ganzheitliches System ist.
Auch das mag esoterisch klingen für den, der mangels eigener Erfahrungen eine Schublade sucht, in die er diese eher unkonventionelle Perspektive einordnen kann.

Für mich ist das „heil sein“ ein Ausdruck umfassender Integrität und einer ganzheitlichen Lebensweise. Die großartige Funktion von Krankheit liegt darin, uns darauf aufmerksam zu machen, dass es etwas zu erkennen, zu verstehen, zu harmonisieren oder umzusetzten gibt. Auch wenn Kranksein viele Schwierigkeiten, Leid und Schmerzen mit sich bringt, lade ich dich ein, die Geschenke darin nicht außer Acht zu lassen, sie anzunehmen und für dich und deinen Weg zu nutzen.

 

Dein Weg

 

 

Deinen Kompass aktivieren

Durch das Öffnen deiner Kanäle wird für dich wieder unmittelbar erfahrbar, wo du gerade stehst. Du bemerkst immer feiner und genauer, wo gerade in dir Unstimmigkeiten sind. Du nimmst mehr und mehr auch kleinere Abweichungen von deinem Weg wahr. Durch eine immer umfassendere Bewusstheit, erfährst du mit all deinen Sinnen die Richtung deines individuellen Kompasses. Vermutungen oder Spekulationen gehören zur Vergangenheit, wenn durch das eigene Erleben ein tiefes Verständnis für dich selbst entsteht.

Deine Kompassnadel bist du selbst mit all deinen Sinnen, Erfahrungen und Erkenntnissen. Je präziser und vielschichtiger du dich selbst wahrnehmen kannst, desto mehr erkennst du deine eigene Richtung. Mit dieser Bewusstheit lernst du, jede Entscheidung und Facette deines Lebens an deinem eigenen Maßstab auszurichten. Dabei dienen dir gleichgesinnte Menschen als Inspiration, nicht aber als Wegweiser.

Denn nur wenn du selbst dein eigener Wegweiser bist, kannst du dein eigenes Gespür Schritt für Schritt vergrößern, deine Richtung erkennen und lässt dich nicht mehr auf Abwege führen. Dann kannst du vertrauensvoll deinem eigenen Kompass folgen, bis du ganz in deiner Mitte und bei dir selbst ankommst.

 

 

Nutze deine Sinne und aktiviere deinen individuellen Kompass2018-12-18T13:12:53+02:00

Fragen reifen lassen & Antworten empfangen – Verantwortung leben

In diesem Artikel geht es um Fragen, Antworten und damit zusammenhängende Themenbereiche. Fragen zu stellen bedeutet, sich zu öffnen und frei zu machen. Es bedeutet, Möglichkeiten zuzulassen und Altbekanntes loszulassen. Daher kann die Bewusstwerdung innerhalb dieses grundlegenden Themas, etwas im eigenen Leben in Bewegung bringen.

 

Offene Grundhaltung

Kleine Kinder nehmen die Welt wie ein großes Abenteuer wahr, in dem sie täglich neuen Rätseln und  Fragen begegenen. Warum verlieren so viele „Erwachsene“ diese offene und freie Haltung dem Leben gegenüber? Warum entwickeln sie stattdessen starre und begrenzende Strukturen und Konzepte?

Hören sie deshalb auf Fragen zu stellen, weil sie tatsächlich schon so viel wissen und im Laufe der Zeit Antworten auf all ihre Fragen gefunden haben?

Oder geben sie einfach auf, begnügen sich mit Floskeln und einer gewissen Abgestumpfheit im Geiste?

 

Der Fragendschungel

Ja, das elterliche und schulische Umfeld vieler junger Menschen bietet meist nur mangelhafte Unterstütztung beim Voranschreiten durch den eigenen Fragendschungel. Doch jeder Mensch kann selbst sein Bewusstsein schärfen und zum eigenen Wohle einbringen. Wer das erkennt, kann es als Werkzeug auf seinem Weg durch den Dschungel weise einsetzen.

 

Fragendschungel

 

Egal wie wiedrig die äußeren Umstände zu sein scheinen, wer ist für das Bewältigen der eigenen Fragen zuständig?

Vielleicht klingt es in der Theorie ganz einleuchtend, dass jeder selbst dafür die Verantwortung trägt, seine Offenheit und geistige Beweglichkeit beizubehalten. Doch warum gelingt das in der Praxis nur so wenigen?

Ganz ehrlich: Ich kann mir viele Gründe dafür denken, doch ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass es faszinierende Menschen gibt, die sich selbst während ihrer kindlichen Entwicklung und sogar im Erwachsenenalter weitgehend treu bleiben. Diese Menschen bahnen sich unbeirrt den Weg durch den eigenen Fragendschungel und dürfen dabei kostbare Schätze entdecken.

Es gibt diese Menschen in allen „Schichten“. Sie leben unter förderlichen oder unter widrigen Umständen, im herausfordernden oder unterstützenden Umfeld. Die Möglichkeit diesen Weg zu beschreiten, hängt also offenbar nicht von äußeren Umständen ab.

Dennoch stellen äußere Umstände eine der meist genannten Ausreden dar, warum Menschen sich nicht aufmachen, ihren individuellen Weg eigenverantwortlich zu beschreiten. Warum hält sich diese Ausrede so hartnäckig?

 

Unterschätzte Kräfte

Was ich beobachte ist, dass alles, was mit den Drama-Spielen des Lebens zusammenhängt (siehe Blog-Artikel: Opfer, Täter, Retter – Aussteigen aus dem Drama) von nicht zu unterschätzenden Kräften genährt wird. Ja, seiner Vergangenheit oder anderen Menschen und Umständen „die Schuld“ an Unpässlichkeiten des eigenen Lebens zu geben ist eine beliebte Drama-Variante. Es badarf Mut und Standhaftigkeit, sich diesen Kräften zu widersetzen. Vor allem wenn sie – wie das tatsächlich häufig der Fall ist – noch eine zentrale Rolle im eigenen Leben spielen.

Darüber hinaus gibt es eine Kraft, die noch weitaus mehr unterschätzt wird: Die Kraft der eigenen reinen Quelle. Die Kraft deiner Essenz, deines ursprünglichen Wesens, deines reinen Vertrauens, deiner vollkommenen Liebe zu dir selst und zum Leben. All das ist in dir, auch wenn du vielleicht vergessen hast, wo sich die Zugangstore in diese Räume befinden. Vielleicht ist für dich dann ein wichtiger Schritt auf dem Weg durch deinen individuellen Fragendschungel, nach dem Zugang zu diese Räume zu fragen.

 

Quelle

 

Sich ganzheitlich seinen Fragen stellen

Das Fragenstellen wird weitläufig als mentaler Vorgang aufgefasst. Das was ich in diesem Artikel meine, wenn ich vom Fragenstellen schreibe, geht allerdings über ein verstandeslastiges umherwälzen hinaus.

Das was ich damit meine ist, sich auf allen Ebenen zu öffnen und im wahrsten Sinne des Wortes sich den Fragen zu stellen, die das Menschsein mit sich bringt.

Dabei ist nicht nur der Verstand beteiligt, also deine mentale Ebene, sondern alle Aspekte, die dich als Menschen ausmachen. Eine Beschreibung dazu, was ich mit “ganzheitlich” meine, kannst du dir in meiner Podcast Folge 001 Ganzheitlich – Acht Ebenen anhören.

Nun möchte ich dich dazu einladen, selbst zu entdecken und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven heraus zu stellen. Stelle dir einmal eine Frage mit der Intention, sie rein aus dem Verstand heraus zu stellen. Danach stelle dir die gleiche Frage mit der Intention, sie ganzheitlich aus allen Ebenen heraus zu stellen, die dich als Mensch ausmachen. Alleine deine Intention kann dabei einen entscheidenden Unterschied ausmachen. Kannst du einen Unterschied wahrnehmen?

 

Die Frage formt die Antwort

Das hört sich vielleicht platt und einfach an, doch nur derjenige kann Antworten für sich und sein Leben bekommen, der die richtigen Fragen stellt. Ohne Frage keine Antwort, so einfach ist das. Eine reife, weite Frage zu stellen, ist im Grunde  einer der wenigen nötigen und sinnvollen Schritte, der aktiv gegangen werden kann.

Denn wie du noch weiter unten im Text erfahren wirst, geht es beim Erhalten von Antworten um das Empfangen und Zuhören, einer eher passiven Haltung also. Erst bei der Integration und Umsetzung dessen was die Antwort an neuen Erkenntnissen mit sich bringt, ist wieder das eigenverantwortliche aktive Handeln im eigenen Leben gefragt.

An wen oder was richten sich ganzheitlich gestellte Fragen?

Wenn du wirklich weite Antworten bekommen möchtest richtest du deine Fragen an deine innere Weisheit, deine reine Essenz und Quelle.

Eine Frage kann nie auf der Ebene gelöst werden, auf der sie gestellt wird. Dennoch bestimmt die Qualität und Weite deiner Fragen die Qualität und Weite der Antworten, die du bekommst.

 

Armlängentest, Heilapotheke

 

Der Armlängentest als simpler Einstieg

Der kinesiologische Armlängentest nach Raphael van Assche kann zum Einstieg genutzt werden, um sich Schritt für Schritt wieder für die eigenen tiefen Fragen zu öffnen. Wenn du den Armlängentest noch nicht kennst, kannst du in diesem Artikel mehr darüber erfahren.

Beim Armlängentest handelt es sich um eine Möglichkeit (neben vielen anderen), um Biofeedback vom eigenen Körper zu erhalten und zwar auf eine klar verständliche Art und Weise. Was Biofeedback ist? Es sind die Signale und sozusagen Antworten, die unser Körper uns tagein tagaus gibt. Allein ein Gedanke oder eine Vorstellung genügen, um biochemische Reaktionen im Körper auszulösen. Diese stellen sein Feedback auf Impulse dar, die von innen oder außen in unser System gelangen.

Beispielsweise in Verbindung mit der kleinen Heilapotheke kann der Armlängentest genutzt werden, um wieder einen Zugang zu grundlegenden klaren Lebensfragen zu bekommen. Auch hierbei handelt es sich nur um eine von vielen Möglichkeiten. Ich selbst habe mit dem Armlängentest und der kleinen Heilapotheke einen schönen Wiedereinstieg in das Abenteuer meines individuellen Fragendschungels erfahren.

Es ist nicht nötig ein System zu nutzen, um wieder mehr Tiefe und Weite in die eigenen Fragen hineinzubringen. Doch es kann für diejenigen, die sich derzeit nicht zutrauen, sich ihren Weg ganz ohne anregende Impulse bahnen zu können, eine schöne und einfache Möglichkeit sein.

 

Zeit und Raum

Mit der Öffnung für unsere Fragen geben wir ihnen Raum in uns. Was sie darüber hinaus benötigen ist Zeit. Zeit zu reifen, Zeit sich in uns zu entfalten, auszudehnen, über sich selbst und letztenendes über das, was wir aktuell sind, hinaus zu wachsen.

Wenn wir uns innerhalb unseres tagtäglichen Lebens immer wieder Zeit und Raum geben für unsere Fragen, dann geben wir unterstützende Signale in unser Inneres. Der Raum für Antworten entsteht da, wo Raum für Fragen besteht. Unsere Antworten suchen sich selbst den optimalen Zeitpunkt, wenn wir ihren Raum achtsam halten.

Welche sind deine aktuellen Fragen und wie viel Raum gibst du ihnen?

 

Auf allen Kanälen empfangen

Da Frage und Antwort einander bedingen, kann der eigene Fragenreichtum nur dann wiederentdeckt werden, wenn gleichsam eine Öffnung für das Empfangen von Antworten stattfindet.

Eine empfangende Haltung einzunehmen, heißt einmal ganz von all dem „wollen“ deines Lebens und deiner Themen loszulassen. Für mich ist es ein ganz ruhiger, liebevoller, meditativer Zustand, in dem ich meinem „Ich“ erlaube in den Hintergrund zu treten. Damit entsteht Raum für das, was durch das Zulassen einer Frage bereits in dir vorhanden ist: Deine individuelle Antowort.

 

Für jede Frage, die gestellt wird, ist bereits eine Antwort in dir vorhanden.

Was hier Verwirrung schaffen kann, ist die Erwartung, dass die Antwort sich in einem fertig ausformulierten Gedanken oder Satz zeigen muss. Dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Wenn du dich nur auf Sätze bzw. sprachliche Inhalte fokussierst, verschließt du andere Kanäle in dir, die Teil deiner Antwort sein können.

Du kannst Antworten in Bildern, Formen, Klängen, Empfindungen, Wahrnehmungen, Erlebnissen, Geschichten, Phantasien, Träumen oder mir selbst unbekannten Kanälen erhalten. Je weniger Erwartungen du an die Beschaffenheit deiner Antwort stellst, desto mehr wirst du hier entdecken können.

Falls du damit neues Terrain betrittst, habe ich dir für den Einstieg eine kurze Meditation aufgenommen:

 

 

Wenn du dich in deinem “Raum des Empfangens” bereits etwas vertrauter fühlst, kannst du dich zum Beispiel mit deinen Fragen in diesen Raum hineinbegeben. Es klingt ein wenig paradox sind mit Fragen in einen Raum zu begeben, in dem du ohne Erwartungen verweilst. Doch so paradox ist das nicht, wenn es dir gelingt sogleich von deinen Fragen loszulassen.

Antworten erscheinen, wenn du sie nicht erwartest und in einer Gestalt, die du erforschen und entdecken darfst.

Jede Antwort bringt uns weiter. Die mit Fragen und Antworten einhergehende Erkenntnis und Bewusstheit bringt den Wachstumskreislauf eines gesunden Systems in Bewegung. Jede Herausforderung des Lebens bringt Fragen mit sich. Wenn diese wirklich klar und treffend erfasst werden, sind stets auch Antworten vorhanden.

 

Hindernisse deiner individuellen Antworten

Vielleicht stößt du beim Erforschen deines Fragendschungels auf Fragen, zu denen dir einfach keine Antwort kommen mag. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Ich gehe in den folgenden Absätzen nur auf einige davon ein.

Vielleicht ist die Fragestellung noch nicht klar genug und du darfst erst noch wichtige Erfahrungen machen, um selbst auf eine klarere Fragestellung zu kommen.

Vielleicht bist du aber auch noch nicht bereit, die Antwort wahrzunehmen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sie dich aus deiner Komfortzone hinaus bringen würde. Dann kann es sein, dass du es mehr oder weniger unbewusst vermeidest, deine Antwort wahrzunehmen. Hier kann es sehr wertvoll sein, sich Unterstützung zu holen oder innerhalb einer Arbeitsgruppe oder eines ähnlichen Rahmens den Blick und die Weite anderer Menschen hinzuzuziehen. Zumindest wenn du auch wirklich bereit bist, dich deinen eher unbequemen Antworten zu stellen.

 

Hindernisse

 

Eine weitere Mögilchkeit ist, dass du Fragen stellst, die gar nicht wirklich deine eigenen sind. Es kann sein, dass du dich noch mit Fremdem und Falschem in dir identifiziert bist und dir deshalb der Zugang zu DEINEN Fragen erschwerst.

Hier gibt es viele Möglichkeiten, um dein Selbst wieder mit deiner ursprünglichen Identiät, deinem Klang und deiner Seele zu erfüllen. Eine davon ist das neue innerwise-Spiel Dare to B’Riched. Damit kann umfassend erkannt und geklärt werden, was wirklich zu dir gehört. So kannst du Schritt für Schritt wieder zu dir kommen und erhältst dadurch auch wieder Zugang zu deinen eigenen Fragen.

 

Unreine Quellen

Es kann auch sein dass du bewusst oder unbewusst noch andere Quellen für deine Antworten neben deiner eigenen reinen Quelle zulässt. Dann bekommst du möglicherweise widersprüchliche Antworten, die dich mehr verwirren als auf deinem Weg zu unterstützen.

Wenn du mit dem Armlängentest vertraut bist, frage einmal nach der Anzahl deiner Quellen. Hast du nur eine reine Quelle? Falls du mehrere Quellen hast, ist deine eigene reine Quelle auch eine davon? Oder handelt es sich bei allen um „unreine“ Quellen? Damit sind Quellen gemeint, die dich nicht wirklich nähren und dein inneres Wachstum blockieren, statt zu fördern. Welche sind deine „unreinen“ Quellen und seit wann bist du mit ihnen verbunden?

Wenn du erfasst hast, was durch dich wirkt, seit wann und damit verbundene Erfahrungen dankbar annimmst, kannst du dich von deinen unreinen Quellen verabschieden. Möglicherweise kann es hilfreich sein, dir für das Identifizieren und Auflösen unreiner Quellen Unterstützung zu holen oder den Umgang mit dem bereits erwähnten Spiel Dare to B’Riched zu erlernen.

 

VerAntwortung

Interessanterweise beinhaltet das Wort „Verantwortung“ in seinem Kern das Wort „Antwort“. Und tatsächlich ist es so, dass wir sobald wir eine Antwort erhalten, auch wenn uns diese nicht gefällt oder wir damit nicht viel anfangen können, die Verantwortung einer größeren Bewusstheit tragen.

 

Verantwortung

Mit dem Erhalten einer Antwort, steigt unsere Verantwortung.

Verantwortung wofür? Die Verantwortung, neue Erkenntnisse aus unseren Antworten, integer in unserem Leben zum Ausdruck zu bringen. Demnach ist die Integration unserer Erkenntnisse unsere Verantwortung und zwar immer wieder von Neuem. So wächst unsere Verantwortung mit unserer Bewusstheit.

Wir können versuchen uns selbst zu bescheißen. Wir können so tun, als sei die Antwort nicht existent oder es nicht wert, Teil unseres Lebens zu werden. Doch dies wird uns auf Dauer belasten und von unserem eigentlichen Weg abbringen. Wo wir vor einer wichtigen Antwort noch auf unserem stimmigen Lebensweg gingen, können wir mit einer verdrängten Antwort nicht mehr unbeschwert weitergehen. Selbst wenn wir versuchen, uns das einzureden.

 

Fragen stellen ist gefährlich

Das Fragenstellen verursacht… Antworten. Wenn unbequeme Antworten kommen, kann das Fragenstellen als „gefährlich“ angesehen werden. Antworten können unser Leben erschüttern und alles auf den Kopf stellen. Wenn du Bewegung und grundlegende Veränderungen in deinem Leben vermeiden möchtest, dann stell lieber keine Fragen.

Sobald du deine Fragen präzise stellst, warten Antworten darauf, von dir entdeckt zu werden. Es ist dann deine Aufgabe, ihnen den Raum zu geben, sich dir zu zeigen. Und wenn sie sich dir erst einmal gezeigt haben, wird dein Leben nicht mehr genau so sein können wie zuvor.

Vielleicht spüren viele Menschen, was es wirklich bedeuten würde, sich ihren Fragen zu stelllen. Daher braucht es erst einmal eine Portion Mut, um sich wieder zu erlauben, tiefere Fragen ans Licht zu holen. Die erste Hürde ist, sich wieder in die offene Grunhaltung hinein zu begeben, mit der jeder Mensch zur Welt kommt. Denn das heißt unter anderem, seine Bequemlichkeit und die scheinbare Sicherheit des Bekannten loszulassen. Es heißt auch sich im Ozean des Lebens ohne festen Boden unter den Füßen zu erkennen. Doch auf der anderen Seite heißt es auch wieder Vertrauen in den eigenen „Flow“ zu gewinnen und möglicherweise schon vergessene Qualitäten des Lebens wiederzuentdecken.

 

Mit unseren Fragen reift unsere Verantwortung

Wie bereits erwähnt ist jede Frage sozusagen der Auslöser für eine Antwort und diese wiederum der Auslöser für mehr Verantwortung.

Je reifer unsere Fragen werden, desto mehr reift auch unsere Verantwortung. Dabei kann das, was es bedeutet Verantwortung zu tragen, ganz unterschiedlich aufgefasst werden.

Verantwortung schenkt uns Möglichkeiten. Verantwortungsarme Menschen, haben einen relativ kleinen Gestaltungsraum. Verantwortungsvolle Menschen, die wirklich für die Fülle ihrer gesunden menschlichen Verantwortung bereit sind, haben hingegen einen enormen Gestaltungsraum.

Es ist nicht jedermanns Sache, „überdimensional“ zu leben und zu gestalten. Wer sich dazu entschließt, aus den Vollen zu gestalten und zu wirken, der wird für einige netten Dinge im Leben womöglich nicht mehr viel Zeit und Raum haben. Er darf lernen, mit mehr als den herkömmlichen Herausforderungen des Lebens klarzukommen.

 

Volle Verantwortung?

 

Auf der Schwelle ins volle Leben

In diesen Zeilen beschreibe ich mehr ein Gefühl und eine Ahnung als meine eigene Erfahrung. Wahrscheinlich befinde ich mich gerade irgendwo auf der Schwelle ins volle Leben. Von hier aus erahne ich, was es bedeutet diesen Weg weiterzugehen.

Ich erlebe, dass ich immer mehr loslassen darf, von dem was ich bisher in meinem Leben als nette Dinge oder Tätigkeiten empfand. Dieses Loslassen zeigt sich mir umso mehr als Bereicherung, desto klarer und intensiver ich fortführe, was mich von innen her wirklich nährt und begeistert.

Ich sehe deutlich, dass es für mich noch einiges loszulassen und aufzuräumen gibt, bevor ich ganz im vollen Gestaltungsmodus ankomme. Das geschieht erst dann, wenn ich wirklich auf allen Ebenen bereit dazu bin und mit neuen dadurch entstehenden Herausforderungen umgehen kann. Alles zu seiner Zeit. Meine Fragen dürfen bis dahin noch reifen.

Wie reif empfindest du deine Fragen (und gleichsam deine Antworten)? Wo zwischen verantwortungsarm und überdimensional verantwortungsvoll siehst du dich? Kannst du dir vorstellen, noch mehr gesunde Verantwortung zu übernehmen? Wenn ja, warum? Wenn nein, was hält dich davon ab?

Ich hoffe, du kannst durch den Blick auf deine Fragen und Antworten deinen Weg einmal aus einer anderen Perspektive betrachten. Nun wünsche ich dir weiterhin viel Offenheit und Mut dabei, die Fragen zu stellen, die dich gerade weiterbringen, wenn es das ist, was du wirklich möchtest.

Alles Liebe von Dora

 

 

Fragen reifen lassen & Antworten empfangen – Verantwortung leben2018-12-18T13:14:35+02:00

Dein eigener Wert ist unantastbar

Ein niedriges Selbstwertgefühl hindert uns daran, mutige Schritte auf dem Weg in ein authentisches Leben zu gehen. In diesem Artikel gehe ich auf diesen Aspekt der eigenen Selbst-be-Wertung näher ein. Damit möchte ich Menschen Mut machen, die ihren Selbstwert noch nicht ganz annehmen können, sich ihm Schritt für Schritt wieder anzunähern.

 

Stolpersteine

Auf dem Weg in ein authentisches Leben gibt es einige Stolpersteine, die uns herausfordern. Manche davon erscheinen uns vielleicht unüberwindlich. Doch wenn wir jeden Tag nur ein bisschen etwas dafür tun, unseren Herausforderungen konstruktiv zu begegnen, werden wir sie auf kurz oder lang bewältigen!

Das große Thema Selbstwert ist einer dieser Stolpersteine.

 

Unser Selbstbild aus Sicht der Psychologie

Menschen kommen nicht mit einem geringen Selbstwertgefühl zur Welt. Es handelt sich hierbei um eine Be-Wertung, die sich erst Laufe des Lebens entwickelt.

Unser Selbstbild und die damit verbundenen Selbst-Bewertungen, werden durch unterschiedliche Faktoren geprägt. Eine ganz wesentliche Rolle spielen dabei unsere Bezugspersonen in der Kindheit. In den meisten Fällen übernehmen Kinder die Haltung ihrer Bezugspersonen. Wenn sie in einem Umfeld groß werden, in dem sie konstant kritisiert und zurechtgewiesen werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr Selbstwertgefühl dadurch beeinflusst wird.

Ein geringes Selbstwertgefühl entsteht häufig, wenn jemand nicht dem Idealbild entsprochen hat, das wichtige Bezugspersonen in seinem Leben von ihm hatten. Das bedeutet aber nicht, dass er tatsächlich einen geringeren Wert hast als andere!

 

Selbstbild

 

Wann ist ein Mensch wertvoll?

Was macht den Wert eines Menschen aus? Gibt es Menschen die wertvoller sind als andere?

Viele Menschen machen ihren eigenen Wert abhängig von Leistungen, Verhaltensweisen oder einem bestimmten Beziehungsstand. Sie versuchen ihrem Umfeld und sich selbst gegenüber, ihren Wert zu beweisen. Oder sie streben danach, ihn sich zu verdienen.

Doch was sie wirklich suchen, liegt in ihrem Inneren. Der Wert eines jeden Menschen, ist immer gleich groß und ist unantastbar. Doch es kann sein, dass es noch Wichtiges zu erkennen und klären gibt, bevor jemand wirklich wieder bereit ist, zurück zu seinem vollen Wert zu gelangen.

 

Die Berücksichtigung weiterer Ebenen

Im vorletzten Absatz habe ich kurz angerissen, wo aus der Sicht der modernen Psychologie häufige Ursachen eines geringen Selbstwertgefühls liegen.

Da ich kein Psychologe bin, sondern Coach, der mit einem ganzheitlichen System arbeitet, das noch weitere Ebenen als real und wirksam anerkennt, möchte ich an dieser Stelle den Blick auf das Thema noch etwas weiten.

Für mich unterscheiden sich die mentale, emotionale, seelische und die energetische Ebene deutlich voneinander. Auf mentalen Ebene geht es um die Denkweise eines Menschen. Auf der emotionalen Ebene um Gefühle. Wenn der Ursprung des Themas „geringes Selbstwertgefühl“ bei einem Menschen auf diesen Ebenen liegt, dann macht die Perspektive der Psychologie Sinn.

Wenn allerdings der Ursprung des Themas auf der seelischen oder energetischen Ebene liegt, dann sollte es auf diesen Ebenen angeschaut und geklärt werden.

 

Seelische Ebene

 

Die seelische Ebene

Auf der seelischen Ebene zeigen sich Themen, die einen tieferen Sinn für dich und deine Lebensaufgabe haben. Es kann sein, dass jemand ein Selbstwert-Thema entwickelt, um wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse für seinen Lebensweg zu sammeln.

Ich gehe davon aus, dass die Seele eines Menschen nicht beliebig in irgendeinem Körper landet, sondern dass vor der Geburt ein Bewusstsein auf der seelischen Ebene vorhanden ist. Dieses Bewusstsein wählt einen Körper und ein Umfeld, die ihm ermöglichen, bestimmte Erfahrungen zu durchleben.

Diese Perspektive bedeutet für mich nicht, dass jemand „selbst Schuld“ ist, an seinem Schicksal, an seinen Themen und Herausforderungen. Es bedeutet für mich nur, dass es noch einen tieferen Sinn hinter dem gibt, was wir erleben. Insbesondere dann, wenn die seelische Ebene eine Rolle spielt.

Ob das bei einem individuellen Selbstwert-Thema tatsächlich der Fall ist, lässt sich schnell und unkompliziert mit dem Armlängentest herausfinden.

 

Die energetische Ebene

Die energetische Ebene bezeichnet einen weiteren Aspekt der Realität. Hier liegt der Ursprung sehr vieler Themen. Das wird ebenfalls deutlich, wenn wir das Unbewusste eines Menschen mit Hilfe des Armlängentests befragen.

Auf dieser Ebene wirken Kräfte, die den energetischen Hintergrund unseres Lebens, unser Energiefeld, beeinflussen. Hier spielt sich ab, was wir sonst nur aus Science Fiction kennen. Doch wenn wir uns darauf nicht sensibilisieren, bekommen wir kaum etwas davon mit. Wir können auf dieser Ebene Instrumente für unreine, manipulative Systeme werden oder aber in unseren ureigenen Fluss zurückfinden.

 

Energetische Ebene

 

Eine energetische Klärung bedeutet nicht, dass wir fortan die anderen Ebenen nicht mehr berücksichtigen müssen. Sie hilft uns dann, wenn unsere größten Stolpersteine auf dieser Ebene liegen. Dann können mit Hilfe von energetischer Klärung Bedingungen für effektives Voranschreiten gelegt werden.

Darüber hinaus können bei jedem Lebensthema auch die strukturelle, biochemische, rhythmische oder unbekannte Ebene eine Rolle spielen, auf die ich in Bezug auf das Thema Selbstwert nicht weiter eingehen möchte.

 

Niedriges Selbstwertgefühl – ein kulturelles Phänomen

Neulich las ich eine Erzählung über ein Interview, das der Dalai Lama im Jahr 1990 gegeben hat. Er wurde danach befragt, wie Menschen unterstützt werden können, die ein niedriges Selbstwertgefühl haben. Bevor er eine Antwort auf diese Frage geben konnte, tauschte er sich sehr lang mit seinem Übersetzter aus, denn der Begriff „niedriges Selbstwertgefühl“ existiert offenbar im Tibetischen nicht.

Schließlich sagte er: „Wie können sie sich selbst nicht mögen, wo sie doch Buddha-Natur besitzen?“

In seinem Weltbild besitzt jeder Mensch eine ihm innewohnende, unsterbliche Essenz. Er erkennt in jemen Menschen seinen transzendenten Kern, etwas das viel größer und umfassender ist als das, womit die meisten Menschen in unserem Kulturkreis identifiziert sind. Aus dieser Perspektive, ergibt es überhaupt keinen Sinn, dass jemand, der doch diesen wundervollen Wesenskern besitzt, sich selbst einen geringen Wert zuschreibt.

 

Selbstwertgefühl

 

Was hindert uns daran, die eigenen Muster zu überwinden?

Was hindert uns daran, uns selbst neu zu be-werten bzw. unseren wahren Wert zu erkennen?

Je nachdem wo der Ursprung eines individuellen Selbstwert-Themas liegt, können es ganz unterschiedliche Schmerzpunkte oder Irritationen sein, die uns daran hindern, in unseren ureigenen Selbstwert zurückzufinden.

Wie oben beschrieben kann die Ursache für dieses herausfordernde Thema auf einer oder mehreren von acht Ebenen liegen: Auf der..

  1. strukturellen Ebene,
  2. biochemischen Ebene,
  3. rhythmische Ebene,
  4. mentalen Ebene,
  5. emotionalen Ebene,
  6. seelischen Ebene,
  7. energetischen Ebene, oder
  8. auf der unbekannten Ebene.

Mit Hilfe des Armlängentests lässt sich schnell klären, welche Herangehensweise im jeweiligen Fall wirklich Sinn macht.

Unser Unbewusstes weiß am besten, was aktuell angeschaut und geklärt werden sollte. Daher kann es auch mal sein, dass es erst einmal der Klärung und Bearbeitung anderer Themen bedarf, bevor ein Selbstwert-Thema effektiv angegangen werden kann. Alles ist möglich, je weniger wir uns an starren Vorstellungen festhalten, desto eher werden wir in der Lage sein, auf unserem Weg weiterzukommen.

 

Was kann dir helfen, dein Selbstwertgefühl zu stärken?

Nachdem das individuelle Selbstwert-Thema angeschaut, sein Ursprung erkannt und eine ganzheitliche Klärung in Gang gebracht wird, können ganz unterschiedliche „To Do’s“ eine Unterstützung darstellen.

 

unantastbar

 

Hier gebe ich dir ein paar Beispiele für Übungsbereiche, die bei einem Selbstwert-Thema hilfreich sein können:

  • Die Verantwortung für unser Leben in Hier und jetzt übernehmen und aktiv die Gestaltung unseres Lebens/Selbstwertgefühls in die Hand nehmen
  • Fortan den Fokus mehr auf das Positive in deinem Leben zu richten
  • Selbstverurteilung/ gedankliche Bewertungen erkennen und verändern
  • Das Gute im Schlechten erkennen
  • Das eigene Selbstbewusstsein vergrößern (die Bewusstheit über dich selbst)
  • Innenschau
  • Deine Werte erkennen
  • Die eigenen Stärken und Schwächen kennen und annehmen
  • Deine Erfolge anerkennen
  • Selbstfürsorge praktizieren
  • Dir ein förderliches Umfeld schaffen
  • Bedürfnisse wahrnehmen und dementsprechende handeln
  • Die eigenen Grenzen kennen und vertreten
  • Sich Zeit für sich selbst nehmen

 

Verbindung zu deinem unberührten Selbstwert

Vielleicht spielt das Thema Selbstwert in deinem Leben keine so große Rolle. Dennoch kann es dir gut tun, die Verbindung zu deinem reinen und unberührten Selbstwert zu verstärken.

Wenn du ein spürbar geringes Selbstwertgefühl hast und du damit weiterkommen möchtest, hilft es dir möglicherweise, dir täglich dafür Zeit zu nehmen. Nimm dir Zeit, um dich mit dem zu verbinden, was der Dalai Lama als Buddha-Natur bezeichnet: Deine ureigene reine Quelle. Je nachdem wie für dich das Wort belegt ist, kann es auch als das „Göttliche in dir“ bezeichnet werden.

Ich habe eine etwa zehnminütige Meditation aufgezeichnet, die dich dabei anleitet über den Atem in dein reines großes Selbst zu finden, um dich von dort aus wieder mit deinem Selbstwert zu verbinden.

Wenn du Lust hast, probiere sie einmal aus, um den Kontakt zu deinem ureigenen vollkommenen Selbstwert wiederherzustellen bzw. zu verstärken.

Herzliche Grüße von

Dora

 

 

 

Dein eigener Wert ist unantastbar2018-12-18T13:21:36+02:00

Ja, Danke! – Innere Widerstände überwinden

Bist du bereit dich selbst und dein Leben anzunehmen, mit allem, was dazu gehört? In diesem Artikel erfährst du, wie ich mit inneren Widerständen umgehe und sie überwinde.

Es ist noch nicht lange her, dass mir eine Facette meiner inneren Haltung bewusst geworden ist. Mir fiel auf, dass sich mir in sehr vielen Situationen innere Widerstände zeigen. Diese verhindern, dass ich im Fluss bleibe und Erfahrungen unmittelbar durchlebe.

Meine Widerstände zeigen sich nicht nur als Groll gegen Menschen oder Situationen, sondern auch in Form von kritischen Gedankenschleifen, die sich auf der mentalen Ebene fortwährend mit etwas beschäftigen. Sie ziehen mich aus der eigentlichen Erfahrung heraus und kreisen in meinem Kopf umher.

 

Wahrhaftigkeit

Nun ist es so, dass ich mich dazu entschieden habe einen Weg zu gehen. Ich nenne ihn an dieser Stelle einfach mal den „Weg der Wahrhaftigkeit“. Diesen Weg kann ich nur beschreiten, wenn ich ganz ehrlich mit mir selbst und mit anderen Menschen bin. Er führt mich in meine ursprüngliche Präsenz, Schönheit und Weite zurück.

Sobald ich im Widerstand mit mir selbst oder dem Leben bin, kann ich auf dem Weg der Wahrhaftigkeit nicht weiterkommen. Mein Leben fühlt sich zäh an, ich fühle mich blockiert, starr, und nicht mehr besonders lebensfroh.

Hm, was nun?

Das ist meistens der Zeitpunkt, an dem mir mein derzeitiges Lieblingsmantra wieder einfällt: Ja, danke!

 

 

Ja zu mir

Ja, ich bin gerade nicht im Fluss, ich fühle mich gerade nicht besonders gut, ich stehe gerade Herausforderungen gegenüber. Ja, ich nehme all das an! Ja, das ist gerade Teil meines Lebens. Ja, ich bin auch mit diesem Teil meiner Selbst im Reinen. Ja, auch meine Schatten dürfen da sein. Sie erfüllen wichtige und sinnvolle Aufgaben auf meinem Weg.

Ja, ich sorge auch dann gut für mich, wenn ich im Widerstand bin!

Meine Botschaft nach innen ist: Egal was es ist, alles darf sich zeigen, es darf da sein. Das bringt mich zurück in eine liebevolle Haltung mir selbst gegenüber. So lange ich im Widerstand mit mir selbst bin, lebe ich gegen mich selbst. Das fühlt sich scheiße an und bringt mich nicht weiter.

 

Ja zu meiner Vergangenheit

Manchmal möchte ein Ereignis aus meiner Vergangenheit noch einmal gesehen werden und kommt mir in den Sinn. Dann schenke ich diesem mein Ja! Egal was es war, ich vertraue darauf, dass es wichtig für mich war und mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich jetzt bin.

Auch ein klares Ja zu meiner Vergangenheit ist ein Ja zu mir selbst und verstärkt meine Selbstliebe.

 

Ja zum Leben

 

Ja zum Leben

Ja, ich öffne mich dafür, alles zu erfahren, was das Leben zu bieten hat. Ich erkenne, dass Gegensätze einander bedingen. Ohne die Nacht zu kennen, kann ich den Sonnenschein des Tages nicht erleben und bewusst genießen.

Willkommen Leben, mit allem, was du zu bieten hast!

Auch dann, wenn gerade Nacht ist, vertraue ich darauf, dass alles seine Richtigkeit hat. Ich brauche mich nicht um mein Wohl zu sorgen. Ich vertraue dem Leben und weiß, dass auch die schwierigen Erfahrungen in meinem Leben dafür da sind, um mich bei meinem Wachstum zu unterstützen.

 

Danke

 

Danke

Der zweite Teil meines kleinen Mantras Ja, danke! geht über meine Selbstannahme und die Annahme des Lebens hinaus. Aus dem Vertrauen heraus, dass mich jede Erfahrung weiterbringt und jetzt gerade wichtig für mich ist, entsteht eine tiefe Dankbarkeit für das Leben.

So ist es mir auch möglich, mich mit einem Lippenherpes auszusöhnen, wenn ich eigentlich gerade einen Fototermin geplant habe, um Bilder für meine Webseite machen zu lassen. Ja, Danke! Ja, da will sich gerade etwas anderes zeigen, das Vorrang hat! Danke dafür!

 

Annehmen heißt nicht hinnehmen

Das bedeutet nicht, dass ich alles was mir widerfährt einfach hinnehme. Natürlich werde ich dann aktiv, wenn es sinnvoll ist anzupacken. Doch so bin ich es zumindest nicht mehr selbst, die sich im Weg steht und wundert, warum es nicht weiter geht.

Selbstannahme, die Bejahung des Lebens und Dankbarkeit für das was ist, das sind kraftvolle Instrumente, die jeden Weg erleichtern. Sie verhindern, dass Lebensenergie sinnlos vergeudet wird und ermöglichen es, diese auch in schwierigen Situationen dorthin zu lenken, wo sie gerade wirklich benötigt wird.

 

Ja, Danke!

 

Ja, Danke! als Meditation

Wenn du die Kraft vom Ja, danke! einmal ausprobieren möchtest, mach es dir bequem und schließe die Augen. Wenn du dich selbst und deine Wahrnehmungen, Empfindungen und Gedanken beobachtest, schenke einfach allem, was sich zeigt ein aufrichtiges Ja, danke! Wenn du dies ein wenig übst wirst du sehen: Was unangenehm oder störend ist, löst sich auf und Blockaden kommen wieder in den Fluss. Das Leben kann auch dann einfach sein, wenn etwas im ersten Moment schwer und zäh erscheint.

Übe diese Meditation zunächst wenige Minuten und beobachte genau, was sich verändert, wenn du jedem Objekt deiner Aufmerksamkeit ein Ja, danke! schenkst.

 

Tiefere Widerstände

Ja, danke! ist eine innere Haltung, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg immer mehr dort ausbreiten darf, wo wir ihr Raum zur Verfügung stellen.

Es gibt Lebensthemen, denen wir nicht auf Anhieb mit einem Ja, danke! begegenen können. Wir merken dann, dass wir im Widerstand stecken bleiben oder uns ein „Danke“ ganz unmöglich scheint. Wie soll ich dafür dankbar sein, wenn es mir doch gerade so schlecht damit geht?

 

Ja, danke!

 

Ich hole mir Unterstützung und lasse mich coachen bei besonders herausfordernden Themen, mit denen ich alleine nicht weiter komme. Seitdem ich nicht mehr den Anspruch an mich selbst habe, alle inneren Prozesse alleine in Gang bringen zu müssen, ist dies für mich eine wundervolle stimmige Lösung.

Mit der Zeit ist mein Ja, danke! nun schon so weit und groß geworden, dass es tatsächlich eher selten passiert, dass ich alleine nicht weiterkomme. Dies verdanke ich erkenntnisreichen Begegnungen und der kontinuierlichen Teilnahme an professionell begleiteten Seminaren, in denen ich viele blinde Flecken entdecken und alte Wunden heilen darf.

Wie groß ist dein Ja, danke! aktuell? Wo bist du bereit, dir selbst und deinem Leben aus vollem Herzen ein Ja, danke! zu geben? Wo zögerst du noch dies zu tun?

 

Die kleine Heilapotheke von Uwe Albrecht

Mein Mantra Ja, danke! hat sich im Laufe meiner Arbeit mit dem innerwise System entwickelt.  Die “Kleine Heilapotheke” von innerwise hat mit Sicherheit einen wichtigen Beitrag zu dieser Formulierung  und Haltung geleistet.

Wenn du mit dem Armlängentest vertraut bist, kann die Arbeit mit der kleinen Heilapotheke eine wundervolle Möglichkeit sein, tiefsitzende Widerstände aufzulösen. Für ein umfassendes Verständnis der kleinen Heilapotheke empfehle ich dir, zunächst einen Basiskurs bei einem der innerwise-Mentoren in deiner Nähe zu machen.

 

Viel Freude beim Annehmen und dankbar sein!

 

 

Ja, Danke! – Innere Widerstände überwinden2018-12-18T13:22:26+02:00

Das Unbewusste – Psychologisch, ganzheitlich, überbewusst

Unser Bewusstsein stellt symbolisch betrachtet die kleine sichtbare Spitze eines schwimmenden Eisbergs dar. Sein Großteil befindet sich unter dem Wasser. Dieser verborgene Anteil ist in seiner Größe und Tiefe der kleinen sichtbaren Spitze bei weitem überlegen. Er steht für das Unbewusste in unserem Leben, das sowohl unsere persönliche als auch kollektive Wirklichkeit durchdringt.

In meinem Artikel Der Armlängentest – Gespräche mit dem Unbewussten habe ich die Bedeutung des Unbewussten für unser Leben bereits erwähnt. Nun möchte ich genauer darauf eingehen, was es mit dem Unbewussten auf sich hat.

 

Was ist das Unbewusste? Wie groß ist es tatsächlich?

Ich möchte dich zunächst zu einem kleinen psychologischen Exkurs einladen. Damit möchte ich eine solide Grundlage für das Verständnis des Unbewussten schaffen. Im Anschluss werde ich allerdings den Bereich der Psychologie wieder verlassen, um dir eine viel weitere Auffassung vorzustellen.

 

Aus der Psychologie

Das Unbewusste ist psychologisch gesehen ein vieldeutiger Begriff. Grundsätzlich wird darutnter eine innere Instanz ohne rationale Kontrollierberkeit verstanden. Es sind darin Inhalte gespeichert und finden Vorgänge statt, die aus vielfältigen Gründen dem Bewusstsein nicht zugänglich sind.

Nur etwa 5-10% all unserer täglichen Erfahrungen und Eindrücke spielen sich in unserem Bewusstsein ab. Der Rest bleibt verborgen im Unbewussten.

 

Selektive Wahrnehmung

Unsere Wahrnehmung funktioniert immer selektiv. Das heißt es werden einige wenige Informationen aus einer riesigen verfügbaren Menge ausgewählt. Dies geschieht größtenteils unbewusst. Nur ein kleiner Teil der ausgewählten Informationen erreicht letztendlich unser Bewusstsein.

In jeder Sekunde deines Lebens bist du einer Fülle von Informationen und Wahrnehmungen ausgesetzt. Das Auswählen und Eingrenzen von Informationen ist nötig, um diese riesige Informationsmenge überhaupt bewältigen zu können.

Unser Gehirn ist dabei stets auf der Suche nach Mustern und bevorzugt es, an bereits bekannte Informationen anzuknüpfen. Die selektive Wahrnehmung steuert – meist unbewusst – die Suche nach bekannten Mustern. Informationen, die ein bereits vorhandenes Muster stützen werden stärker wahrgenommen als konträre Positionen. Demnach beeinflussen Erfahrungen, Erwartungen, Einstellungen, Neigungen etc. die Auswahl der wahrgenommenen Eindrücke.

 

Das Unbewusste

 

Unbewusstes nach Freud

Sigmund Freud war ein großer Vertreter von Erkenntnissen über ein verborgenes Unterbewusstseins. Er beschränkte sich zunächst darauf, das Unbewusste als den Zustand verdrängter oder vergessener Inhalte zu bezeichnen. Aus dieser Sicht war es für ihn nicht mehr oder weniger als ein Sammelort dieser unbewussten Inhalte.

Doch seine späteren Schriften liefern Hinweise dafür, dass er sein Verständnis davon, was das Unbewusste ist, erweitert hat. Freud sprach ihm zuletzt mehr als nur die Funktion einer persönlichen Sammelstelle zu und zog darüber hinaus eine kollektive Komponente mit in Betracht.

 

Kollektives Unbewusstes nach Jung

C.G. Jung beschrieb das Phänomen eines kollektiven Unbewussten, als „zweites psychisches System von kollektivem, nicht persönlichem Charakter“. In Untersuchungen, die ihn zu dieser Sichtweise veranlassten, beschäftigte er sich mit Träumen und Motiven aus Religion, Mythen und Märchen im interkulturellen Vergleich.

Damit fügte er dem Modell eines persönlichen Unbewussten ein weiterreichendes Modell einer sozusagen grenzüberschreitenden Unbewussten Instanz hinzu.

 

Weiterführende Überlegungen

Es gibt noch weitere psychologische Modelle, die interaktive unbewusste Mechanismen, Felder etc. beschreiben. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht weiter in psychologischen Theorien herumgraben. Das worauf ich hinaus möchte hat mit mir bekannten Strömungen der Psychologie nichts mehr zu tun.

Ich nehme an, dass es sich mit dem Unbewussten so wie mit uns Menschen verhält: Es existiert auf unterschiedlichen Ebenen. Vereinfacht dargestellt existiert ein Mensch auf der strukturellen, biochemischen, rhythmischen, mentalen, emotionalen, seelischen und energetischen Ebene. Das Modell dieser sieben Ebenen stammt von Uwe Albrecht, dem Begründer des innerwise Systems. Darüber hinaus hat er diesem Modell eine achte Ebene hinzugefügt für alles, was wir nicht sehen, verstehen oder erfassen können. Die achte Ebene hat er als unbekannte Ebene bezeichnet.

 

Mensch

 

Ich gehe davon aus, dass das Unbewusste alle Bereiche unseres menschlichen Daseins durchdringt. Je mehr wir uns für all diese Ebenen öffnen, desto eher können wir die wahre größe des Unbewussten erahnen. Alleine durch das Anerkennen einer uns “unbekannten Ebene” wird klar, dass wir das Unbewusste niemals ganz erfassen oder verstehen können. Es wird immer noch mehr zu entdecken geben.

 

Mein persönliches Resumee

Wenn wir das Unbewusste als ein Bewusstsein höherer Ordnung betrachten, dann wird plötzlich unser sogenanntes Bewusstsein zu etwas, das tatsächlich nicht besonders viel weiß, versteht und erkennt. Vielleicht wäre für das Unbewusste bzw. Unterbewusste das Wort Überbewusstsein besser gewählt. Ist es nicht im Grunde das, was in Mystik, Religion und Spiritualität beschrieben wird?

Was ich bisher durch die Arbeit mit dem Armlängentest erfahren habe, der uns sozusagen einen Zugang zum “Überbewussten” ermöglicht, kann nicht mehr durch persönlichkeitsbezogene psychologische Modelle erklärt werden. Es wurde mir dadurch ganz praktisch verdeutlicht, dass diese Welt so viel großartiger ist, als die meisten von uns bislang vermuten.

Für mich ist das sogenannte Unbewusste eine große wissende Quelle, mit der wir alle verbunden sind. Sie schenkt uns die Intuition, die mehr weiß, als der Verstand. Abgesehen von ganz praktischen Erfahrungen, die mich zu dieser Erkenntnis gebracht haben, fühle ich es wie ein uraltes, tiefes Wissen in mir.

 

 

Das Unbewusste – Psychologisch, ganzheitlich, überbewusst2018-12-18T13:23:14+02:00

Der Armlängentest – Gespräche mit deinem Unbewussten

Der Armlängentest ist in einer Phase meines Lebens zu mir gestoßen, als es mir im Großen und Ganzen ziemlich schlecht ging. Es dauerte eine Weile, bis ich lernte damit zuverlässig umzugehen. Doch bereits auf meinem Lernweg wurde mir klar, dass dieser Test zukünftig einen wichtigen Platz in meinem Leben bekommen würde.

Jetzt, da ich schon so viele wertvolle, überraschende und bereichernde Erfahrungen mit dem Armlängentest gemacht habe, möchte ich ihn dir vorstellen und dir mehr darüber erzählen.

Wer weiß, vielleicht wird er zukünftig auch für dich ein treuer, ehrlicher und weiser Freund an deiner Seite sein…?

 

Armlängentest

Der sogenannte Armlängentest wurde von Raphael van Assche entdeckt. Große Aufmerksamkeit bekommt er mittlerweile bei dem von Uwe Albrecht entwickelten innerwise® System, mit dem ich als Coach arbeite. Uwe ist Arzt, Forscher, Philosoph, Autor und Visionär. Er selbst ist vor vielen Jahren auf den Test gestoßen und hat seither damit unglaubliche Entdeckungen gemacht.

 

Was genau ist der Armlängentest?

Unser Muskelsystem reagiert auf Stress. Biochemisch betrachtet löst unser Gehirn bei Stress über die Substanz P (ein Neuropeptid) in unseren Muskeln eine schwächende Reaktion aus.

Die Veränderung der Muskelspannung bei Stress äußert sich körperlich durch unterschiedliche Armlängen.

Beim Armlängentest handelt es sich also um einen neurologischen Reflex. Er eignet sich hervorragend als körpereigene Biofeedback-Methode.

Der Armlängentest stellt eine grandiose Möglichkeit dar, mit unserem Unbewussten zu kommunizieren. Durch die Veränderung der Armlängen, kann am Körper beispielsweise abgelesen werden, welche Lebensmittel, Themen, Wünsche, Ziele etc. in uns unbewusst Stress erzeugen.

 

Armlängentest - Ja / Nein

Vorteile des Armlängentests

Der Armlängentest bringt gegenüber anderen Biofeedback-Verfahren einige Vorteile mit sich:

  1. Du bist in der Lage alleine zu testen, brauchst also niemanden, der für dich testet
  2. Du brauchst keine Hilfsmittel und kannst den Armlängentest zu jeder Zeit an jedem Ort anwenden.
  3. Der Armlängentest zeigt mehr also nur Entspannung („ja“) oder Stress („nein“) an. Du kannst auch mit Hilfe des Armlängentests erkennen, ob du dich gerade in einer Starre befindest. Eine Starre bedeutet, dass dein Körper keine gesunde Reaktion bzw. Regulation zeigt, was zum Beispiel häufig nach traumatischen Erlebnissen der Fall ist.
  4. Darüber hinaus ist ein verändertes Reaktionsmuster bei allergischen oder panischen Reaktionen an den Armen ablesbar.
  5. Je nachdem wie groß der Unterschied der Armlängen ist, kann er anzeigen, ob ein kleiner oder großer Stress besteht.

 

Den Armlängentest erlernen

Auf der offiziellen innerwise-Website gibt es einen wirklich schönen Beitrag, der das Erlernen des Armlängentest in Schrift und Bild beschreibt. Darüber hinaus findest du dort kurze Videos, die dir den Test näherbringen. Hier ist ein Link zur Seite.

Uwe Albrecht hat sogar ein Buch über den Armlängentest geschrieben (Ja oder nein – Das Leben kann so einfach sein), das dir neben der genauen Anwendung des Tests die unglaubliche Fülle seiner Einsatzmöglichkeiten aufzeigt.

Ich habe den Armlängentest zunächst über Videos und Beschreibungen gelernt. Nach einigen Monaten gelegentlicher Anwendung, habe ich jedoch festgestellt, dass ich häufig nicht im vollen Vertrauen beim Testen war. Für mich war es daraufhin sehr hilfreich, den Basiskurs bei einer erfahrenen innerwise-Mentorin zu besuchen. Ich konnte davon viele Inspirationen und praktische Übungsmöglichkeiten mitnehmen. Das gemeinsame Üben in einer Gruppe von Interessierten war für eine große Bereicherung. Darüber hinaus hat mir der Kurs sehr dabei geholfen zuverlässige Testergebnisse zu erhalten, meinem „Kugelblick“ (siehe unten) und letztendlich mir selbst zu vertrauen.

 

Gespräche mit deinem Unbewussten

Wie bereits erwähnt, eröffnet dir der Armlängentest die Möglichkeit, mit deinem Unbewussten zu kommunizieren. Wenn wir in unserem Leben wirklich etwas verändern wollen, dann ist es nötig, einen Kontakt zum Unbewussten herzustellen. Unser alltägliches Bewusstsein und der Verstand verfügen leider nur über beschränkte Kapazitäten und Möglichkeiten. Über wirklich grundlegende Veränderungen entscheidet dein Unbewusstes.

 

Das Unbewusste

 

Die Voraussetzung für klare, zutreffende Antworten

Es gibt eine wichtige Voraussetzung, um mit dem Armlängentest wirklich zutreffende Antworten zu bekommen. Du bekommst nur dann wirklich sinnvolle Antworten, wenn du dich beim Testen innerlich ganz leer machst und deine persönliche Perspektive verlässt.

Das ist im Grunde ganz einfach, aber praktisch nicht immer so leicht, denn wir sind es gewohnt nur einen kleinen Teil der großen Wirklichkeit zu sehen.

 

Der Kugelblick

Uwe Albrecht nennt die Erweiterung deiner persönlichen, engen Perspektive den „Kugelblick“. Du betrachtest dich selbst von außen, als könntest du dich aus allen möglich Perspektiven wahrnehmen. Er beschreibt das Bild einer Kugel, die aus unendlich vielen Augen besteht. Stelle dich gedanklich in diese Kugel hinein und betrachte dich von außen durch all die vielen Augen.

 

Kugelblick

 

Wenn du mit dieser Vorstellung nur wenig anfangen kannst, versuch’ es mal mit einer oder mehreren der folgenden Möglichkeiten:

  1. Stelle dir vor, du kannst dich von außen sehen, wie eine Puppe. Du bist nicht mehr „du als Person“, sondern der bewusste Raum um dich herum. Du betrachtest dich liebevoll, mit einem inneren Lächeln und bist völlig unbetroffen.
  2. Stell dich vor einen Spiegel und teste als unbeteiligter Außenstehender für die Person im Spiegel.
  3. Atme ein paar tiefe Atemzüge in deinen Unterbauch und bringe dein Bewusstsein in deine Füße. So kommst du aus dem Kopf heraus.
  4. Stell dir vor dein Herz öffnet sich vollkommen. Es weitet sich bis in deine Arme aus, wenn du diese zusammenführst (Stichwort „Ikea-Herz mit Armen“ – Danke, Simone Klinge, für die Inspiration)
  5. Sei ganz naiv und unbedacht, wie ein Kind beim Spielen: „Mal gucken was meine Arme sagen!“
  6. Erinnere dich vor dem Testen daran, auf allen Ebenen, aus allen Dimensionen, Zeiten und Räumen zu testen.
  7. Verbinde dich mit deiner Quelle und teste mit der Absicht, wertfrei und voller Vertrauen zu sein.
  8. Teste folgende Aussagen: „Die Antwort ist mir egal.“, „Ich bin im Kugelblick.“, „Ich (als Person) schaue“, „Es schaut durch mich.“ Wenn es durch dich schaut, dann bist du nicht mehr in deiner persönlichen Sichtweise. Wenn dir die Antwort nicht egal ist, dann bist du noch zu sehr in deiner persönlichen Perspektive verhaftet.

 

Letztendlich bedarf es fortwährender Übung, um immer leichter in den Kugelblick zu finden und darin zu verweilen. Wenn du nicht dich selbst sondern für andere Menschen testest, wird es dir wahrscheinlich leichter fallen, im Kugelblick zu bleiben.

Wenn es sich um sehr emotionale eigene Themen handelt und du noch nicht so viel Übung mit dem Kugelblick hast, macht es Sinn eine zweite Person hinzuzuziehen und für dich testen zu lassen.

 

 

Anwendungsmöglichkeiten

Dein Unbewusstes ist in jedem Bereich deines Lebens ein wertvoller, weiser Ansprechpartner. Die Anwendungsmöglichkeiten des Armlängentests sind also schier unerschöpflich.

  1. Wenn du bereits den Wert deiner Intuition zu schätzen weißt, stellt der Armlängentest eine tolle Möglichkeit dar, diese zu überprüfen. Letztendlich ist auch die Intuition nichts anderes als das Verstehen von Botschaften deines Unbewussten.
  2. Unverträglichkeiten oder Allergien erfassen: Sei nicht überrascht, wenn deine Unverträglichkeiten Veränderungen/Schwankungen unterzogen sind. Der Armlängentest macht sichtbar, was viele Menschen nicht vermuten, nämlich dass es auch in diesem Bereich keine starren Wahrheiten gibt.
  3. Du kannst testen, welche Medikamente oder Lebensmittelergänzungen du wirklich brauchst und welche dir schaden.
  4. Fragen zu deinem Schlaf und dem Schlafplatz: Ein guter Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für ein angenehmes Energieniveau und deine Zufriedenheit. Er ist es Wert, einmal von Grund auf „überprüft“ zu werden. Sind deine Arme gleichlang, wenn du dir vorstellst, die ganze Nacht über in deinem Bett zu schlafen? Ist das Bett im Schlafzimmer optimal platziert? Gibt es etwas in deinem Schlafzimmer, das deinen Schlaf beeinträchtigt? Etc.
  5. Lebenspraktische Fragen: Was tut mir gut? Wer tut mir gut?
  6. Du kannst auch in deinem Berufsleben vielseitige Anwendungsmöglichkeiten finden: Was ist heute wichtig zu erledigen? Womit fange ich an? Soll ich das jetzt wirklich sagen? Fordert mich meine Arbeit und lässt mich wachsen? Erledige ich meine Aufgaben mit hoher Qualität?
  7. Du findest auch viele Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen der Partnerschaft, Freundschaft, Selbstliebe, Schwangerschaft, bezüglich Eltern-Kind-Dynamiken, dem Wohnort, deinem Zuhause, deiner Gesundheit, Freizeitaktivitäten, Spiritualität etc.

 

Sei kreativ und trete in Kontakt mit dem, was dir bisher verborgen war. Und sei nicht verwundert, wenn deine Arme etwas ganz anderes sagen, als du aus deinem Verstand heraus erwartest.

 

Lass dich überraschen von dir selbst, von dem Unbewussten, von dem Leben, das mit dir spricht 

 

Der Armlängentest – Gespräche mit deinem Unbewussten2019-01-03T21:57:25+02:00

About

Mein Name ist Dora Baumann und ich liebe es, energetische Grundstrukturen zu analysieren, zu klären und auf allen Ebenen gestalterisch tätig zu sein.

Bist du bereit, neue Wege eigenverantwortlich zu beschreiten? Dann freue ich mich, gemeinsam mit dir, kreative Lösungen für deine Projekte und Herausforderungen zu entdecken.

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