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Den Herzraum weiten und umarmen, was wir nie wieder fühlen wollten

Auf dem Weg in ein größeres Bewusstsein über sich selbst und das Leben, dürfen wir uns Schritt für Schritt mit verletzten Anteilen aussöhnen. Auf diesem Wege verabschieden wir Schutzmechanismen, die wir häufig während der Kindheit entwickelt haben. Dann können wir das, was wir nie wieder fühlen wollten, liebevoll umarmen und endlich auf allen Ebenen erwachsen werden.

 

„Das will ich nie wieder fühlen“

Diesen Satz haben viele Menschen sicherlich einige Male in ihrem Leben gedacht.

An manche Situationen erinnern wir uns möglicherweise noch. Andere, die sich in unserer frühen Kindheit abgespielt haben, sind schon in Vergessenheit geraten. Doch auch Vergessenes hat weiterhin eine Wirkung auf uns.

 

Schutzmechanismen der Kindheit und der Wunsch nach Liebe

Der Wunsch nach Liebe und Zugehörigkeit ist der Kern fast aller Bestrebungen, nicht nur in der Kindheit. In der Kindheit werden jedoch aus diesem Wunsch heraus häufig Weichen gelegt, die uns für unser gesamtes Leben prägen.

Die meisten von uns laufen mit Schutzmechanismen aus ihrer Kindheit rum, die nicht ihrer aktuellen Reife entsprechen. Mir persönlich ist es wichtig, mir bewusst zu machen, welche Mechanismen ich damals – aus gutem Grund – entwickelt habe. Über diese Bewusstheit kann ich Veränderungen in Gang bringen und Muster auflösen, mit denen ich mir seither selbst das Leben schwer mache.

In der Kindheit sind wir bereit, viel von uns selbst herzugeben, nur um Liebe und Anerkennung von unseren wichtigsten Bezugspersonen zu bekommen. Wir sind sogar bereit, uns dafür gegen uns selbst und das Leben zu richten. Kinder lernen schon früh, gewisse Gefühle bzw. Anteile von sich zu unterdrücken, um sich ihrem Umfeld anzupassen und Anerkennung zu bekommen.

 

Sunset Face

 

Die meisten Kinder machen die Erfahrung, dass sie nur Liebe und Anerkennung bekommen, wenn sie bestimmte Eigenschaften zeigen. Nur wenige Kinder haben das Glück, genau so wie sie sind, geliebt und anerkannt zu werden. Deshalb entscheiden sie sich im Laufe ihrer Entwicklung dazu, in Rollen zu schlüpfen, die nichts mit ihrem eigentlichen Wesen zu tun haben.

 

Muster identifizieren

Auf meinem Lebensweg kann ich rückblickend klar erkennen, dass ich wichtige Anteile seit meiner Kindheit unterdrückt habe. Ich wollte brav sein und nahm mich deshalb mit meinen Bedürfnissen und Anliegen zurück. Schon früh hatte ich die Erfahrung gemacht, dass ich dann Lob und Anerkennung bekam, wenn ich mich unauffällig und äußerlich ruhig verhielt. Ich wollte bloß nicht auffallen, aus Angst vor Ablehnung, um mich selbst vor Kritik und Tadel meines Umfeldes zu schützen.

Darüber hinaus habe ich Anteile unterdrückt, weil ich stark sein wollte, denn auch dann bekam ich positive Rückmeldungen von meinem Umfeld. Der Wunsch stark sein zu wollen und das Unterdrücken der eigenen Verletzlichkeit und Sensibilität, ist ebenfalls ein geläufiger Schutzmechanismus.

Im Laufe der Jahre haben sich aus diesen und anderen Verhaltensweisen, die ich mir angeeignet habe, immer festere Muster entwickelt. Damit stand ich mir dann bis ins Erwachsenenalter hinein immer wieder selbst im Weg.

Welche Muster hast du im Laufe deines Lebens entwickelt? Welche Eigenschaften wurde von deinen Eltern besonders gerne gesehen? Mit Hilfe welcher Eigenschaften hast du von deinen Eltern etwas mehr Liebe und Anerkennung bekommen? Mit deiner Stärke, deiner Schnelligkeit, deinem Ehrgeiz, deinem Fleiß oder deiner Perfektion in bestimmten Bereichen? Damit dass du besonders brav warst und es allen Recht gemacht hast?

 

Schutzmechanismen aufgeben

Auf dem Weg in ein größeres Bewusstsein über sich selbst, können wir uns dazu zu entscheiden, alle Ebenen unseres Lebens mit Reife zu durchdringen.

Wenn ein erwachsener Mensch emotional noch in vielen Themen seiner Kindheit oder Vergangenheit verhaftet ist, wird er seine Schutzmechnismen nicht aufgeben wollen. Ähnliches ist der Fall bei Menschen, die nicht die volle Verantwortung für sich und ihr Leben übernehmen wollen. Ihre Schutzmechanismen sind ihnen dann insofern noch dienlich, als dass sie ihnen die “Sicherheit” des Altbekannten geben. Darüber hinaus werden sie durch ihre Schutzmechanismen vor allzu großer Eigenverantwortung bewahrt, mit der sie noch nicht umzugehen gelernt haben.

Wenn wir uns zutrauen, mit belastenden Erfahrungen des Lebens umzugehen, wird die Einstellung „Das will ich nie wieder fühlen!“ hinfällig. Dann erkennen wir, dass wir an Herausforderungen wachsen und reifen können und sind bereit uns unserer Schutzmechanismen zu entledigen.

In der Einstellung „Das will ich nie wieder fühlen“, drückt sich die Angst vor Schmerz und Leid aus. Was wie gesagt verständlich ist, wenn leidvolle Erlebnisse der Vergangenheit und Gegenwart das überscheiten, was bisher bewältigt werden kann. Dann macht es Sinn, sich professionelle Unterstützung von einem erfahrenen Therapeuten, Heilpraktiker oder Coach zu holen.

 

Schutzmechanismen

 

Der Preis unserer Schutzmechanismen

Jedes Mal, wenn wir uns bewusst oder unbewusst dazu entscheiden, etwas nie wieder zu fühlen, verleugnen wir uns selbst. Dabei ist es individuell unterschiedlich, was wir mit dieser inneren Entscheidung konkret in uns verursachen.

Jedes mal wenn wir einen Schutzmechanismus aufbauen, entscheiden wir uns dazu, einen Teil von uns fortan auszugrenzen. Wir entscheiden uns gegen uns selbst und gegen die Vielfalt des Lebens, die sich in uns ausdrückt.

„Das will ich nie wieder fühlen“ ist also ein „Nein zu mir“ und ein „Nein zum Leben“.

Es handelt sich hierbei im weitesten Sinne um einen selbstzerstörerischen Schutz. Er dient uns kurzfristig, das vielleicht sogar ganz entscheidend. Doch auf lange Zeit gesehen, schadet uns das Abtrennen eines Gefühls oder Anteils von uns. Es ist eine Form des Selbsthasses. Hass will zerstören. In diesem Fall wollen wir einen Teil von uns selbst zerstören.

Darüber hinaus entwickeln wir ein immer größer werdendes Misstrauen dem Leben gegnüber. „Wieso muss ich das nur erleben.“ „Das ist nicht richtig, dass ich sowas erleben muss.“

Wir stellen uns gegen unser eigenes Leben und verschließen uns damit der Möglichkeit des Wachsens und Reifens anhand unserer Erfahrungen.

“Der größte Schmerz und das intensivste Leiden werden durch den andauernden inneren Krieg verursacht, den du gegen dich selbst führst.“  Frank Lobsiger

 

Wolke Vier

 

Lieber taub als intensiv?

Es gibt ein deutschsprachiges Lied von Philipp Dittberner & Marv, das gut verdeutlicht, was viele Menschen in besonders schmerzhaften Momenten bewusst oder unbewusst für sich entscheiden:

“Lass uns die Wolke Vier
Bitte nie mehr verlassen
Weil wir auf Wolke Sieben
Viel zu viel verpassen
Ich war da schon ein Mal
Bin zu tief gefallen
Lieber Wolke Vier mit dir als unten wieder ganz allein“

 

 

Hier ist von einer abgeschwächten Verliebtheit (Wolke Vier statt Wolke Sieben) die Rede. Die schmerzhafte Erfahrung, von Wolke Sieben ganz nach unten gefallen zu sein, wurde als zu tief empfunden. Fortan begnügt sich der Interpret also mit Wolke Vier, um sich selbst zu schützen.

Durch einen derartigen Schutz wird nicht nur die Empfindung einer Verliebtheit flacher, unsere gesamte Lebensqualität nimmt ab, wenn wir uns einmal entschieden haben, bestimmte Gefühle aus unserem Leben zu verbannen.

Zugunsten eines Selbstschutzes, büßen wir Lebensqualität ein.

Clinton Callahan beschreibt eine Taubheitsschwelle, die wir im Laufe unseres Lebens aufbauen. In unserem Kulturkreis ist sie häufig sehr groß. Die meisten von uns erlauben sich nicht, das zu empfinden, was sich in ihrem Inneren zeigt. Wie bereits erwähnt, haben wir schon in der Kindheit gelernt, Gefühle und somit Anteile von uns zu unterdrücken

 

Meine Erfahrung mit der Taubheitsschwelle

Mich spricht dieses Thema und auch dieses Lied so sehr an, weil ich meinen eigenen Weg darin wiederfinde. Ich habe meine Taubheitsschwelle so lange verstärkt, bis meine Lebensqualität ziemlich gering war. Zu dem Zeitpunkt spürte ich über eine regelmäßige Unzufriedenheit hinaus und Momente der „leere“ ehrlich gesagt nur sehr wenig. Hättest du mich damals darauf angesprochen, hätte ich es mir wahrscheinlich nicht eingestehen wollen. Ich versuchte trotz Unzufriedenheit, mir selbst gegenüber die Fassade aufrecht zu erhalten, dass es mir „gut“ ging. “Gut” im Sinne von „gerade nicht unzufrieden“.

Im Laufe der Jahre war meine Taubheitsschwelle so weit angestiegen, dass sie nicht nur Emotionen wie Angst oder Trauer überdeckte, sondern auch das Gefühl tiefer Freude.

Zu meinem Herzraum hatte ich kaum noch einen Zugang. Das fiel mir allerdings selbst nicht auf, denn ich hatte schon vergessen, wie es sich anfühlte, offenen Herzens durchs Leben zu gehen.

 

Verbannte Anteile

Jedes mal, wenn wir einen Anteile von uns verbannen, geben wir uns selbst ein Stück weit auf. Die Folge davon sind Trübsinnigkeit und mangelnde Lebensfreude.

Derzeit befinden sich in Deutschland viele Menschen auf diesem Weg. Wer nicht hinter die Fassade eines Menschen schauen kann, wird äußerlich nicht erkennen, wie viele Menschen diesen Zustand vor sich selbst und der Welt verbergen. Die Meisten sind Profis darin, all das was innerlich tatsächlich in Ihnen vorgeht, hinter Floskeln und höflichem Lächeln zu verbergen.

Wer sich selbst ein Stück weit aufgegeben hat und mit dieser Resignation durchs Leben läuft, verschließt sich vor den Geschenken des Lebens.

 

Gefängnis der Versprechungen

 

Gefängnis der Versprechungen

„Das will ich nie wieder fühlen“ wirkt wie eine Versprechung uns selbst gegenüber.

Versprechungen sind machtvoll und jede einzelne, die wir uns selbst oder einer anderen Person oder Institiution bzw. Ideologie geben, bewirkt nachhaltig etwas in uns.

Versprechungen sind die Quelle selbstauferlegter Zwänge. Sie erzeugen Abhängigkeiten und erlauben Macht und Kontrolle, die nichts mit einer gesunden Eigenverantwortung zu tun haben.

Oft wirkt das, was wir mit Versprechungen zulassen ganz im Verborgenen und ist später kaum noch nachvollziehbar. Ganz praktisch erfahrbar wird was wir uns selbst damit antun, wenn wir in diesem Bereich bewusster werden und beginnen, uns wieder aus dem selbstgezimmerten Gefängnis der Versprechungen zu befreien.

Ich habe selbst erfahren wie es ist, mich Schritt für Schritt aus meinem eigenen Gefängnis zu befreien. Es hat sich für mich daraus wieder eine viel größere innere Weite und Präsenz entwickelt.

 

Präsenz und unmittelbares Erleben

Jedes Versprechen bewirkt, dass wir in der Vergangenheit verhaftet bleiben und hindert uns daran, präsent im Hier und Jetzt aus uns selbst heraus zu leben.

Wer sich mit „Wolke Vier“ zufrieden gibt und sich nicht zutraut, das was das Leben zu bieten hat voll auszukosten, der kommt mit einer geringen Präsenz „gut“ durchs Leben.

Doch es gibt auch Menschen, die bereit sind, den Weg zurück in die eigene Präsenz und das unmittelbaren Erleben zu gehen.

Unmittelbares Erleben gepaart mit Achtsamkeit sind wertvolle Instrumente der inneren Heilung für verletzte Anteile.

Wer bereit ist jetzt zu fühlen, was er sich früher nicht zugetraut hat, der kann einen entscheidenen Schritt machen. Er kann durch das, was ihn jetzt noch an seiner Vergangeheit festhält hindurchgehen, um es endlich hinter sich zu lassen. Damit geben wir uns die Möglichkeit, Ungelebtes der Vergangenheit zu durchdringen, um es endlich hinter uns zu lassen.

Diese Öffnung kann durch energetische Begleitung ganz sanft ohne Retraumatisierungen geschehen. Sich voll ins Leid der Vergangenheit zu stürzen, erzeugt leidvolle Erfahrungen im Hier und Jetzt, die uns nachhaltig beeinträchtigen können. Doch Retraumatisierungen auszuschließen heißt wiederum nicht, dass wir taub bleiben und im Prozess möglicherweise schmerzvolle Momente erleben.

Wer Frieden mit sich selbst und seiner Vergangenheit schließt, kann nach dem Aufgeben alter Schutzmechanismen in die unmittelbare Erfahrung hinein gehen und auch schmerzvollen Momente des Lebens annehmen und verarbeiten.

 

Achtsamkeit

 

Auflösen, was uns im Wege steht

Es ist nie zu spät, neue Entscheidungen zu treffen, Frieden mit alten Geschichten zu schließen und die Verbindung zu abgespaltenen Anteilen wieder herzustellen.

Die Reintegration verwundeter bzw. abgespaltener Anteile braucht den Mut, das anzunehmen, was wir bisher lieber beiseite geschoben haben. Wenn wir diese Anteile aufrichtig annehmen, können wir beginnen sie zu umarmen und liebevoll zu versorgen.

Du kannst beginnen deinem Anteil liebevoll zuzuhören, wie du einem guten Freunden zuhörst. Sei für deinen Anteil und somit für dich selbst da. Erlaube dir, dein bester Freund zu sein.

Die Geschenke, die durch die Reintegrationen von Anteilen auf uns warten, sind das Ansteigen unserer Lebensenergie und inneren Zufriedenheit.

Besonders wichtig finde ich die Erkenntnis, dass wir uns jederzeit guten Gewissens dafür entscheiden können, Versprechungen uns selbst oder andern Menschen und Systemen gegenüber aufzulösen.

Denn wir schaden uns selbst damit, wenn wir etwas nur aufgrund einer Versprechung aufrecht erhalten, auch dann wenn es aktuell für uns nicht mehr stimmig ist. So lange wir uns selbst schaden, können wir nicht in unserer eigenen Mitte ankommen und das Leben wieder in vollen Zügen genießen.

 

Herzraum weiten

 

Herzraum weiten und zurück ins Vertrauen

Die Reintegration von Anteilen ist eine Versöhnung mit uns selbst. Wir lassen dadurch Schritt für Schritt unsere Schutzmauern fallen.

Für mich war es ein Schlüssel-Erlebnis, dass ich wieder eine größere Verbindung zu meinem Herzen zu spüren begann. Nun kann ich mich wieder leichten Herzens an den kleinen und großen Geschenken des Lebens erfreuen.

Das liebevolle Atmen in den Herzraum hinein, ist für mich momentan eine wunderschöne Übung, für die ich mir fast täglich ein paar Minuten Zeit nehme. Durch die verstärkte Verbindung zu meinem Herzraum, fällt es mir viel leichter auch das zu umarmen, was mir vorher nicht ertragbar schien.

Durch die Arbeit mit Innerwise, steht mir darüber hinaus eine große Fülle an unterstützenden Werkzeugen zur Verfügung.

Wer im speziellen die Heilung seines Herzraums angehen möchte, dem bietet beispielsweise ein IMAGO eine tolle Möglichkeit sichtbar zu machen, was in seinem Herzraum aktuell tatsächlich vor sich geht. Oft zeigen sich hier genau die wirkenden Kräfte, die uns davon abhalten, uns selbst und unser Leben zu umarmen.

Mit Hilfe energetischer Unterstützung ist es möglich, auch schwierige Themen anzuschauen, zu durchdringen, wichtige Erkenntnisse daraus mitzunehmen und Verändernung mit größerer Leichtigkeit in Gang zu bringen.

Wir entscheinden in unserem Herzen, ob wir bereit sind, unsere Vergangenheit dankbar anzunehmen und fortan selbstbetimmte Schöpfer unseres Lebens zu sein.

In dem Sinne wünsche ich dir eine starke Herzverbindung und weiterhin viel Mut und Vertrauen, beim Loslassen deiner Schutzmauern.

Alles Liebe von

Dora

 

Den Herzraum weiten und umarmen, was wir nie wieder fühlen wollten2018-12-18T13:27:34+02:00

Dein eigener Wert ist unantastbar

Ein niedriges Selbstwertgefühl hindert uns daran, mutige Schritte auf dem Weg in ein authentisches Leben zu gehen. In diesem Artikel gehe ich auf diesen Aspekt der eigenen Selbst-be-Wertung näher ein. Damit möchte ich Menschen Mut machen, die ihren Selbstwert noch nicht ganz annehmen können, sich ihm Schritt für Schritt wieder anzunähern.

 

Stolpersteine

Auf dem Weg in ein authentisches Leben gibt es einige Stolpersteine, die uns herausfordern. Manche davon erscheinen uns vielleicht unüberwindlich. Doch wenn wir jeden Tag nur ein bisschen etwas dafür tun, unseren Herausforderungen konstruktiv zu begegnen, werden wir sie auf kurz oder lang bewältigen!

Das große Thema Selbstwert ist einer dieser Stolpersteine.

 

Unser Selbstbild aus Sicht der Psychologie

Menschen kommen nicht mit einem geringen Selbstwertgefühl zur Welt. Es handelt sich hierbei um eine Be-Wertung, die sich erst Laufe des Lebens entwickelt.

Unser Selbstbild und die damit verbundenen Selbst-Bewertungen, werden durch unterschiedliche Faktoren geprägt. Eine ganz wesentliche Rolle spielen dabei unsere Bezugspersonen in der Kindheit. In den meisten Fällen übernehmen Kinder die Haltung ihrer Bezugspersonen. Wenn sie in einem Umfeld groß werden, in dem sie konstant kritisiert und zurechtgewiesen werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ihr Selbstwertgefühl dadurch beeinflusst wird.

Ein geringes Selbstwertgefühl entsteht häufig, wenn jemand nicht dem Idealbild entsprochen hat, das wichtige Bezugspersonen in seinem Leben von ihm hatten. Das bedeutet aber nicht, dass er tatsächlich einen geringeren Wert hast als andere!

 

Selbstbild

 

Wann ist ein Mensch wertvoll?

Was macht den Wert eines Menschen aus? Gibt es Menschen die wertvoller sind als andere?

Viele Menschen machen ihren eigenen Wert abhängig von Leistungen, Verhaltensweisen oder einem bestimmten Beziehungsstand. Sie versuchen ihrem Umfeld und sich selbst gegenüber, ihren Wert zu beweisen. Oder sie streben danach, ihn sich zu verdienen.

Doch was sie wirklich suchen, liegt in ihrem Inneren. Der Wert eines jeden Menschen, ist immer gleich groß und ist unantastbar. Doch es kann sein, dass es noch Wichtiges zu erkennen und klären gibt, bevor jemand wirklich wieder bereit ist, zurück zu seinem vollen Wert zu gelangen.

 

Die Berücksichtigung weiterer Ebenen

Im vorletzten Absatz habe ich kurz angerissen, wo aus der Sicht der modernen Psychologie häufige Ursachen eines geringen Selbstwertgefühls liegen.

Da ich kein Psychologe bin, sondern Coach, der mit einem ganzheitlichen System arbeitet, das noch weitere Ebenen als real und wirksam anerkennt, möchte ich an dieser Stelle den Blick auf das Thema noch etwas weiten.

Für mich unterscheiden sich die mentale, emotionale, seelische und die energetische Ebene deutlich voneinander. Auf mentalen Ebene geht es um die Denkweise eines Menschen. Auf der emotionalen Ebene um Gefühle. Wenn der Ursprung des Themas „geringes Selbstwertgefühl“ bei einem Menschen auf diesen Ebenen liegt, dann macht die Perspektive der Psychologie Sinn.

Wenn allerdings der Ursprung des Themas auf der seelischen oder energetischen Ebene liegt, dann sollte es auf diesen Ebenen angeschaut und geklärt werden.

 

Seelische Ebene

 

Die seelische Ebene

Auf der seelischen Ebene zeigen sich Themen, die einen tieferen Sinn für dich und deine Lebensaufgabe haben. Es kann sein, dass jemand ein Selbstwert-Thema entwickelt, um wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse für seinen Lebensweg zu sammeln.

Ich gehe davon aus, dass die Seele eines Menschen nicht beliebig in irgendeinem Körper landet, sondern dass vor der Geburt ein Bewusstsein auf der seelischen Ebene vorhanden ist. Dieses Bewusstsein wählt einen Körper und ein Umfeld, die ihm ermöglichen, bestimmte Erfahrungen zu durchleben.

Diese Perspektive bedeutet für mich nicht, dass jemand „selbst Schuld“ ist, an seinem Schicksal, an seinen Themen und Herausforderungen. Es bedeutet für mich nur, dass es noch einen tieferen Sinn hinter dem gibt, was wir erleben. Insbesondere dann, wenn die seelische Ebene eine Rolle spielt.

Ob das bei einem individuellen Selbstwert-Thema tatsächlich der Fall ist, lässt sich schnell und unkompliziert mit dem Armlängentest herausfinden.

 

Die energetische Ebene

Die energetische Ebene bezeichnet einen weiteren Aspekt der Realität. Hier liegt der Ursprung sehr vieler Themen. Das wird ebenfalls deutlich, wenn wir das Unbewusste eines Menschen mit Hilfe des Armlängentests befragen.

Auf dieser Ebene wirken Kräfte, die den energetischen Hintergrund unseres Lebens, unser Energiefeld, beeinflussen. Hier spielt sich ab, was wir sonst nur aus Science Fiction kennen. Doch wenn wir uns darauf nicht sensibilisieren, bekommen wir kaum etwas davon mit. Wir können auf dieser Ebene Instrumente für unreine, manipulative Systeme werden oder aber in unseren ureigenen Fluss zurückfinden.

 

Energetische Ebene

 

Eine energetische Klärung bedeutet nicht, dass wir fortan die anderen Ebenen nicht mehr berücksichtigen müssen. Sie hilft uns dann, wenn unsere größten Stolpersteine auf dieser Ebene liegen. Dann können mit Hilfe von energetischer Klärung Bedingungen für effektives Voranschreiten gelegt werden.

Darüber hinaus können bei jedem Lebensthema auch die strukturelle, biochemische, rhythmische oder unbekannte Ebene eine Rolle spielen, auf die ich in Bezug auf das Thema Selbstwert nicht weiter eingehen möchte.

 

Niedriges Selbstwertgefühl – ein kulturelles Phänomen

Neulich las ich eine Erzählung über ein Interview, das der Dalai Lama im Jahr 1990 gegeben hat. Er wurde danach befragt, wie Menschen unterstützt werden können, die ein niedriges Selbstwertgefühl haben. Bevor er eine Antwort auf diese Frage geben konnte, tauschte er sich sehr lang mit seinem Übersetzter aus, denn der Begriff „niedriges Selbstwertgefühl“ existiert offenbar im Tibetischen nicht.

Schließlich sagte er: „Wie können sie sich selbst nicht mögen, wo sie doch Buddha-Natur besitzen?“

In seinem Weltbild besitzt jeder Mensch eine ihm innewohnende, unsterbliche Essenz. Er erkennt in jemen Menschen seinen transzendenten Kern, etwas das viel größer und umfassender ist als das, womit die meisten Menschen in unserem Kulturkreis identifiziert sind. Aus dieser Perspektive, ergibt es überhaupt keinen Sinn, dass jemand, der doch diesen wundervollen Wesenskern besitzt, sich selbst einen geringen Wert zuschreibt.

 

Selbstwertgefühl

 

Was hindert uns daran, die eigenen Muster zu überwinden?

Was hindert uns daran, uns selbst neu zu be-werten bzw. unseren wahren Wert zu erkennen?

Je nachdem wo der Ursprung eines individuellen Selbstwert-Themas liegt, können es ganz unterschiedliche Schmerzpunkte oder Irritationen sein, die uns daran hindern, in unseren ureigenen Selbstwert zurückzufinden.

Wie oben beschrieben kann die Ursache für dieses herausfordernde Thema auf einer oder mehreren von acht Ebenen liegen: Auf der..

  1. strukturellen Ebene,
  2. biochemischen Ebene,
  3. rhythmische Ebene,
  4. mentalen Ebene,
  5. emotionalen Ebene,
  6. seelischen Ebene,
  7. energetischen Ebene, oder
  8. auf der unbekannten Ebene.

Mit Hilfe des Armlängentests lässt sich schnell klären, welche Herangehensweise im jeweiligen Fall wirklich Sinn macht.

Unser Unbewusstes weiß am besten, was aktuell angeschaut und geklärt werden sollte. Daher kann es auch mal sein, dass es erst einmal der Klärung und Bearbeitung anderer Themen bedarf, bevor ein Selbstwert-Thema effektiv angegangen werden kann. Alles ist möglich, je weniger wir uns an starren Vorstellungen festhalten, desto eher werden wir in der Lage sein, auf unserem Weg weiterzukommen.

 

Was kann dir helfen, dein Selbstwertgefühl zu stärken?

Nachdem das individuelle Selbstwert-Thema angeschaut, sein Ursprung erkannt und eine ganzheitliche Klärung in Gang gebracht wird, können ganz unterschiedliche „To Do’s“ eine Unterstützung darstellen.

 

unantastbar

 

Hier gebe ich dir ein paar Beispiele für Übungsbereiche, die bei einem Selbstwert-Thema hilfreich sein können:

  • Die Verantwortung für unser Leben in Hier und jetzt übernehmen und aktiv die Gestaltung unseres Lebens/Selbstwertgefühls in die Hand nehmen
  • Fortan den Fokus mehr auf das Positive in deinem Leben zu richten
  • Selbstverurteilung/ gedankliche Bewertungen erkennen und verändern
  • Das Gute im Schlechten erkennen
  • Das eigene Selbstbewusstsein vergrößern (die Bewusstheit über dich selbst)
  • Innenschau
  • Deine Werte erkennen
  • Die eigenen Stärken und Schwächen kennen und annehmen
  • Deine Erfolge anerkennen
  • Selbstfürsorge praktizieren
  • Dir ein förderliches Umfeld schaffen
  • Bedürfnisse wahrnehmen und dementsprechende handeln
  • Die eigenen Grenzen kennen und vertreten
  • Sich Zeit für sich selbst nehmen

 

Verbindung zu deinem unberührten Selbstwert

Vielleicht spielt das Thema Selbstwert in deinem Leben keine so große Rolle. Dennoch kann es dir gut tun, die Verbindung zu deinem reinen und unberührten Selbstwert zu verstärken.

Wenn du ein spürbar geringes Selbstwertgefühl hast und du damit weiterkommen möchtest, hilft es dir möglicherweise, dir täglich dafür Zeit zu nehmen. Nimm dir Zeit, um dich mit dem zu verbinden, was der Dalai Lama als Buddha-Natur bezeichnet: Deine ureigene reine Quelle. Je nachdem wie für dich das Wort belegt ist, kann es auch als das „Göttliche in dir“ bezeichnet werden.

Ich habe eine etwa zehnminütige Meditation aufgezeichnet, die dich dabei anleitet über den Atem in dein reines großes Selbst zu finden, um dich von dort aus wieder mit deinem Selbstwert zu verbinden.

Wenn du Lust hast, probiere sie einmal aus, um den Kontakt zu deinem ureigenen vollkommenen Selbstwert wiederherzustellen bzw. zu verstärken.

Herzliche Grüße von

Dora

 

 

 

Dein eigener Wert ist unantastbar2018-12-18T13:21:36+02:00

Du hast das Steuer in der Hand

Die Auseinandersetzung mit dem, was du in dir selbst vorfindest, schenkt dir ungeahnte Möglichkeiten. Du kannst aus deinem Inneren heraus dein Leben zu transformieren. Ein Schritt auf diesem Weg ist es, dein Steuer in die Hand zu nehmen und eine gesunde Eigenverantwortung zu leben.

 

Die Suche im Außen

Die Suche unseres Glücks im Außen beruht auf der Annahme, sich in einem Mangelzustand zu befinden. Mit der Brille des Mangels auf der Nase, meinen wir immer wieder zu erkennen, was uns gerade fehlt. Unseren Verstand missbrauchen wir dazu, unsere Haltung mit Argumenten zu untermauern.

Wir leben in einer Welt, die sowohl aus äußeren als auch inneren Umständen besteht. Beide Seiten gehören dazu, beide sind ein wichtiger Teil des großen Ganzen.

Ich denke mit dem Blick nach außen sind wir alle gut vertraut, wenn auch meist nur eher oberflächlich. In den folgenden Absätzen, möchte ich daher unseren „inneren Umständen“ mehr Aufmerksamkeit schenken.

 

Blick nach Innen

 

Der Blick nach innen

Die Auseinandersetzung mit unserm Inneren birgt ungeahnte Möglichkeiten in sich. Wer einmal damit begonnen hat, sein Inneres besser kennenzulernen und zu erforschen, wird immer wieder Überraschungen erleben.

Auf dem Weg in eine tiefere Selbstverbundenheit, begegnen wir unseren verborgenen Potentialen, aber auch verdrängten Schatten.

Wenn wir durch die Brille des Mangels auf uns selbst schauen, glauben wir auch hier an allen Ecken und Enden zu erkennen, was uns gerade fehlt.

Egal ob innen oder außen, diese Brille bringt uns einfach nicht weiter…

 

Du hast das Steuer in der Hand !

Stell dir einmal vor, dass deine innere Bewusstheit der Kapitän auf deinem Schiff ist. Der Kapitän ist dafür verantwortlich, wie das Arbeitsklima seiner Crew ist. Wenn er harrsch und lieblos Kommandos gibt und sich als großer Schef aufführt, wird seine Crew keine Freude an ihrem Job und an der gemeinsamen Reise haben. Bestenfalls hat die Crew nach Feierabend noch etwas Spaß.

Wenn der Captän sich hingegen ganz zurückzieht und seiner Crew die Arbeit überlässt, entstehen interne Machtkämpfe. Wichtige Posten werden möglicherweise verlassen, manch einer versucht das Steuer in die Hand zu nehmen und eine Aufgabe zu erfüllen, der er nicht gewachsen ist.

Füllst du deinen Posten als Kapitän ganz aus, vernachlässigst du ihn ein wenig oder hast du ihn schon ganz verlassen?

 

 

Fühlst du dich bereit, das Steuer in die Hand zu nehmen und deinen Posten liebevoll und achtsam einzunehmen?

Wenn du deine Crew bisher durch die Brille des Mangels betrachtet und koordiniert hast, dann wird es jetzt Zeit, diese Brille abzunehmen!

Jeder Anteil in dir, jedes Mitglied deiner Crew ist wertvoll und kann zum Gelingen eurer gemeinsamen Reise beitragen. Bist du bereit alle deine Anteile liebevoll anzunehmen?

 

Die Fülle des Lebens erfüllt unser Herz, wenn wir bereit sind sie anzunehmen!

 

Ankommen im Inneren

Wenn du beginnst, dir selbst und deine Anteile wertschätzend und liebevoll zu begegenen, geht die bewusste Reise deines Lebens erst richtig los.

In dem Moment, wo wir unsere Schatten annehmen, also das, was wir von uns bisher verurteilt und verdrängt haben achtsam reintegrieren, kommen wir wirklich bei uns selbst an.

In deinem „inneren Team“ breitet sich mit der Zeit wieder Reiselust und Lebensfreude aus.

 

Die Kunst erfüllt zu leben

Es ist kein Hexenwerk, aber doch eine Kunst, diesen Weg zu einer liebevollen Führung innerer Anteile zu gehen. Der Weg zu einer größeren Selbstverbundenheit fordert immer wieder unsere achtsame Aufmerksamkeit. Es macht keinen Sinn, auf ein bestimmtes Ziel hinzuarbeiten, da wir uns damit wieder die Brilles des Mangels aufsetzen: Wir fokussieren wir uns darauf, dass etwas momentan noch fehlt.

Die Kunst besteht darin, unseren Blick auf das Innen und Außen zu verändern und zwar jeden Tag von Neuem.

Als ich begann, diese Kunst zu erlernen, tat ich mich schwer damit. Manchmal bestand ich darauf, dass in diesem Fall einfach kein liebevoller Blick möglich wäre. Manmchmal kämpfte ich mit meinem Inneren, manchmal mit den äußeren Umständen meines Lebens.

Es hat sich tatsächlich äußerlich sehr viel Verändert, seitdem ich mich dieser Lebenskunst widme. Diese Veränderungen sind Resultate meiner inneren Arbeit, die häufig mit energetischer Klärung einhergeht. Zum Beispiel das Auflösen von Kompromissen, bei denen ich nicht ehrlich zu mir selbst war, hat dazu geführt, dass ich mich innerlich wieder viel freier und leichter fühle.

Wenn Innen und Außen mehr und mehr in Einklang kommen, dann sprechen wir von Integrität.

 

Einklang

 

Bist du bereit zu neuen Ufern?

Bevor wir Innen und Außen in Einklang bringen können, ist es nötig, das was ist, aufmerksam zu betrachten und anzunehmen.

Wenn du das tust, dann nimmst du eine grundlegende Kursänderung vor. Bilde dir nicht ein, dass alles beim Alten bleibt, wenn du dein Steuer in die Hand nimmst.

Bist du wirklich bereit dazu einen neuen Kurs zu fahren? Bist du wirklich bereit zu neuen Ufern?

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es eine wunderschöne Lebenskunst ist, diesen Weg zu gehen!

Er wird mit jedem Schritt leichter und ist doch nicht immer einfach.

Doch auch dann, wenn du gerade große Herausforderungen zu meistern hast, liegen Überraschungen und Geschenke darin verborgen, die entdeckt und durchlebt werden wollen.

 

Alles Liebe von

Dora

 

 

 

Du hast das Steuer in der Hand2018-12-18T13:21:49+02:00

Anderen Menschen ihre Herausforderungen zugestehen

In diesem Artikel erfährst du, warum es die logische Folge meiner inneren Haltung ist, anderen Menschen ihre Herausforderungen zuzugestehen. Langfristig ist niemandem damit geholfen, wenn wir ihm in herausfordernden Situationen sein “Gepäck” abnehmen.

 

Ein Unfall

Vorhin hatte ich mich gerade gemütlich an meinen Laptop gesetzt und den ersten Satz für einen neuen Blogartikel geschrieben. Da passierte etwas Unerwartetes:

Ich höre lautes Klopfen an meiner Tür (ich habe keine Klingel) und dass jemand aufgeregt meinen Namen ruft. Hm, was ist denn da los? Ich gehe schnell zur Eingangstür, während das Rufen und Klopfen anhält.

Als ich die Tür öffne sehe meine Nachbarin aufgelöst mit blutiger Hand vor meiner Tür stehen. Sie sagt, dass sie ins Krankenhaus muss. Ich sage ihr, dass ich sie fahre und fange gleich an mich anzuziehen. Innerhalb kürzester Zeit machen wir uns auf den Weg.

 

Was ist passiert?

Meine Tochter ist gerade bei ihrer Oma und in guten Händen, doch die Tochter meiner Nachbarin kommt raus und sieht Verletzung ihrer Mutter. Sie ist sehr erschrocken und bekommt große Angst. Sie hat Angst, dass ein Finger ab ist. Meine Nachbarin schaut flüchtig auf ihre Hand, die sie bisher noch gar nicht bewusst angeschaut hatte und kann ihre Tochter zumindest so weit beruhigen, dass alle Finger noch dran sind.

Es ist wirklich keine ansehnliche Verletzung, die meine Nachbarin sich im Pferdestall zugezogen hat. Sie weiß selbst nicht genau wie es passiert ist. Als ich genauer auf ihre Hand schaue sehe ich, dass ein Loch in der Handfläche ist. Das war wohl ein Zinken der Mistgabel, die ein Pferd erwischt hat, als es plötzlich erschrak und ausschlug.

Ich bringe sie zur Notaufnahme und nehme im Wartebereich Platz. Dann rufe ich die Familie meiner Nachbarin an und informiere sie. Anschließend habe ich Zeit selbst zu realisieren, was gerade geschehen ist.

 

Mitleid und Sorgen

 

Annehmen was ist

Ich spüre in mich hinein und nehme eine große Aufregung und Anspannung in mir wahr. Die Empfindung im Körper fühlt sich intensiv an, es ist ein warmes, kribbeliges Gefühl im Bauch und Brustbereich.

Mir kommt die Verletzung wieder in den Sinn und ich beginne mir Sorgen zu machen. Hoffentlich lässt sich die Hand wieder herstellen. Sie sah wirklich nicht gut aus. Meine Gedanken laufen weiter, bis ich bereit bin, bewusster zu werden.

Es ist ok. Ich traue meiner Nachbarin zu, mit allem umzugehen, womit das Leben sie herausfordert. Mitleid und Sorgen sind keine wertvolle Unterstützung. Es ist ok.

 

Innere Klärung

Ich schaue weiter in mein Inneres. Wozu erlebe ich diese Situation?

Bevor ich plötzlich durch den Unfall meiner Nachbarin unterbrochen wurde, wollte ich gerade einen Blog-Artikel darüber schreiben, dass Harmonie kein ein dauerhafter, ständig anhaltender Zustand sein kann. Das Leben fordert uns immer wieder heraus und bietet uns dadurch immer wieder die Möglichkeit innerlich zu lernen und zu wachsen.

Wenn ich diese Haltung für mein Leben einnehme, dann hat das auch Folgen für meine Haltung anderen Menschen gegenüber.

Diese am Lernen und Wachsen orientierte Haltung, zieht logische Konsequenzen mit sich. Wenn es mir ernst damit ist und ich sie aufrichtig leben will, dann nehme ich nicht nur die Schwierigkeiten und Herausforderungen meines eigenen Lebens an. Ich gestehe auch anderen Menschen ihre Lern- und Wachstumserfahrungen zu.

 

Mitgefühl und Vertrauen

Da ich so nah miterlebt habe, wie große Schmerzen meine Nachbarin hatte, wie durcheinander sie war und was sich bei ihr direkt nach dem Unfall abgespielt hat, empfinde ich großes Mitgefühl für sie. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie alles gut übersteht und ihre Hand wieder voll einsatzfähig sein wird.

Doch egal was dieser Unfall für sie und ihr Leben bedeutet, ich vertraue darauf, dass er einen Sinn hat. Und auch alle Folgen, die für sie dadurch entstehen, haben einen Sinn. Es liegt allerdings nicht im Bereich meiner Verantwortung ihn zu erkennen.

Wenn sie bereit ist, hinter die Geschehnisse zu schauen, wird sie Antworten finden. Es werden sich für sie Möglichkeiten auftun, etwas Wertvolles aus ihrem Unfall mitzunehmen.

Wenn sie nicht dazu bereit ist, ist das ok! Vielleicht wird sich das Leben dann einen anderen Weg suchen, sich ihr mitzuteilen.

Wenn ich mein eigenes Leben mit all seinen Herausforderungen annehme, nehme ich im gleichen Zuge an, dass auch andere ihre individuellen Herausforderungen haben. Auch dann, wenn diese von außen betrachtet hart oder unschön sind.

 

Grenzen deiner Verantwortung

 

Klare Haltung

Diese Haltung ist für mich als Coach essenziell. Wenn Menschen zu mir kommen, um Unterstützung zu erhalten, wird diese nur sehr begrenzt sein, wenn ich sie in Hinsicht auf ihre Herausforderungen bemitleide. Als Coach und Mensch auf dem inneren Weg, ist es wichtig, mir immer wieder meinen Verantwortungsbereich und nötige Grenzen bewusst zu machen.

 

Eifrige Helfer

Werden diese Grenzen nicht bewusst gezogen, kann man sich (nicht nur als Coach oder Therapeut) einiges unnötiges Gepäck aufladen. Menschen, die die Tendenz haben, sich „übergriffig“ um andere zu sorgen und zu kümmern, öffnen sich dafür, das Gepäck und die Herausforderungen anderer mitzutragen. Sie glauben, sie täten den „armen Leidenden“ etwas Gutes.

Doch kannst du dir vorstellen, dass es das Leben auch dann gut mit ihnen meint, wenn es sie mit schmerzvolle Erfahrungen konfrontiert? Kannst du derartige Lern- und Wachstumsmöglichkeiten für dich selbst annehmen und anderen zugestehen?

Ich sehe es so, dass das Leben uns auch dann „beschenkt“ wenn wir harten oder leidvollen Herausforderungen gegenüberstehen. Unsere Aufgabe besteht darin, die Geschenke zu erkennen und anzunehmen.

Wenn eifrige Helfer nun also ein Stück des Geschenkes annehmen, das gar nicht für sie selbst bestimmt ist, machen sie sich ihren eigenen Weg durch diese “Fremdlast” schwerer als nötig. Derjenige hingegen, für den das Geschenk bestimmt war, wird dessen beraubt! Vielleicht hätte es ihm lebensverändernde Erkenntnisse ermöglicht. Doch weil er zugelassen hat, dass jemand anderes auch etwas davon bekommt, kann er nicht so viel aus der Erfahrung mitnehmen. Dann muss das Leben sich wohl etwas Neues einfallen lassen, um ihm seine Lernerfahrung zu ermöglichen. Möglich, dass dann wieder etwas Unschönes passiert…

 

Opfer- und Täteraspekte

Wer sich schon näher mit dieser Thematik beschäftigt, erkennt vielleicht bereits, dass jede Rolle in diesem –  ich nenne es mal “Retter-Drama” – zwei Seiten hat.

Die Bezeichnungen Opfer und Täter mögen für Menschen, die derartige Dramen noch nie bewusst reflektiert haben hart klingen. Diese Worte beziehen sich auf die innere Haltung und Beziehungsmuster, die in unserer Kultur vorherrschen.

Der vermeintliche Helfer will dem Opfer seine Last abnehmen. Er wird dadurch zum Täter, denn er spricht dem Opfer die Fähigkeit ab, selbst seine Herausforderungen zu tragen. Er übernimmt mehr Verantwortung, als für ihn selbst angemessen und gesund ist. Im Grunde macht er sich dadurch selbst zum Opfer, das die Last anderer (wenn auch freiwillig) trägt.

Das vermeintliche Opfer hingegen lässt zu, dass ihm jemand seine Last abnimmt. Er wird einerseits seiner Möglichkeit beraubt die Herausforderung zu meistern und daran zu wachsen. Andererseits lässt er es zu, dass andere für ihn Verantwortung übernehmen! In seiner Opferhaltung wird er selbst zum Täter, der anderen seine Last übergibt.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du in meinem Blog-Artikel Opfer, Täter, Retter – Aussteigen aus dem Drama.

 

Verantwortung zugestehen

 

Geliebte Menschen

Je näher uns jemand steht, desto schwieriger ist es in der Regel, uns gesund abzugrenzen.

Ich mag meine Nachbarin sehr, dennoch spielt sie keine zentrale Rolle in meinem Leben. Daher habe ich zwar ein wenig Zeit gebraucht, bis ich mich innerlich wieder geordnet und aufgestellt habe, doch es ist mir ohne große Prozesse gelungen.

Bei Personen, die mir besonders nahe stehen, ist das nicht immer so leicht. Da muss auch kein schwerer Unfall passieren, bis die Helferin in mir aktiviert wird ich und meinen gesunden Verantwortungsbereich verlasse.

    

Erlebnisse, die uns stark triggern

Wenn es uns nicht gelingt, uns aus den Herausforderungen Anderer in angemessener Form herauszuhalten, dann kann dies folgenden Grund haben:

Wir werden durch das, was jemand anderes erlebt getriggert, ein eigenes Thema wird berührt und nach außen projiziert. Vielleicht ist es ein schmerzvolles oder sehr emotionales Thema, dem wir uns lieber nicht stellen wollen. Wir ziehen es vor, im Leben anderer aktiv zu werden, statt den eigenen Helferimpuls zu hinterfragen.

Im Grunde ist so ein starker Trigger eine deutliche Einladung, genauer in uns selbst hineinzuschauen. Wenn wir uns damit überfordert fühlen, ist es vollkommen ok, wenn wir uns von einem Coach oder Therapeuten unterstützen lassen. Doch dann bitte darauf achten, sich jemanden zu suchen, der einem die eigenen Herausforderungen zugesteht!

 

Anderen Menschen ihre Herausforderungen zugestehen2018-12-18T13:23:45+02:00

Ja, Danke! – Innere Widerstände überwinden

Bist du bereit dich selbst und dein Leben anzunehmen, mit allem, was dazu gehört? In diesem Artikel erfährst du, wie ich mit inneren Widerständen umgehe und sie überwinde.

Es ist noch nicht lange her, dass mir eine Facette meiner inneren Haltung bewusst geworden ist. Mir fiel auf, dass sich mir in sehr vielen Situationen innere Widerstände zeigen. Diese verhindern, dass ich im Fluss bleibe und Erfahrungen unmittelbar durchlebe.

Meine Widerstände zeigen sich nicht nur als Groll gegen Menschen oder Situationen, sondern auch in Form von kritischen Gedankenschleifen, die sich auf der mentalen Ebene fortwährend mit etwas beschäftigen. Sie ziehen mich aus der eigentlichen Erfahrung heraus und kreisen in meinem Kopf umher.

 

Wahrhaftigkeit

Nun ist es so, dass ich mich dazu entschieden habe einen Weg zu gehen. Ich nenne ihn an dieser Stelle einfach mal den „Weg der Wahrhaftigkeit“. Diesen Weg kann ich nur beschreiten, wenn ich ganz ehrlich mit mir selbst und mit anderen Menschen bin. Er führt mich in meine ursprüngliche Präsenz, Schönheit und Weite zurück.

Sobald ich im Widerstand mit mir selbst oder dem Leben bin, kann ich auf dem Weg der Wahrhaftigkeit nicht weiterkommen. Mein Leben fühlt sich zäh an, ich fühle mich blockiert, starr, und nicht mehr besonders lebensfroh.

Hm, was nun?

Das ist meistens der Zeitpunkt, an dem mir mein derzeitiges Lieblingsmantra wieder einfällt: Ja, danke!

 

 

Ja zu mir

Ja, ich bin gerade nicht im Fluss, ich fühle mich gerade nicht besonders gut, ich stehe gerade Herausforderungen gegenüber. Ja, ich nehme all das an! Ja, das ist gerade Teil meines Lebens. Ja, ich bin auch mit diesem Teil meiner Selbst im Reinen. Ja, auch meine Schatten dürfen da sein. Sie erfüllen wichtige und sinnvolle Aufgaben auf meinem Weg.

Ja, ich sorge auch dann gut für mich, wenn ich im Widerstand bin!

Meine Botschaft nach innen ist: Egal was es ist, alles darf sich zeigen, es darf da sein. Das bringt mich zurück in eine liebevolle Haltung mir selbst gegenüber. So lange ich im Widerstand mit mir selbst bin, lebe ich gegen mich selbst. Das fühlt sich scheiße an und bringt mich nicht weiter.

 

Ja zu meiner Vergangenheit

Manchmal möchte ein Ereignis aus meiner Vergangenheit noch einmal gesehen werden und kommt mir in den Sinn. Dann schenke ich diesem mein Ja! Egal was es war, ich vertraue darauf, dass es wichtig für mich war und mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich jetzt bin.

Auch ein klares Ja zu meiner Vergangenheit ist ein Ja zu mir selbst und verstärkt meine Selbstliebe.

 

Ja zum Leben

 

Ja zum Leben

Ja, ich öffne mich dafür, alles zu erfahren, was das Leben zu bieten hat. Ich erkenne, dass Gegensätze einander bedingen. Ohne die Nacht zu kennen, kann ich den Sonnenschein des Tages nicht erleben und bewusst genießen.

Willkommen Leben, mit allem, was du zu bieten hast!

Auch dann, wenn gerade Nacht ist, vertraue ich darauf, dass alles seine Richtigkeit hat. Ich brauche mich nicht um mein Wohl zu sorgen. Ich vertraue dem Leben und weiß, dass auch die schwierigen Erfahrungen in meinem Leben dafür da sind, um mich bei meinem Wachstum zu unterstützen.

 

Danke

 

Danke

Der zweite Teil meines kleinen Mantras Ja, danke! geht über meine Selbstannahme und die Annahme des Lebens hinaus. Aus dem Vertrauen heraus, dass mich jede Erfahrung weiterbringt und jetzt gerade wichtig für mich ist, entsteht eine tiefe Dankbarkeit für das Leben.

So ist es mir auch möglich, mich mit einem Lippenherpes auszusöhnen, wenn ich eigentlich gerade einen Fototermin geplant habe, um Bilder für meine Webseite machen zu lassen. Ja, Danke! Ja, da will sich gerade etwas anderes zeigen, das Vorrang hat! Danke dafür!

 

Annehmen heißt nicht hinnehmen

Das bedeutet nicht, dass ich alles was mir widerfährt einfach hinnehme. Natürlich werde ich dann aktiv, wenn es sinnvoll ist anzupacken. Doch so bin ich es zumindest nicht mehr selbst, die sich im Weg steht und wundert, warum es nicht weiter geht.

Selbstannahme, die Bejahung des Lebens und Dankbarkeit für das was ist, das sind kraftvolle Instrumente, die jeden Weg erleichtern. Sie verhindern, dass Lebensenergie sinnlos vergeudet wird und ermöglichen es, diese auch in schwierigen Situationen dorthin zu lenken, wo sie gerade wirklich benötigt wird.

 

Ja, Danke!

 

Ja, Danke! als Meditation

Wenn du die Kraft vom Ja, danke! einmal ausprobieren möchtest, mach es dir bequem und schließe die Augen. Wenn du dich selbst und deine Wahrnehmungen, Empfindungen und Gedanken beobachtest, schenke einfach allem, was sich zeigt ein aufrichtiges Ja, danke! Wenn du dies ein wenig übst wirst du sehen: Was unangenehm oder störend ist, löst sich auf und Blockaden kommen wieder in den Fluss. Das Leben kann auch dann einfach sein, wenn etwas im ersten Moment schwer und zäh erscheint.

Übe diese Meditation zunächst wenige Minuten und beobachte genau, was sich verändert, wenn du jedem Objekt deiner Aufmerksamkeit ein Ja, danke! schenkst.

 

Tiefere Widerstände

Ja, danke! ist eine innere Haltung, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg immer mehr dort ausbreiten darf, wo wir ihr Raum zur Verfügung stellen.

Es gibt Lebensthemen, denen wir nicht auf Anhieb mit einem Ja, danke! begegenen können. Wir merken dann, dass wir im Widerstand stecken bleiben oder uns ein „Danke“ ganz unmöglich scheint. Wie soll ich dafür dankbar sein, wenn es mir doch gerade so schlecht damit geht?

 

Ja, danke!

 

Ich hole mir Unterstützung und lasse mich coachen bei besonders herausfordernden Themen, mit denen ich alleine nicht weiter komme. Seitdem ich nicht mehr den Anspruch an mich selbst habe, alle inneren Prozesse alleine in Gang bringen zu müssen, ist dies für mich eine wundervolle stimmige Lösung.

Mit der Zeit ist mein Ja, danke! nun schon so weit und groß geworden, dass es tatsächlich eher selten passiert, dass ich alleine nicht weiterkomme. Dies verdanke ich erkenntnisreichen Begegnungen und der kontinuierlichen Teilnahme an professionell begleiteten Seminaren, in denen ich viele blinde Flecken entdecken und alte Wunden heilen darf.

Wie groß ist dein Ja, danke! aktuell? Wo bist du bereit, dir selbst und deinem Leben aus vollem Herzen ein Ja, danke! zu geben? Wo zögerst du noch dies zu tun?

 

Die kleine Heilapotheke von Uwe Albrecht

Mein Mantra Ja, danke! hat sich im Laufe meiner Arbeit mit dem innerwise System entwickelt.  Die “Kleine Heilapotheke” von innerwise hat mit Sicherheit einen wichtigen Beitrag zu dieser Formulierung  und Haltung geleistet.

Wenn du mit dem Armlängentest vertraut bist, kann die Arbeit mit der kleinen Heilapotheke eine wundervolle Möglichkeit sein, tiefsitzende Widerstände aufzulösen. Für ein umfassendes Verständnis der kleinen Heilapotheke empfehle ich dir, zunächst einen Basiskurs bei einem der innerwise-Mentoren in deiner Nähe zu machen.

 

Viel Freude beim Annehmen und dankbar sein!

 

 

Ja, Danke! – Innere Widerstände überwinden2018-12-18T13:22:26+02:00

Von konventioneller zu energetischer Selbstversorgung

Im Jahr 2017 habe ich begonnen, mich über den Weg der Integrität neu auszurichten und betrachte seither „energetische Selbstversorgung“ als den nächsten großen Meilenstein in meinem Leben.

In diesem Artikel erfährst mehr darüber, wie ich mich von meinem Traum eines Einsiedler-Selbstversorger-Lebens abgewendet habe. Nun habe ich meinen Fokus ganz nach innen gereichtet, um tiefgreifende Veränderungen in mir und damit auch in der Welt herbeizuführen.

 

Gescheiterter Lebenstraum

Zum Ende des Jahres 2017 möchte ich meinen persönlichen Rückblick auf meine Neuausrichtung, die dieses Jahr mit sich gebracht hat, mit dir teilen.

Es ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, dass ein großer Lebenstraum von mir gescheitert ist. Mein ehemaliger Lebensgefährte und ich hatten uns auf einem zwei Hektar großen Grundstück inmitten wunderschöner Natur niedergelassen. Dort bewohnten wir mit unserer kleinen Tochter einen ganz neu renovierten und liebevoll gestalteten Bauwagen. Dieses gemütliche Zuhause stand allerdings nur wenige Monate so unversehrt inmitten wunderschöner Natur. Denn eines Abends, als meine Tochter und ich nach Hause kamen, fanden wir es in lodernden Flammen wieder.

Nach dem Löschen des Feuers war unser Zuhause unbewohnbar.

Viele schwierige Veränderungen wurden dadurch für uns in Gang gesetzt. Sie haben uns alle stark herausgefordert. Weil wir uns den daraus entstandenen Herausforderungen gestellt haben, durften wir nachhaltig daran wachsen! Rückblickend waren es für mich mitunter die wertvollsten Erlebnisse und Veränderungen meines Lebens.

 

Meine “konventionelle” Selbstversorger-Erfahrung

Aber noch einmal zurück zu unserem Einsiedler-Leben. Ich hatte mich vor unserem Umzug auf unser Grundstück im Grünen einige Jahre lang viel mit dem Thema Selbstversorgung auseinandergesetzt. Wir bewirtschafteten zusammen mit den Eltern meines ehemaligen Lebensgefährten einen großen Selbstversorger-Garten mit Gewächshäusern und stattlichem Kartoffelacker. Ich sah die Zukunft meines Lebens und Strebens darin, mich zusammen mit meiner Familie vom “System” unabhängig zu machen. Wir zogen auch in Betracht, uns mit weiteren Familien innerhalb einer kleinen Gemeinschaft zusammenzutun, um nicht so alleine dazustehen.

 

Bauwagen

 

Ich machte viele wertvolle Erfahrungen während dieser Zeit, lernte viel über Pflanzen, Anbau, natürliche Haltbarmachung, Einlagerung und weitete meinen Horizont mit Kenntnissen der Permakultur und anderen grandiosen Verfahren. Darüber hinaus lernte ich das Spinnen an einem Spinnrad, experimentierte mit selbst gewonnenen Pflanzenfasern und begann meine ersten Erfahrungen mit Rohwolle zu machen: Sortieren, Waschen, Kämmen, Spinnen, Stricken. Denn auch Textilien selbst herzustellen, war meiner Ansicht nach ein wichtiger Teil der Selbstversorgung.

 

Das starke WOLLEN

Im Nachhinein kann ich nun sagen, dass viele Entbehrungen, mit denen ich während dieser Zeit einverstanden war, mehr waren, als für mich tatsächlich stimmig war. Ich verschloss mich allerdings dieser Erkenntnis gegenüber. Ein Grund dafür war sicherlich folgender: Ich WOLLTE, dass alles so funktionierte, wie ich es mir vorstellte.

Damit verlor ich die Leichtigkeit im Leben und versuchte gegen die Strömung meines natürlichen Lebensflusses anzukämpfen.

Neben dem Festhalten an Wünschen und Ideen, die mein Leben nicht in der Form bereicherten, wie ich es mir erhoffte, kamen noch weitere Hürden hinzu. Es waren die einschneidenden Veränderungen des Mutterwerdens und -seins, die mich jeden Tag wieder von neuem herausforderten. Ich fühlte mich extrem überfordert und konnte nicht mehr in mein inneres Gleichgewicht finden.

Nach einer Weile wusste ich nicht einmal mehr was es war, das mich so unzufrieden machte. Ich war so lange über meine eigentlichen Bedürfnisse hinweggegangen, dass ich Folgendes nicht begriff: Ich selbst war die Ursache meiner eigenen Unzufriedenheit. Ich hatte während dieser Zeit vollkommen verdrängt, dass ich allein dafür verantwortlich bin, nach mir zu schauen. Es ist meine eigene Aufgabe, mich gut zu behandeln und das zu tun, was mich erfüllt!

 

Schicksalsschlag als Chance

Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich durch den Brand unseres kleinen Zuhauses noch einmal neu beginnen durfte. Ich sagte mir: „Jetzt habe ich die Wahl, noch einmal neu zu entscheiden. Möchte ich alles noch einmal so aufbauen wie es war oder wage ich eine Veränderung?“ Die Antwort lag aufgrund meiner vorherrschenden Unzufriedenheit auf der Hand. Das was wir erschaffen hatten, die Erfüllung eines Lebenstraumes, hatte mir keine fühlbare Erfüllung gebracht.

 

Schicksalsschläge als Chance

 

Ohne jetzt noch weiter in die Details zu gehen, sah die Situation drei Monaten nach dem Brand etwa so aus: Ich lebte wieder in meiner alten Heimat, alleine mit meiner Tochter und wusste nicht so recht, wie es für mich weiterging.

Ich begann Seminare zu besuchen und mich coachen zu lassen. Ich war entschlossen wieder Schöpfer meines Lebens zu werden und fortan besser auf mich achtzugeben. Es gab noch einige große Herausforderungen zu meistern in meiner neuen Umgebung, doch schon innerhalb kürzester Zeit fühlte ich mich auf dem richtigen Weg. Ich begann wieder aufmerksam hinzufühlen und in mich hineinzuspüren.

 

Erkenntnisse

Im Laufe des Jahres 2017 hatte ich viele tiefgreifende Erkenntnisse, die mir ganz neue Möglichkeiten aufgezeigt haben. Sie haben Schritt für Schritt eine neue Lebensqualität für mich erfahrbar gemacht. Mit der Öffnung für die „energetische Ebene“ unseres Daseins, fühle ich mich immer wieder wie ein neugieriges Kind, das langsam lernt, die Wunder der Welt zu verstehen.

Vielleicht ist das Wort „Wunder“ nur für Menschen erdacht, die tiefere Zusammenhänge des Lebens nicht verstehen. Das Leben ist so großartig und genial komponiert, dass ich darüber nur staunen kann!

 

Wunder

 

Ich lernte zu verstehen, was es bedeutet, sich energetisch selbst zu versorgen. Ich begann auch zu begreifen, dass ich bisher als Individuum noch nicht “autark” war. Im gleich Zuge ging grundlegende Schritte, um dorthin zu gelangen.

Es gibt sicherlich viele Wege zur energetischen Selbstversorgung, doch ich denke keiner kommt um folgende Stationen herum:

  • eine hohe Integrität,
  • Selbstliebe,
  • einen fortwährenden Zugang zur Intuition,
  • die Fähigkeit sich dem Leben hinzugeben,
  • anzunehmen was sein soll
  • und dennoch aktiv und schöpferisch das zu gestalten, was im Sinne seines eigenen höchsten Wohles ist und zum höchsten Wohle aller.

Was ich hier beschreibe muss kein langer Weg sein, kann es aber. Ich weiß, dass ich erst am Anfang meines Weges stehe, doch ich spüre bereits wie es ist, mich im natürlichen Lebensfluss treiben zu lassen, im FLOW zu sein. Ich beginne mich mehr und mehr selbst zu achten und lieben, bekomme einen Zugang zum meinem tiefen Lebenssinn und sehe große, mir bisher verborgene Zusammenhänge.

 

Den eigenen Schatten durchdringen

Ich habe herausgefunden, dass der Weg über die umfassende Kenntnis der eigenen Schatten nötig ist, um nicht mehr von ihnen unbewusst beherrscht zu werden. Daher bin ich weiterhin bereit, mich mit all meinen hellen und dunklen Seiten bekannt zu machen und auszusöhnen. Erst wenn ich meinen Schatten voll durchdringe, kann ich zu einer vollkommen autarken Energiequelle für mich selbst und mein Umfeld werden.

Mittlerweile ist meine energetische Selbstversorgung bereits viel höher und umfassender als vor einem Jahr. Ich fühle mich viel wacher, strahlender, klarer und harmonischer als vorher. Doch ich spüre, dass ich noch ein viel größeres Potential habe, dass sich mir sicherlich im Jahr 2018 noch deutlicher zeigen wird.

Ob ich damit dann irgendwann wieder an meine früheren Ideen einer konventionellen Selbstversorgung anknüpfe, wird sich zeigen. Meine Prioritäten haben sich jedenfalls geändert.

Danke für all diese bereichernden und sinnstiftenden Erlebnisse und Erkenntnisse!

 

Ich liebe das Leben mit allem, was es zu bieten hat!

 

 

Von konventioneller zu energetischer Selbstversorgung2018-12-18T13:22:51+02:00

Das Unbewusste – Psychologisch, ganzheitlich, überbewusst

Unser Bewusstsein stellt symbolisch betrachtet die kleine sichtbare Spitze eines schwimmenden Eisbergs dar. Sein Großteil befindet sich unter dem Wasser. Dieser verborgene Anteil ist in seiner Größe und Tiefe der kleinen sichtbaren Spitze bei weitem überlegen. Er steht für das Unbewusste in unserem Leben, das sowohl unsere persönliche als auch kollektive Wirklichkeit durchdringt.

In meinem Artikel Der Armlängentest – Gespräche mit dem Unbewussten habe ich die Bedeutung des Unbewussten für unser Leben bereits erwähnt. Nun möchte ich genauer darauf eingehen, was es mit dem Unbewussten auf sich hat.

 

Was ist das Unbewusste? Wie groß ist es tatsächlich?

Ich möchte dich zunächst zu einem kleinen psychologischen Exkurs einladen. Damit möchte ich eine solide Grundlage für das Verständnis des Unbewussten schaffen. Im Anschluss werde ich allerdings den Bereich der Psychologie wieder verlassen, um dir eine viel weitere Auffassung vorzustellen.

 

Aus der Psychologie

Das Unbewusste ist psychologisch gesehen ein vieldeutiger Begriff. Grundsätzlich wird darutnter eine innere Instanz ohne rationale Kontrollierberkeit verstanden. Es sind darin Inhalte gespeichert und finden Vorgänge statt, die aus vielfältigen Gründen dem Bewusstsein nicht zugänglich sind.

Nur etwa 5-10% all unserer täglichen Erfahrungen und Eindrücke spielen sich in unserem Bewusstsein ab. Der Rest bleibt verborgen im Unbewussten.

 

Selektive Wahrnehmung

Unsere Wahrnehmung funktioniert immer selektiv. Das heißt es werden einige wenige Informationen aus einer riesigen verfügbaren Menge ausgewählt. Dies geschieht größtenteils unbewusst. Nur ein kleiner Teil der ausgewählten Informationen erreicht letztendlich unser Bewusstsein.

In jeder Sekunde deines Lebens bist du einer Fülle von Informationen und Wahrnehmungen ausgesetzt. Das Auswählen und Eingrenzen von Informationen ist nötig, um diese riesige Informationsmenge überhaupt bewältigen zu können.

Unser Gehirn ist dabei stets auf der Suche nach Mustern und bevorzugt es, an bereits bekannte Informationen anzuknüpfen. Die selektive Wahrnehmung steuert – meist unbewusst – die Suche nach bekannten Mustern. Informationen, die ein bereits vorhandenes Muster stützen werden stärker wahrgenommen als konträre Positionen. Demnach beeinflussen Erfahrungen, Erwartungen, Einstellungen, Neigungen etc. die Auswahl der wahrgenommenen Eindrücke.

 

Das Unbewusste

 

Unbewusstes nach Freud

Sigmund Freud war ein großer Vertreter von Erkenntnissen über ein verborgenes Unterbewusstseins. Er beschränkte sich zunächst darauf, das Unbewusste als den Zustand verdrängter oder vergessener Inhalte zu bezeichnen. Aus dieser Sicht war es für ihn nicht mehr oder weniger als ein Sammelort dieser unbewussten Inhalte.

Doch seine späteren Schriften liefern Hinweise dafür, dass er sein Verständnis davon, was das Unbewusste ist, erweitert hat. Freud sprach ihm zuletzt mehr als nur die Funktion einer persönlichen Sammelstelle zu und zog darüber hinaus eine kollektive Komponente mit in Betracht.

 

Kollektives Unbewusstes nach Jung

C.G. Jung beschrieb das Phänomen eines kollektiven Unbewussten, als „zweites psychisches System von kollektivem, nicht persönlichem Charakter“. In Untersuchungen, die ihn zu dieser Sichtweise veranlassten, beschäftigte er sich mit Träumen und Motiven aus Religion, Mythen und Märchen im interkulturellen Vergleich.

Damit fügte er dem Modell eines persönlichen Unbewussten ein weiterreichendes Modell einer sozusagen grenzüberschreitenden Unbewussten Instanz hinzu.

 

Weiterführende Überlegungen

Es gibt noch weitere psychologische Modelle, die interaktive unbewusste Mechanismen, Felder etc. beschreiben. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht weiter in psychologischen Theorien herumgraben. Das worauf ich hinaus möchte hat mit mir bekannten Strömungen der Psychologie nichts mehr zu tun.

Ich nehme an, dass es sich mit dem Unbewussten so wie mit uns Menschen verhält: Es existiert auf unterschiedlichen Ebenen. Vereinfacht dargestellt existiert ein Mensch auf der strukturellen, biochemischen, rhythmischen, mentalen, emotionalen, seelischen und energetischen Ebene. Das Modell dieser sieben Ebenen stammt von Uwe Albrecht, dem Begründer des innerwise Systems. Darüber hinaus hat er diesem Modell eine achte Ebene hinzugefügt für alles, was wir nicht sehen, verstehen oder erfassen können. Die achte Ebene hat er als unbekannte Ebene bezeichnet.

 

Mensch

 

Ich gehe davon aus, dass das Unbewusste alle Bereiche unseres menschlichen Daseins durchdringt. Je mehr wir uns für all diese Ebenen öffnen, desto eher können wir die wahre größe des Unbewussten erahnen. Alleine durch das Anerkennen einer uns “unbekannten Ebene” wird klar, dass wir das Unbewusste niemals ganz erfassen oder verstehen können. Es wird immer noch mehr zu entdecken geben.

 

Mein persönliches Resumee

Wenn wir das Unbewusste als ein Bewusstsein höherer Ordnung betrachten, dann wird plötzlich unser sogenanntes Bewusstsein zu etwas, das tatsächlich nicht besonders viel weiß, versteht und erkennt. Vielleicht wäre für das Unbewusste bzw. Unterbewusste das Wort Überbewusstsein besser gewählt. Ist es nicht im Grunde das, was in Mystik, Religion und Spiritualität beschrieben wird?

Was ich bisher durch die Arbeit mit dem Armlängentest erfahren habe, der uns sozusagen einen Zugang zum “Überbewussten” ermöglicht, kann nicht mehr durch persönlichkeitsbezogene psychologische Modelle erklärt werden. Es wurde mir dadurch ganz praktisch verdeutlicht, dass diese Welt so viel großartiger ist, als die meisten von uns bislang vermuten.

Für mich ist das sogenannte Unbewusste eine große wissende Quelle, mit der wir alle verbunden sind. Sie schenkt uns die Intuition, die mehr weiß, als der Verstand. Abgesehen von ganz praktischen Erfahrungen, die mich zu dieser Erkenntnis gebracht haben, fühle ich es wie ein uraltes, tiefes Wissen in mir.

 

 

Das Unbewusste – Psychologisch, ganzheitlich, überbewusst2018-12-18T13:23:14+02:00

Der Armlängentest – Gespräche mit deinem Unbewussten

Der Armlängentest ist in einer Phase meines Lebens zu mir gestoßen, als es mir im Großen und Ganzen ziemlich schlecht ging. Es dauerte eine Weile, bis ich lernte damit zuverlässig umzugehen. Doch bereits auf meinem Lernweg wurde mir klar, dass dieser Test zukünftig einen wichtigen Platz in meinem Leben bekommen würde.

Jetzt, da ich schon so viele wertvolle, überraschende und bereichernde Erfahrungen mit dem Armlängentest gemacht habe, möchte ich ihn dir vorstellen und dir mehr darüber erzählen.

Wer weiß, vielleicht wird er zukünftig auch für dich ein treuer, ehrlicher und weiser Freund an deiner Seite sein…?

 

Armlängentest

Der sogenannte Armlängentest wurde von Raphael van Assche entdeckt. Große Aufmerksamkeit bekommt er mittlerweile bei dem von Uwe Albrecht entwickelten innerwise® System, mit dem ich als Coach arbeite. Uwe ist Arzt, Forscher, Philosoph, Autor und Visionär. Er selbst ist vor vielen Jahren auf den Test gestoßen und hat seither damit unglaubliche Entdeckungen gemacht.

 

Was genau ist der Armlängentest?

Unser Muskelsystem reagiert auf Stress. Biochemisch betrachtet löst unser Gehirn bei Stress über die Substanz P (ein Neuropeptid) in unseren Muskeln eine schwächende Reaktion aus.

Die Veränderung der Muskelspannung bei Stress äußert sich körperlich durch unterschiedliche Armlängen.

Beim Armlängentest handelt es sich also um einen neurologischen Reflex. Er eignet sich hervorragend als körpereigene Biofeedback-Methode.

Der Armlängentest stellt eine grandiose Möglichkeit dar, mit unserem Unbewussten zu kommunizieren. Durch die Veränderung der Armlängen, kann am Körper beispielsweise abgelesen werden, welche Lebensmittel, Themen, Wünsche, Ziele etc. in uns unbewusst Stress erzeugen.

 

Armlängentest - Ja / Nein

Vorteile des Armlängentests

Der Armlängentest bringt gegenüber anderen Biofeedback-Verfahren einige Vorteile mit sich:

  1. Du bist in der Lage alleine zu testen, brauchst also niemanden, der für dich testet
  2. Du brauchst keine Hilfsmittel und kannst den Armlängentest zu jeder Zeit an jedem Ort anwenden.
  3. Der Armlängentest zeigt mehr also nur Entspannung („ja“) oder Stress („nein“) an. Du kannst auch mit Hilfe des Armlängentests erkennen, ob du dich gerade in einer Starre befindest. Eine Starre bedeutet, dass dein Körper keine gesunde Reaktion bzw. Regulation zeigt, was zum Beispiel häufig nach traumatischen Erlebnissen der Fall ist.
  4. Darüber hinaus ist ein verändertes Reaktionsmuster bei allergischen oder panischen Reaktionen an den Armen ablesbar.
  5. Je nachdem wie groß der Unterschied der Armlängen ist, kann er anzeigen, ob ein kleiner oder großer Stress besteht.

 

Den Armlängentest erlernen

Auf der offiziellen innerwise-Website gibt es einen wirklich schönen Beitrag, der das Erlernen des Armlängentest in Schrift und Bild beschreibt. Darüber hinaus findest du dort kurze Videos, die dir den Test näherbringen. Hier ist ein Link zur Seite.

Uwe Albrecht hat sogar ein Buch über den Armlängentest geschrieben (Ja oder nein – Das Leben kann so einfach sein), das dir neben der genauen Anwendung des Tests die unglaubliche Fülle seiner Einsatzmöglichkeiten aufzeigt.

Ich habe den Armlängentest zunächst über Videos und Beschreibungen gelernt. Nach einigen Monaten gelegentlicher Anwendung, habe ich jedoch festgestellt, dass ich häufig nicht im vollen Vertrauen beim Testen war. Für mich war es daraufhin sehr hilfreich, den Basiskurs bei einer erfahrenen innerwise-Mentorin zu besuchen. Ich konnte davon viele Inspirationen und praktische Übungsmöglichkeiten mitnehmen. Das gemeinsame Üben in einer Gruppe von Interessierten war für eine große Bereicherung. Darüber hinaus hat mir der Kurs sehr dabei geholfen zuverlässige Testergebnisse zu erhalten, meinem „Kugelblick“ (siehe unten) und letztendlich mir selbst zu vertrauen.

 

Gespräche mit deinem Unbewussten

Wie bereits erwähnt, eröffnet dir der Armlängentest die Möglichkeit, mit deinem Unbewussten zu kommunizieren. Wenn wir in unserem Leben wirklich etwas verändern wollen, dann ist es nötig, einen Kontakt zum Unbewussten herzustellen. Unser alltägliches Bewusstsein und der Verstand verfügen leider nur über beschränkte Kapazitäten und Möglichkeiten. Über wirklich grundlegende Veränderungen entscheidet dein Unbewusstes.

 

Das Unbewusste

 

Die Voraussetzung für klare, zutreffende Antworten

Es gibt eine wichtige Voraussetzung, um mit dem Armlängentest wirklich zutreffende Antworten zu bekommen. Du bekommst nur dann wirklich sinnvolle Antworten, wenn du dich beim Testen innerlich ganz leer machst und deine persönliche Perspektive verlässt.

Das ist im Grunde ganz einfach, aber praktisch nicht immer so leicht, denn wir sind es gewohnt nur einen kleinen Teil der großen Wirklichkeit zu sehen.

 

Der Kugelblick

Uwe Albrecht nennt die Erweiterung deiner persönlichen, engen Perspektive den „Kugelblick“. Du betrachtest dich selbst von außen, als könntest du dich aus allen möglich Perspektiven wahrnehmen. Er beschreibt das Bild einer Kugel, die aus unendlich vielen Augen besteht. Stelle dich gedanklich in diese Kugel hinein und betrachte dich von außen durch all die vielen Augen.

 

Kugelblick

 

Wenn du mit dieser Vorstellung nur wenig anfangen kannst, versuch’ es mal mit einer oder mehreren der folgenden Möglichkeiten:

  1. Stelle dir vor, du kannst dich von außen sehen, wie eine Puppe. Du bist nicht mehr „du als Person“, sondern der bewusste Raum um dich herum. Du betrachtest dich liebevoll, mit einem inneren Lächeln und bist völlig unbetroffen.
  2. Stell dich vor einen Spiegel und teste als unbeteiligter Außenstehender für die Person im Spiegel.
  3. Atme ein paar tiefe Atemzüge in deinen Unterbauch und bringe dein Bewusstsein in deine Füße. So kommst du aus dem Kopf heraus.
  4. Stell dir vor dein Herz öffnet sich vollkommen. Es weitet sich bis in deine Arme aus, wenn du diese zusammenführst (Stichwort „Ikea-Herz mit Armen“ – Danke, Simone Klinge, für die Inspiration)
  5. Sei ganz naiv und unbedacht, wie ein Kind beim Spielen: „Mal gucken was meine Arme sagen!“
  6. Erinnere dich vor dem Testen daran, auf allen Ebenen, aus allen Dimensionen, Zeiten und Räumen zu testen.
  7. Verbinde dich mit deiner Quelle und teste mit der Absicht, wertfrei und voller Vertrauen zu sein.
  8. Teste folgende Aussagen: „Die Antwort ist mir egal.“, „Ich bin im Kugelblick.“, „Ich (als Person) schaue“, „Es schaut durch mich.“ Wenn es durch dich schaut, dann bist du nicht mehr in deiner persönlichen Sichtweise. Wenn dir die Antwort nicht egal ist, dann bist du noch zu sehr in deiner persönlichen Perspektive verhaftet.

 

Letztendlich bedarf es fortwährender Übung, um immer leichter in den Kugelblick zu finden und darin zu verweilen. Wenn du nicht dich selbst sondern für andere Menschen testest, wird es dir wahrscheinlich leichter fallen, im Kugelblick zu bleiben.

Wenn es sich um sehr emotionale eigene Themen handelt und du noch nicht so viel Übung mit dem Kugelblick hast, macht es Sinn eine zweite Person hinzuzuziehen und für dich testen zu lassen.

 

 

Anwendungsmöglichkeiten

Dein Unbewusstes ist in jedem Bereich deines Lebens ein wertvoller, weiser Ansprechpartner. Die Anwendungsmöglichkeiten des Armlängentests sind also schier unerschöpflich.

  1. Wenn du bereits den Wert deiner Intuition zu schätzen weißt, stellt der Armlängentest eine tolle Möglichkeit dar, diese zu überprüfen. Letztendlich ist auch die Intuition nichts anderes als das Verstehen von Botschaften deines Unbewussten.
  2. Unverträglichkeiten oder Allergien erfassen: Sei nicht überrascht, wenn deine Unverträglichkeiten Veränderungen/Schwankungen unterzogen sind. Der Armlängentest macht sichtbar, was viele Menschen nicht vermuten, nämlich dass es auch in diesem Bereich keine starren Wahrheiten gibt.
  3. Du kannst testen, welche Medikamente oder Lebensmittelergänzungen du wirklich brauchst und welche dir schaden.
  4. Fragen zu deinem Schlaf und dem Schlafplatz: Ein guter Schlaf ist eine Grundvoraussetzung für ein angenehmes Energieniveau und deine Zufriedenheit. Er ist es Wert, einmal von Grund auf „überprüft“ zu werden. Sind deine Arme gleichlang, wenn du dir vorstellst, die ganze Nacht über in deinem Bett zu schlafen? Ist das Bett im Schlafzimmer optimal platziert? Gibt es etwas in deinem Schlafzimmer, das deinen Schlaf beeinträchtigt? Etc.
  5. Lebenspraktische Fragen: Was tut mir gut? Wer tut mir gut?
  6. Du kannst auch in deinem Berufsleben vielseitige Anwendungsmöglichkeiten finden: Was ist heute wichtig zu erledigen? Womit fange ich an? Soll ich das jetzt wirklich sagen? Fordert mich meine Arbeit und lässt mich wachsen? Erledige ich meine Aufgaben mit hoher Qualität?
  7. Du findest auch viele Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen der Partnerschaft, Freundschaft, Selbstliebe, Schwangerschaft, bezüglich Eltern-Kind-Dynamiken, dem Wohnort, deinem Zuhause, deiner Gesundheit, Freizeitaktivitäten, Spiritualität etc.

 

Sei kreativ und trete in Kontakt mit dem, was dir bisher verborgen war. Und sei nicht verwundert, wenn deine Arme etwas ganz anderes sagen, als du aus deinem Verstand heraus erwartest.

 

Lass dich überraschen von dir selbst, von dem Unbewussten, von dem Leben, das mit dir spricht 

 

Der Armlängentest – Gespräche mit deinem Unbewussten2019-01-03T21:57:25+02:00