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Potentialentfaltung – Begabungen erkennen

In diesem Blogbeitrag geht es um das Thema Begabungen. Was sind Begabungen und wie können diese erkannt werden?

 

Jedes Kind ist ein Genie

Seit langem wurde durch die Neurowissenschaft belegt, dass jeder Mensch mit unglaublich großem Potential zur Welt kommt. Die Vernetzung und Hirnaktivität von Kindern ist in den ersten Lebensjahren enorm groß, so dass nur von kleinen Genies die Rede sein kann. Im Laufe des Heranwachsens kann beobachtet werden, dass diese Aktivität und ausgeprägte Vernetzung wieder abnimmt. Hauptsächlich die Fähigkeiten, die im Alltag wirklich zum Einsatz kommen, bleiben erhalten. Die Anpassung an das Umfeld spielt dabei eine zentrale Rolle.

Schön und gut. Was bringt einem erwachsenen Menschen diese Erkenntnis, dass jeder, also auch er selbst, mit enormen Potentialen und Begabungen das Licht der Welt erblickt hat?

Mir macht sie bewusst, dass es sich lohnt, mich auf den Weg zu begeben, meine vergessenen Potentiale wiederzuentdecken. Dabei erlebe ich momentan sehr intensiv, dass es nie zu spät dafür ist. Selbst dann, wenn eigene Begabungen und Fähigkeiten bereits völlig in Vergessenheit geraten sind, können sie wiedergefunden und zum Leben zu erweckt werden.

Jedes Kind ist ein Genie also hat jeder Erwachsene das Potential eines Genies. Doch nicht jeder nutzt sein Potential und bringt es zum Erblühen.

Darüber hinaus empfinde ich es als sehr bereichernd, mir die Potentiale bewusst zu machen, die auf meinem Lebensweg bisher schon zum Einsatz gekommen sind und bereits präsent sind. Denn wenn mir bewusst ist, was ich bereits kann und welche Potentiale ich bereits nutze, kann ich sie viel effektiver in meinem Leben nutzen.

 

Jeder Mensch hat Begabungen

Viele Menschen haben sich irgendwann im Laufe ihres Lebens bewusst oder unbewusst entschieden zu glauben, dass es nur manche spezielle Menschen gibt, die begabt sind. “Otto-Normal” werden vielleicht auch ein paar Fähigkeiten zugetraut, die aber nicht nennenswert sind. Nur die Menschen, die eine Begabung besonders stark ausprägen und sie gezielt „herauskitzeln“ werden als begabt angesehen.

Was für ein schlauer Mechanismus, um sich unbewusst von der eigenen Selbstentfaltung abzuhalten.

Ich habe einige Jahre lang mit Menschen zusammengearbeitet, die mit dem Stempel „Behinderung“ oder „psychisch krank“ am Rande unserer Systeme geparkt werden. Was ich dort entdeckt habe, kann kaum jemand, dem ich es erzähle ernst nehmen: Mir wurde mit der Zeit klar, dass es sich um hochbegabte Menschen handelt. Es waren einige Menschen darunter, die Schwierigkeiten hatten, im Alltag zurecht zu kommen. Dinge, die für mich einfach waren, konnten einige von ihnen nicht so gut. Auf der anderen Seite konnte jeder etwas, das ich nicht so gut konnte. So wie überall im Leben also.


Vergleiche können manchmal hilfreich sein, um etwas „einordnen“ zu können. Sie hindern uns aber insbesondere daran, unsere Potentiale zu erkennen und zu leben.

 

Besondere Begabungen

 

Unsichtbare Begabungen

Ich möchte dir ein Beispiel nennen. Es gab damals eine Frau, mit der ich zusammengearbeitet habe. Sie war etwa 45 Jahre alt und lebte in einer Wohngruppe. Dort bekam sie hin und wieder Unterstützung, um ihren Alltag und ihr Leben eigenständig zu bewältigen.

Als Kind lief ein Teil ihrer Entwicklung langsamer, als bei anderen Kindern. Sie brauchte z.B. einige Jahre, um sprechen zu lernen. Durch einfühlsame Begleitung und das Vertrauen ihrer Mutter lernte sie es schließlich.

Auf der anderen Seite hatte sie eine Begabung, die von außen nicht ersichtlich war. Sie hatte nicht nur ein „absolutes Gehör“, konnte also beim Hören eines Tones diesen genau bestimmen (später auch als C, D, E, usw. benennen) und eine ausgeprägte akustische Wahrnehmung. Sie war auch in der Lage, Verbindungen von Tönen und beispielsweise Farben herstellen. Die Frequenz eines Klanges, konnte sie einfühlsam mit der Frequenz einer Farbe zusammenbringen.

Einmal erzählte sie mir sehr eindrucksvoll von Kindheitserinnerungen. Dabei wurde mir deutlich, was für einen großen Stellenwert das Hören schon immer bei ihr hatte: Sie erinnerte sich z.B. sehr detailliert an das Quietschen einer S-Bahn, mit der sie früher häufig gefahren ist. Dieses konnte sie auch Jahrzehnte später in ihrer Erinnerung abrufen und sehr feinsinnig und vielschichtig umschreiben. Für sie waren Klänge ein wichtiges Element ihres Lebens. Das wurde mir auch bewusst, als sie mir erzählte, dass die Schleifmaschine, an der sie manchmal arbeitete, einen Fis Ton von sich gab. Diesen konnte sie Frequenzgenau nachsummen.

 

Was ist eine Begabung?

 

Begabungen erkennen

Vielen Menschen ist, wie bereits weiter oben erwähnt, nicht bewusst, dass sie Begabungen haben. Es kommt sogar häufig vor, dass Potentiale und Talente auch dann nicht erkannt werden können, wenn jemand beginnt danach Ausschau zu halten.

Was besonders nahe liegt und möglicherweise schon ein Leben lang „selbstverständlich“ ist, wird manchmal nur schwer erkannt.

Gegenwind

Gegenwind

Bei manchen deiner Begabungen kann es sein, dass du von außen eher auf Widerstand statt auf Zuspruch oder „Anerkennung“ dafür stößt. Es kommt immer wieder vor, dass gerade herausragende Talente in unserem Kulturkreis ignoriert oder gar mit Abwehr „sanktioniert“ werden. Die unterschwellige, unausgesprochene Botschaft ist vielerorts: „Sei bloß nicht schlechter, aber auch nicht besser als der Durchschnitt.“

Wenn du dein Leben lang für eine Gabe, die du hast, immer wieder „eins auf den Deckel“ bekommst und kaum positives Feedback dafür erhältst, kann es sein, dass du gerade dort eine Schwäche vermutest, wo besonderes Potential liegt. Vielleicht verdeutlicht dir das, wie wundersam und teilweise auch verworren der Weg zu den eigenen Potentialen sein kann.

Und auch dann, wenn die Erkenntnisse dann da sind und der Zugang zu den eigenen Potentialen etwas freier wird, kannst du wieder mit Gegenwind rechnen. Ich stelle z.B. fest, dass einige Menschen auf Veränderungen in diesem Bereich mit Missgunst, Neid und Projektionen reagieren.

Mit der Entfaltung des eigenen Potentials wird die Herausforderung geboren, dieses auch dann zu leben, wenn du auf Gegenwind stößt.

 

In welchen Bereichen können Begabungen liegen?

An dieser Stelle möchte ich dich dazu einladen, deine Vorstellung davon zu weiten, was eine Begabung sein kann. Ich stelle dir einige Ideen und Bereiche vor, innerhalb derer Potentiale gefunden werden können.

Bereiche in denen deine Begabungen, zum Ausdruck kommen können:

  • Körperbewusstsein

  • Bewegungsfreude

  • Kreativität und Inspiration

  • Musik und Kunst

  • Empathie und Einfühlung

  • Menschenkenntnis

  • Pragmatismus

  • Gefühlsbetonung

  • Herzverbindung

  • Kommunikation und Sprache

  • Rationales Denken

  • Vernetztes, systemisches Denken

  • Organisatorische Kompetenz

  • Teamfähigkeit und Kooperation

  • Gemeinschaftssinn

  • Sozialkompetenz

  • Intuition

  • Feinsinnigkeit

  • Naturverbundenheit

  • Selbstverbundenheit

  • usw.

Viele dieser Begabungen werden eher am Rande wahrgenommen. Da sie als solche im alltäglichen Miteinander kaum benannt und wertgeschätzt werden, rücken sie ohne eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema kaum ins Bewusstsein.

 Das Potential von Hindernissen

 

Das Potential von Hindernissen

Im Leben eines jeden Menschen gab es Erlebnisse und gibt es Umstände, die den Zugang zu seinen Potentialen erschweren oder blockieren. Mehr darüber wirst du in meinem zweiten Blogbeitrag zu diesem Thema erfahren.

Doch jede Erfahrung, insbesondere die herausfordernden und unbequemen, beinhaltet ein großes Potential für dich und deinen Weg. Ja, es gibt Erlebnisse, die uns stark beeinflussen. Und wenn wir lernen damit umzugehen und bereit sind, eine neue Perspektive darauf zu entwickeln, werden diese Ereignisse uns wesentlich dabei unterstützen, unser Potential zu erkennen und zu entfalten.

Begibst du dich auf diesen Weg und öffnest dich für ganzheitliche Heilung und die Neubewertung deiner Hindernisse, transformierst du deine Erfahrungen. Dann wirst du dadurch beschenkt, was dir bisher als Hürde erscheint.

Körperliches, emotionales oder seelisches Leid zu erfahren, kann sich beschissen anfühlen. Bitte verstehe meine Worte nicht als Hinweis dazu, dein Leid einfach schön zu reden!

Meine Erfahrung ist, dass durch achtsame einfühlsame Arbeit auch tiefe Wunden heilen können. Und dann geschieht das Wunder, dass Neues und Fruchtbares daraus entsteht.

 

Vom Abfall zum Kompost zum blühenden Garten

Hindernisse – in welcher Form auch immer – können zu einer Art Kompost und fruchtbarem Dünger werden. Tote pflanzliche Abfälle haben zunächst keinerlei Schönheit und scheinen wertlos. Wird ihnen nur ein wenig Beachtung geschenkt, indem man sie beispielsweise auf einem Haufen sammelt, kann daraus fruchtbare Komposterde werden. Diese wiederum ist ein großartiger Dünger für den Garten und hilft, das was bereits an Potentialen vorhanden ist zum Erblühen zu bringen.

Gönn’ dir die Zeit und liebevolle Aufmerksamkeit, die du brauchst, um den Weg zu deinen Potentialen Schritt für Schritt zu befreien. Alles was du für möglich hältst, kann seinen Weg in dein Leben finden. Nur manchmal wählt das Leben einen anderen Weg, als wir es uns vorstellen.

 

Alles Liebe von Dora

 

PS: Das Thema Potentialentfaltung hat sich mir besonders umfassend eröffnet. Daher habe ich es aufgeteilt in zwei Blogbeiträge. Im zweiten Teil werde ich auf Wege eingehen, wie die eigenen Begabungen entfaltet und genutzt bzw. integriert werden können. Ich veröffentliche den zweiten Teil, sobald er fertig ist.

Potentialentfaltung – Begabungen erkennen2019-01-27T03:49:56+02:00

Lebensaufgabe und Intuition

Das Thema Lebensaufgabe begleitet mich, wie der Name an sich auch vermuten lässt, bereits mein Leben lang. Das war mir allerdings bis vor Kurzem nicht ganz bewusst. Während der letzten Monate und Wochen hat sich mein Bewusstsein für dieses Thema vertieft und lässt es in einem neuen Licht erscheinen.

In diesem Artikel teile ich dazu einige meiner aktuellen Ideen und Erkenntnisse mit dir. Vielleicht kannst du dich und deinen Weg ja in meinen Beschreibungen wiederfinden und etwas daraus mitnehmen.

 

Lebensaufgabe

Das, was durch das Wort „Lebensaufgabe“ zum Ausdruck kommt. habe ich durch die Arbeit und Philosophie von Uwe Albrecht erst richtig erfasst. So weit ich ihn richtig verstehe, ist damit das gemeint, was häufig als Berufung bezeichnet wird. Bei dem Begriff Lebensaufgabe ist für mich allerdings deutlicher erkennbar, dass es sich nicht nur um eine Aufgabe handelt, die mit dem eigenen beruflichen Handeln in Verbindung steht.

Unter Lebensaufgabe verstehe ich das, was die große übergeordnete Aufgabe unseres individuellen menschlichen Lebens ist. Diese Aufgabe kann in allen Lebensbereichen zum Ausdruck kommen, nicht nur im beruflichen Kontext.

Wir stehen mit unserer Aufgabe als Individuum nicht „alleine“ da. Wir tragen zwar die alleinige Verantwortung für unsere Lebensaufgabe, sind aber über unsere Lebensaufgaben miteinander verbunden. Natürlich ist das nicht die einzige „Verbindung“, die zwischen uns besteht. Es ist allerdings eine sehr intensive, wie ich derzeit erleben darf.

 

Leben ohne Aufgabe

Nicht jeder Mensch entscheidet sich dazu, die Verbindung zur eigenen Lebensaufgabe herzustellen und diesen Weg zu gehen. So weit ich das beurteilen kann, entscheiden sich die meisten Menschen dafür, einfach zu leben, ohne Aufgabe. Das heißt nicht, dass sie sich selbst und ihrem Leben nicht auch immer wieder Aufgaben stellen, an diesen ihre Freude haben und daran wachsen. Es heißt nur, dass sie sich nicht für das Bewusstsein einer größeren Aufgabe öffnen. Es ist einfach nicht Jedermanns Sache und das macht die Vielfalt des Lebens und der Welt so wunderschön und bunt.

Leben ohne Aufgabe“ ist zwar etwas provokativ formuliert, aber nicht als Bewertung gemeint. Es ist auch nicht so gemeint, dass das Leben ohne Lebensaufgabe weniger Sinn hat. Ein Leben ohne eine Lebensaufgabe verfolgt einfach andere Ziele und Aufgaben, ohne die bewusste Gerichtetheit auf die eigene Lebensaufgabe. That’s it

 

Die Verbindung zur Lebensaufgabe

Uwe Albrecht beschreibt in seinem System Dare to B’Riched auf anschauliche und umfassende Art und Weise, wie der Zugang zur eigenen Lebensaufgabe Schritt für Schritt freigesetzt werden kann. Er fasst darin seine eigenen langjährigen Erfahrungen und die seiner zahlreichen Klienten, Kursteilnehmer, Coaches und Mentoren zusammen. Ich gehe davon aus, dass es immer eine Vielzahl von Varianten, Möglichkeiten und Herangehensweisen gibt, um sich einer Lösung anzunähern. Daher möchte ich dich dazu einladen, den Weg, den ich im folgenden Absatz kurz anreiße, nur als eine Variante im Ozean unerschöpflicher Möglichkeiten aufzufassen. Diese Möglichkeit funktioniert allerdings nach meiner eigenen Erfahrung und der vieler anderer Menschen wirklich sehr effektiv.

Auf dem von Uwe beschriebenen Weg ist es nötig, sich mit der eigenen Integrität, Selbstliebe, Präsenz, Hingabe, dem eigenen Lebensweg und der Demut dem großen Ganzen gegenüber auseinanderzusetzen. Durch das Erkennen der eigenen Themen und ihre energetische Klärung, werden all diese Aspekte in den Fluss gebracht. So gelingt es, sie Schritt für Schritt im eigenen Leben auszuprägen und auf allen Ebenen zu entfalten.

 

Integrität, Präsenz, Lebensweg

 

Bei der Auseinandersetzung mit diesen Themen entstehen immer wieder neue wichtige To-Do’s im eigenen Leben. Je konsequenter und umfassender Erkenntnisse integriert werden, desto geringer werden die Blockaden und Hindernisse, die dich davon abhalten, deine Lebensaufgabe zu leben.

Es liegt nicht nur an der Ausdauer und Intensität deiner „Bemühungen“, den Weg zu deiner Lebensaufgabe zu ebenen. Deine Verbindung zu deiner Lebensaufgabe wird von vielen unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Sich redlich zu bemühen, ist also auch hier kein Qualitätsmerkmal. Ein wichtiger Schritt ist es, das eigene „Wollen“ aufzugeben und sich in eine wachsende Hingabe ans Leben hineinzubegeben.

Auf der anderen Seite darfst du in deinem Leben und Systemen auch Themen klären, die deine Lebensaufgabe daran hindern, dich zu erreichen, damit die Verbindung zwischen euch entstehen kann.

 

Gehen ohne zu Drängen

Für mich war und ist es auf diesem Weg eine fortwährende Herausforderung, nötige Schritte zu gehen und mich zur gleichen Zeit mit meinem Wollen zurückzunehmen. Es bedarf einer Passivität inmitten von Aktivität. Lao Tse hat das in einem seiner Verse sehr anschaulich beschrieben:

Wer nach Wissen sucht, weiß mit jedem Tag mehr.

Wer den Weg sucht, tut mit jedem Tag weniger.

Weniger, immer weniger ist zu tun, bis man beim Nicht-Tun ankommt.

Ist man beim Nicht-Tun angekommen, bleibt nichts ungetan.

Was hier aus dem Chinesischen mit “Nicht-Tun” übersetzt wurde, bedeutet für mich, dass aus einer reinen Präsenz heraus gehandelt wird. Es wird das getan, was durch dich ins Leben kommen möchte, ohne dass du aus einer begrenzten persönlichen Sicht heraus darauf Einfluss nimmst. Du lässt geschehen und beobachtest dich selbst beim Handeln. 

 

Next Level

So weit so gut. Sobald die Verbindung zur Lebensaufgabe da ist und die Kommunikation mit ihr klar und deutlich wird, öffnen sich viele Türen und es folgt ein ordentlicher Schwung neuer Impulse. Ab diesem Zeitpunkt steigt deine Verantwortung. Du bist dann nicht mehr ausschließlich für dich selbst und dein Leben verantwortlich. Du trägst dann ebenfalls die Verantwortung für eine möglicherweise nicht gerade zierliche Aufgabe. Mit allen „Vor- und Nachteilen“.

Ich denke, es ist sehr individuell und unterschiedlich WIE dem Einzelnen klar wird, dass er nun mit der Lebensaufgabe in Verbindung steht. Doch gemeinsam ist vielen Menschen, mit denen ich mich bisher dazu ausgetauscht habe, dass irgendwann einfach das “Wissen” auftaucht, nun verbunden zu sein.

Für mich haben sich vermehrt Synchronizitäten, wundersame Fügungen, aber auch klare konfrontierende Ereignisse ergeben. So nach dem Motto: „Jetzt gilt es zu handeln, hier ist der Weg. Ich sag dir noch nicht wo unser Ziel ist, aber bekenne dich und setzte alles in Bewegung, um unseren gemeinsamen Weg zu ebnen.“

 

Next Level

 

Meine Erkenntnisse zum Thema Lebensaufgabe

Wie du siehst, stehe ich selbst gerade erst am Anfang meines Abenteuers und kann für das Nächste Level erst wenige Erfahrungen mit dir teilen. Durch die Verbindung zu meiner Lebensaufgabe hatte ich jedoch bereits eine große Fülle an Erkenntnissen, die damit zusammenhängen. Einige davon möchte ich hier mit dir teilen.

Seitdem ich das Gymnasium in der 11. Klasse aus einem großen Schulfrust heraus verlassen habe, war für mich klar, dass ich in meinem Leben etwas machen möchte, das mir Spaß macht. Dabei habe ich mich wirklich sehr vielseitig und kreativ von einer Tätigkeit zur nächsten gehangelt. Das Meiste davon hat mir sogar zum Großteil Spaß gemacht. Doch mit der Zeit erkannte ich immer wieder, dass mir die Sinnhaftigkeit in meiner Arbeit und meist auch in meinem Leben fehlte. Es stellten sich mir immer wieder folgende Fragen:

Wie sinnvoll empfinde ich das, was ich tue? Macht es mir wirklich Freude? Was empfinde ich als wirklich sinnvoll? Was macht mir nicht nur Freude, sondern erfüllt mich?

Und obwohl ich auch immer wieder Veränderungen gewagt habe, um meinem „Sinn“ näher zu kommen, konnte ich einfach nicht erkennen, was für mich wirklich passt. Rückblickend verstehe ich, dass eine Vielzahl von Themen an dieser Suche beteiligt waren. Es gab Blockaden in mir und in meinem Leben, die recht ausdauernd verhindert haben, dass ich „meinen Weg“ finde. Das Lustige an dem ganzen Theater ist, dass diese Blockaden mich dazu gebracht haben, bestimmte Fähigkeiten zu trainieren und auszuprägen. Und erst dadurch ist es mir jetzt möglich, die Aufgabe, deren Inhalt ich noch nicht ganz erfassen kann, zum Leben zu erwecken.

Mittlerweile empfinde ich diese relativ lange Suche als phantastische komplexe Struktur. Diese hat mich dauerhaft und gezielt darauf vorbereitet, wofür ich hier bin. Und das macht sie natürlich auch weiterhin. Dafür bin ich sehr dankbar.

Das Leben bereitet jedem Menschen genau den Weg, der für ihn und seine Ziele am stimmigsten ist. Das ist nicht nur ein großes Wunder, sondern in seiner Genauigkeit und Komplexität erschütternd genial.

 

Vernetzte Gestaltung

Wer oder was ist das Leben? Das Leben umfasst unter anderem eine unglaublich große Vielfalt an Einzelwesen. Und hier lade ich dich ein, nicht nur Tiere in deine Schublade zu packen, die du für das Wort „Wesen“ verwendest. Jede Pflanze, jedes Objekt, jedes Haus, jedes Projekt, jede Idee, jedes System, jede Philosophie, jeder Planet, der Kosmos, alles was existiert hat ein Wesen. Das kann sich der Verstand zunächst schlecht vorstellen. Doch durch eine Öffnung für all diese Wesen, entstehen anschauliche Erfahrungen, die diese Sichtweise untermauern.

Das Leben besteht also auf einer Ebene aus einer Vielzahl von Einzelwesen. Auch du bist eines dieser Wesen. Jedes Wesen ist in der Lage, das Leben auf seine individuelle Art und Weise mitzugestalten. Und auch du bist – ob du dir dessen bewusst bist oder nicht – in jedem Moment Mitgestalter des Lebens, insbesondere für dein individuelles Leben.

Das Leben gestaltet und jedes Wesen gestaltet, also auch du.

Das Ganze nennt sich Co-Kreation.

 

Co-Kreation

 

Vielleicht ahnst auch du, wie unsagbar komplex und vielfältig dieses gemeinsame Gestalten vor sich geht. Und umso erstaunlicher ist es, dass jeder in der Lage ist, seinen Anteil der Gestaltung mit einer nachhaltigen Wirksamkeit für sich selbst und das große Ganze bewusst zu lenken.

Bei dieser Vorstellung, kann ich nur ungläubig und fasziniert dreinblicken in der Hoffnung, dass auch du erahnen kannst, was das für dein Leben bedeutet.

 

Intuitive Lebensgestaltung

Bereits bevor deine Bewusstheit so umfassend ist, dass du ein wirklich tiefes Verständnis für all diese Zusammenhänge entwickelst, gibt es einen Weg, Informationen und Erkenntnisse aus dem Unbewussten heraus für dich zu nutzen. Es ist der Weg deiner Intuition.

Umso intuitiver du dein Leben gestaltest, desto eher peilst du bereits die Richtung an, die wirklich für dich passt. Deine Intuition weist dir den Weg zu deinen Gaben. Ihr zu folgen, lässt deine Lebensfreude immer weiter wachsen.

 

Was ist Intuition?

Der unbewusste Anteil bei den meisten Menschen beträgt etwa 95 %. Dieser riesige Anteil ist vielen von uns nur indirekt zugänglich. Die übrigen 5% machen den bewusst wahrnehmenden, denkenden, fühlenden und handelnden Anteil vieler Menschen aus. Immerhin.

In den unbewussten 95% liegen ein enormes Wissen und atemberaubende Gaben verborgen. Intuition bedeutet, das Wissen und die Gaben, die immer vorhanden sind, zu nutzen, ohne sie unmittelbar zu erkennen.

Auch dann, wenn dir deine Fähigkeiten nicht bewusst sind und du sie nicht erkennen kannst, arbeiten sie permanent im Hintergrund und präsentieren dir über die Intuition grandiose Ergebnisse.

Intuition bedeutet, dass ein kleines Stückchen Wissen unverhofft in dein Bewusstsein kommt. Der Zusammenhang, der dahinter steckt, ist oftmals nicht klar. Doch das schmälert nicht die Weisheit und Gültigkeit dessen, was sich dir zeigt.

Ich finde es wichtig hier mit dem Wort „Wissen“ nicht „Allwissen“ zu verwechseln. Für mich bezieht sich das Wort „Wissen“ immer auf einen Ausschnitt der Realität. Doch auch wenn damit wahrscheinlich nie die „gesamte Wahrheit“ erfasst werden kann, ist es dennoch meist ein sehr treffender, hilfreicher Bruchteil davon.

Der Verstand kann diese scheinbar unzusammenhängenden Bruchstücke oftmals nicht einordnen. Es ist wichtig, sich bewusst für die eigene Intuition zu öffnen und ihr vertrauen zu lernen. So kann sie mit der Zeit von anderen, weniger wertvollen Informationen unterschieden werden und wird immer seltener ignoriert und abgetan.

Wird die Intuition ignoriert, weigerst du dich bewusst oder unbewusst, wichtige Hinweise zu erkennen, deiner inneren Weisheit zuzuhören und ihr zu vertrauen.

 

Die Sprache der Intuition

Ein kleines anschauliches Beispiel. Während der ersten zwei Lebensjahren meiner Tochter lebten wir in Rumänien. Sie nahm also tagtäglich die rumänische Sprache um sich herum wahr. Anschließend sind wir nach Deutschland gezogen und sie hört seither nur noch selten während einiger Wochen Urlaub im Jahr die rumänische Sprache. Hin und wieder fällt ihr ein rumänisches Wort ein und sie sagt es unbedacht vor sich hin. Wenn ich sie frage, was das bedeutet sagt sie: “Das hab ich mir gerade ausgedacht”. Dann erinnere ich sie daran, dass es ein Wort ist, das sie schon kennt, nur wieder vergessen hat.

Intuition bedeutet, dass dir ein Wort, ein Satz, ein Bild oder ein Zusammenhang einer Sprache einfällt, die du einmal gekannt hast. Vielleicht hast du diese Sprache zuletzt in deiner frühen Kindheit gehört. Doch sie lebt unbewusst in dir weiter.

Das Erstaunliche dabei ist, dass die Informationen aus dem Unbewussten, also die Botschaften deiner Intuition, meist zu einem sehr passenden Zeitpunkt auftauchen.

 

 

Intuition ins Leben reintegrieren

Eine der Aufgaben der Intuition, besteht aus meiner Sicht darin, dass sie uns immer wieder zu unserem „größeren Plan“ zurückzuführen möchte. Wir dürfen durch sie aktuell stimmige Schritte erkennen, um zurück auf unseren ursprünglichen Lebensweg zu gelangen. Je mehr die Intuition wieder ins eigene Leben integriert wird, desto mehr verstärkt sich die Verbindung zur eigenen Lebensaufgabe.

Daher ist es so wertvoll, den eigenen Zugang zur Intuition wieder zu verstärken und ihn für dich und deinen Weg zu nutzen.

Solange dir nicht klar ist, ob es sich bei deiner Wahrnehmung oder Eingebung wirklich um Intuition handelt, wird es dir schwer fallen, ihr Vertrauen zu schenken.

Doch je mehr Erfahrungen du damit machst, desto leichter wird es dir fallen, deiner Intuition zu vertrauen. Und für den Anfang, ist beispielsweise der Armlängentest eine schöne Möglichkeit, um „zu prüfen“, ob eine Wahrnehmung wirklich Intuition ist oder anders aufzufassen ist.

 

Lebensaufgabe und Intuition

Seit sich die Verbindung zu meiner Lebensaufgabe verstärkt hat, ist auch der Zugang zu meiner Intuition viel intensiver geworden. Es fühlt sich für mich so an, als hätten sich beide Zugänge zeitgleich verstärkt.

Das Leben zeigt sich mir nun aus einer anderen Perspektive und mit einer neuen Tiefe. Es kommt mir vor, als würde ich auf dieser neuen Stufe gerade erst laufen lernen. Ich fühle mich teilweise wieder wie ein Kind, das ehrfürchtig zur versorgenden liebevollen aber klar die Richtung weisenden Mutter blickt. Die Mutter ist meine Lebensaufgabe. Sie gibt mir über meine Intuition wertvolle Hinweise und Hilfestellungen und unterstützt mich dabei, meinen Weg zu gehen.

Dabei scheinen manche ihrer wertvollen Hinweise aus meinem menschlichen Verstand heraus wagemutig und etwas wahnsinnig zu sein. Doch ich weiß, dass „sie“ aus einem größeren Wissen heraus zu mir spricht.

An diesem Punkt ist es nicht nötig, alles zu verstehen und bewusst zu durchdringen. Die ersten Schritte auf dieser neuen Stufe zu gehen ist wie ein Sprung ins Kalte Wasser.

Ins Kalte Wasser zu springen ist durchaus erfrischend und sehr belebend, aber andererseits die erste Herausforderung. Der Intuition zu vertrauen und zu handeln ohne genau zu Wissen, warum und wozu, das ist eine wunderschöne Herausforderung und Erfahrung.

Ich wünsche auch dir von Herzen, eine tiefe Verbindung zu deiner Intuition und somit zu dem Wissen und den Fähigkeiten, die seit jeher ein Teil von dir sind.

Alles Liebe von Dora

Lebensaufgabe und Intuition2018-12-28T21:20:06+02:00

Erfahrungsbericht: Bewusstseinserweiterung

In diesem Artikel möchte ich über ein sehr intensives Erlebnis schreiben, das ich Anfang Dezember hatte. Der Grund, warum ich darüber schreiben möchte ist zum einen, um zu verdeutlichen, was die „energetische Ebene“ alles beinhaltet. Ich finde, dass eine größere Bewusstheit hier für unser aller Gegenwart und Zukunft sehr wertvoll ist.

Zum Anderen möchte ich meine sehr intensiven Erlebnisse festhalten, um sie für mich selbst zu verarbeiten. Ich lasse dich gerne an dieser Reflexion teilhaben, da ich vermute, dass es einige Menschn da draußen gibt, die schon Ähnliches erlebt haben oder gerade erleben. Vielleicht beantworten sich auch für dich durch diesen Artikel Fragen, die du dir in deinem Leben gegenwärtig stellst, oder die für dich schon länger unbeantwortet sind.

 

Energetische Arbeit

Bewusste energetische Arbeit – hauptsächlich mit dem innerwise System – begleitet mich seit nun etwa drei Jahren. Anfänglich habe ich gar nicht genau einordnen können, wofür der Begriff „energetisch“ überhaupt steht. Ich habe einfach gespürt, dass es so etwas wie eine energetische Ebene gibt, ohne mir eine Vorstellung davon machen zu können.

Je mehr Erfahrungen ich mit energetischer Arbeit gemacht habe, desto größer wurde mein praktisches Verständnis davon, was es bedeutet energetisch zu arbeiten. Es fanden in meinem Leben sehr viele Veränderungen statt und ich fühlte mich zunehmend leichter, weiter und befreiter.

 

Meine Erfahrung

Als angehender System Consultant nahm ich an einen Kurs teil, der mich an die energetischen Arbeit für Systeme herangeführt hat. Innerhalb des Kurses durfte ich ein eigenes Anliegen von anderen angehenden Consultants analysieren und in Fluss bringen lassen.

Mein Anliegen war es, mehr Klarheit über die nächsten anstehenden Schritte zu erlangen, um meine Berufung zu leben.

Es fand sich ein Team von drei Frauen zusammen, eine zusätzliche Supervisorin als Assistenz der Gesamtkursleitung war auch mit dabei. Ohne jetzt weiter auf das konkrete Geschehen bei der Analyse und des energetischen Coachings einzugehen, möchte ich das Geschen in wenigen Sätzen zusammenfassen:

Ich kannte den Ablauf als Teammitglied, doch als „Klientin“ fand ich mich in einer vollkommen anderen Rolle. Hier fühlte ich mich sehr verwirrt und konnte gar nicht mehr richtig einordnen, was gerade vor sich ging. Bei der Arbeit an meinem Familiensystem ging innerlich so etwas wie eine Bombe in mir hoch. Es waren keine schmerzvollen Empfindungen, die in mir hoch kamen. Sie waren jedoch so intensiv, dass ich das Gefühl hatte, etwas in mir würde explodieren. Scherzhaft finde ich das Wort „Exorzismus“ hier sehr passend für das, was ich erlebt habe. Ich durfte etwas verabschieden, das nicht wirklich zu mir gehörte.

Dennoch war die Atmosphäre während der gesamten zwei Stunden, die das Team für Analyse und Klärung benötigten, leicht verdaulich, wenn zeitweise auch etwas angspannt.

 

Veränderung der Wahrnehmung

 

Meine Wahrnehmung begann sich zu verändern…

Nach dem Coaching fühlte ich mich weiterhin sehr verwirrt. Ich wusste nicht genau, was geschehen war. Ich wusste noch nicht einmal was es im Detail für Themen waren, die bearbeitet und aufgelöst wurden. Meine Wahrnehmung war sehr scharf und ganz anders als zuvor. Das verwirrte mich zunehmend.

Ich gab mich irgendwann dieser Veränderung hin und begann zu beobachten. Das war am letzten Kurstag kurz vor der Abschlussrunde. Im Kreis der Kursteilnehmer begann ich, mich umzusehen. Ich hatte die Teilnehmer nie vorher so bewusst, tief und umfassend wahrgenommen. Ich empfand bei manchen Teilnehmern eine große Freude und Leichtigkeit, als ich sie betrachtete. Bei anderen spürte ich eine Schwere und Dichte. Noch interessanter waren Wahrnehmungen, die ich nicht besser als einen energetischen Lichteffekt bezeichnen kann. Ich sah über den Köpfen mancher Teilnehmer einen hellen Lichtstrahl, der mehr oder weniger intensiv war. Bei anderen Teilnehmern konnte ich nichts dergleichen über ihren Köpfen sehen und hatte eher das Gefühl, dass sie “gedeckelt” waren. Ihr Energiefluss verteilte sich dadurch mehr im Raum, was sich für mich wie eine Art Begrenzung anfühlte. Mein Verstand konnte nicht einordnen, was es genau war, das ich da plötzlich „sehen“ konnte. Das ließ meine Verwirrung noch größer werden.

Grundsätzlich empfand ich seit der inneren Explosion wärend des Coachings eine große Leichtigkeit und Freude. Das blieb anschließend auch mehr als eine Woche in meinem Alltag so. Selbst als mein Auto am folgenden Wochenende liegen blieb, verlor ich nicht diese heitere Leichtigkeit und wusste einfach, dass alles seine Richtigkeit hat.

 

Montag, Dienstag, Mittwoch…

Nachdem ich Sonntag Abend nach dem Kursende wieder zu Hause angekommen war, verstärkten sich am Montag und Dienstag meine Wahrnehmungen. Statt nachts zu schlafen, lag ich innerlich hellwach im Bett und beobachtete ein Erkenntnis-Feuerwerk in mir, das nicht mehr aufzuhören schien. Mir wurden Zusammenhänge meines Lebens bewusst, von denen ich vorher nichts geahnt hatte. Es war so, als könnte ich hinter den bisherigen Schein der Dinge sehen. Noch immer konnte mein Verstand nicht einordnen, was es genau war, das ich da erlebte. Dadurch fiel es mir zeitweise schwer, mich innerhalb dieser Erfahrung zu entspannen. Ich fühlte mich etwas zittrig und unruig, es war jedoch keine schwerfällige Unruhe. Wahrscheinlich war ihr Hauptgrund, dass ich plötzlich überall Handlungsbedarf sah und mich innerlich gar nicht richtig sortieren konnte.

Es taten sich mir unzählige neue Erkenntnisse auf und meine Realität wurde von allen Seiten durchgerüttelt.

Dabei war es für mich eine große Herausforderung auf dem “Boden der Tatsachen” zu bleiben. Zumal auch mein Verständnis davon, was „Tatsachen” sind, weitgehend erschüttert wurde. Es gab da plötzlich eine ganz neue, bisher von mir nur sehr abstrakt erfasste Welt der Tatsachen. Diese mit meinen eigenen Sinnen wahrzunehmen, mit eigenen Augen zu sehen, war wirklich ein sehr intensives und einprägsames Erlebnis für mich.

 

Wahrnehmungen

Mein Anliegen ist es hier nicht irgendjemanden von etwas „zu überzeugen“. Es ist mir auch nicht wichtig, mich mit meinen Erlebnissen „darzustellen“ und dadurch Aufmerksamkeit zu erhalten.

Ich folge hier einfach meinem Impuls, das was ich erlebt habe mit Menschen zu teilen, die sich auf einem ähnlichen Weg wie ich befinden. Ich weiß, dass es einige Menschen da draußen gibt, die aus meinen Erfahrungen etwas für sich selbst und ihren Weg mitnehmen können.

 

Wunderland

 

Was habe ich also alles während der ersten drei Tage nach meiner energetischen systemischen Klärung wahrgenommen?

Jetzt wo ich versuche das in Worte zu fassen, merke ich erst, dass es nahezu unmöglich es ist, zu vermitteln, was ich gesehen, gespürt und erkannt habe.

Nach meinem energetischen Systemcoaching, war es mir plötzlich möglich, viele energetische bzw. feinstoffliche Zusammenhänge zu sehen. Wie bereits weiter oben beschrieben, konnte ich Energiezentren bzw. einzelne Chakren meines Gegenübers sehen. Besonders auffallend war die Wahrnehung von Menschen mit Lichtstrahl über dem Kopf bzw. in einem gesamtkörperlichen Lichtstrahl stehend. Auch das sogenannte “dritte Auge”, ein Energiezentrum im Stirnbereich konnte ich bei einzelnen Menschen sehen.

Ich erkannte Felder im Raum und verstand dadurch viel genauer als bisher die Botschaften und Zusammenhänge von Gegenständen, räumlichen Gegebenheiten und Menschen. Es eröffnete sich mir ein enorm großen Wissen, als sei ich an die große Datenbank des Lebens angeschlossen.

Darüber hinaus hatte ich sehr klare Ahnungen über Möglichkeiten in der Zukunft und sah z.B. beim Autofahren bereits in Form von leicht transparenten leuchtenden Spuren den Weg vor mir, den ich gleich fahren würde. Rückblickend scheint es mir so, als hätten sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überlagert. Das war ein weiterer Grund dafür, warum ich mich so verwirrt gefühlt habe. Ich hatte permanent Erkenntnisse über die Gegenwart, vergangene Erlebnisse und Visionen für die Zukunft. Dadurch fühlte ich mich als Mensch mit meiner üblichen praktischen Handlungsfähigkeit in der 3D-Welt eingeschränkt.

Auf der anderen Seite entdeckte ich unglaublich große energetische Wirkungsmöglichkeiten, durch die auch physische Gegebenheiten beeinflussbar sind.

 

Magie ist Alltag

Um es jetzt einmal etwas bildlicher zu beschreiben: Ich fühlte mich ein wenig wie Alice im Wunderland, die plötzlich erkannte, dass sie zaubern kann. Darüber hinaus wurde mir bewusst, dass ich mein Leben lang schon zaubern konnte und diese Gabe unbewusst und teilweise manipulativ eingesetzt hatte. BAM. Was für ein Schlag für mein Ego und was für ein Segen für mein Selbst, das endlich seine wahre Größe und Kraft zu erahnen begann.

Als ich meine Tochter zum Kindergarten brachte, erkannte ich plötzlich die Genialität und Magie, die vielen der Kinder dort zueigen ist. Wahrnehmungen und Gaben wie die, die ich als “neu” erfahren habe, sind für viele Kinder Teil ihrer Realität.

Sie agieren damit tagtäglich auf Ebene, die den meisten Erwachsenen in unserem Kulturkreis nicht bewusst sind. Es gibt Kinder, die sehen dich an und wissen „wer du bist“. Sie können z.B. Gegebenheiten aus deinen Energiefeld lesen und nehmen Dinge im Raum wahr, die den Augen vieler erwachsener Menschen verschlossen bleiben.

Auch als ich meine 96-jährige Großmutter in den folgenden Tagen besuchte, durfte ich neue Zusammenhänge erkennen. Mir wurde bewusst, dass es auch alte Menschen gibt, die wieder Zugang zu anderen Ebenen der Wirklichkeit bekommen. Darunter sind offenbar auch einige, die ihre Fähigkeiten Zeit ihres Lebens gepflegt und dadurch niemals ganz verloren haben.

 

Integration

 

Integration meiner Erlebnisse

Momentan, fast zwei Wochen nach dem besagten Kurs und den darauf folgenden drei Tagen intensivster Erlebnisse, bin ich noch immer am Verarbeiten. Meine neu geöffneten Kanäle sind nun nicht mehr ganz so offen wie zu Beginn meiner Erfahrung.

Kurz dachte mein Verstand, dass ich meine neuen Fähigkeiten wieder verloren hätte. Doch ich spüre, dass das nicht stimmt. Sie waren und sind immer da. Doch wer weiß schon, was das Leben für mich vorsieht. Ich sehe meine Aufgabe jetzt darin, mich meinen Prozessen ohne Erwartungen hinzugeben.

Die Intensität meines Bewusstseinsprungs war ziemlich heftig und hat mich etwas überfordert. Bisher habe ich mir oft gewünscht, möglichst “schnell” vorwärts zu kommen. Doch ich durfte erleben, dass schnelle Veränderung auch große Nachteile mit sich bringen kann. Es scheint mir jetzt, als hätte sich ein weiser Teil von mir entschieden, den Übergang doch etwas langsamer vonstatten gehen zu lassen.

Meine Aufräum- und To-Do-Liste bekam im Zeitraum meines veränderten Sehens viele neue Punkte und hat mittlerweile eine stattliche Länge. Ich sehe nun meine Aufgabe darin, alles was auf dieser Liste steht nach und nach zu klären. Es geht also weiter mit dem mittlerweile gewohnten Aufräumen in meinem Leben.

Dabei verstärkt sich gerade massiv meine Gründlichkeit. So durfte ich z.B. einen Schlüsselanhänger als ein belastendes „Tor“ zu Verwandten von mir erkennen, meine damit zusammenhängenden Verhaftungen erkennen und loslassen. Dabei war die energetische Wirkung des kleinen Schlüsselanhängers für mich zeitweise stark und unmittelbar spürbar. So durfte ich ganz praktisch erleben, dass die physische Größe nichts über die energetischen Wirkung eines Gegenstandes verrät.

 

Selbsterkenntnis

Während der Tage des intensiven Sehens, hatte ich den Eindruck, mich und meine Gaben das erste Mal im Leben wenigstens ansatzweise erfassen zu können. Ich bekam zeitweise sogar Angst vor meiner Größe und meinen Fähigkeiten. Da ich das „Angst haben“ in dieser Zeit als sehr massives erschütterndes Erlebnis empfand, half mir diese Angst mich wieder schnell mit meinem Vertrauen in mich und meinen Weg zu verbinden.

Diese Übung setze ich auch jetzt immer dann fort, wenn ich mal wieder merke, dass ich aus verschiedenen Gründen zitterig werde. Auch hier bedarf es offensichtlich einer Integration meines neuen „Selbstverständnisses“, das vorher im Vergleich zum aktuellen Stand der Dinge eher eng und klein war.

Diese Zusammenhänge einmal aufzuschreiben und mir sozusagen „vor Augen zu führen“ lässt mich gerade tief durchatmen und bringt mir eine gewisse Entspannung.

 

Umbruch

 

Umbruch und innere Führung

Mittlerweile könnte ich „Umbruch“ fast als meinen zweiten Namen bezeichnen. Meine To-Do Liste lässt erahnen, wie „groß“ in näherer oder fernerer Zukunft die Veränderungen sein werden, die auf mich zukommen.

Doch dieses Mal liegt ihnen eine andere Motivation zugrunde. Bisher habe ich in den meisten Fällen danach gehandelt, was sich für mich (als Mensch) möglichst stimmig angefühlt hat. Jetzt bekomme ich Impulse aus anderen Ebenen meines Bewusstseins, die mir ziemlich klar die neue Richtung weisen. Und auch wenn mein Verstand das noch nicht so richtig einordnen kann, so weiß ich doch, dass dieser Weg „der Richtige“ für mich ist.

Es ist ein Weg, der sich mir Schritt für Schritt offenbart. Es ist momentan nicht nötig mehr als den nächsten Schritt oder maximal die nächsten paar Schritte zu kennen. Das Einzige was ich als Dora zu diesem Weg beitragen kann, ist mein absolutes Vertrauen in die Weisheit, die sich mir aus dem Unbewussten heraus zeigt.

An meinen „sehenden Tagen“ konnte ich tiefe Zusammenhänge glasklar erkennen. Jetzt sehe ich sie nicht mehr ganz so klar, aber geblieben ist die Erkenntnis, dass wirklich alles Sinn macht und alles im Leben bedeutungsvoll ist.

Das ist eines der schönsten Geschenke, das mir das Leben je gemacht hat, und ich bin sehr dankbar dafür.

Es ist spannend zu beobachten, wie nun zeitweise wieder der Verstand versucht, mich in eine „vernünftige“ Richtung zu lenken. Es geschieht immer mal wieder, dass ich aus meiner Präsenz herausfalle. Durch das Herausfallen eröffne ich dem Verstand die Tür, die er benötigt, um sich mehr Raum zu nehmen als ihm zusteht. Was für eine anschauliche Lernerfahrung, die mir und meinen Erkenntnissen noch mehr Tiefe schenkt.

 

Boden der Tatsachen

Eine meiner größten Herausforderungen ist es weiterhin, wirklich auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Auf der anderen Seite sieht dieser Boden jetzt ganz anders aus als vorher und ich bin mir noch nicht so sicher, dass er tatsächlich so fest und beständig ist, wie ich bisher vermutet habe. Es ist ein sehr lebendiger, von gegensätzlichen Kräften durchdrungener Boden, der sich in jedem Moment verändern kann. Vergangenheit und Zukunft laufen darin zusammen und lassen sich im gegenwärtigen Moment aktiv gestalten.

Vielleicht klingt das für dich verrückt. Vielleicht ist es auch verrückt. Es ist zumindest von dem was in unserem Kulturkreis momentan als normal aufgefasst wird ent-rückt. Ich bin jedenfalls vom Ent-rückt-Sein entzückt.

 

Boden?

 

Licht und Schatten

Meine neue Sicht vertieft auch den Blick auf meine Schatten. Sie erscheinen mir teilweise dunkler und mächtiger, als ich es bisher wahrhaben wollte und erahnt habe. Mit Schatten meine ich auch jene, die durch mich und die Welt hindurch wirken, für die ich ein Instrument bin.

Im Zeitraum meines intensiven Sehens, bin ich ein paar mal plötzlich ganz tief in einen Abgrund hinein gerutscht. Es meldete sich beispielsweise kurz ein Zweifel an mir selbst und der Richtigkeit meiner Wahrnehmungen. Dieser Zweifel fühlte sich in dem Moment so intensiv an, dass er kaum aushaltbar für mich war.  Dadurch wurde mir mein sofortiger handlungsbedarf bewusst: Es war meine Aufgabe umittelbar wieder ins Vertrauen zu gehen. Und siehe da, der Abgrund verschwand wieder und ich durfte weiterhin in Leichtigkeit sehen und beobachten.

Ich bemerke auch jetzt hin und wieder, dass leise Zweifel in mir hochkommen. Nun bin ich allerdings nicht mehr so präsent und bewusst sehend, dass ich die sofortige energetische Auswirkung wahrnehme. Daher brauche ich wieder – wie auch zuvor – einen Moment länger, um zu begreifen, was gerade vor sich geht.

Zweifel ist die Illusion, Vertrauen ist die Wahrheit. Die Illusion hilft uns, die Wahrheit zu erfahren.

 

Gleichgesinnte

Ich bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, die ähnliche Erfahrungen machen wie ich. Vielleicht fallen sie bei dir nicht ganz so intensiv aus und beispielsweise dein Geruchssinn ist einfach gerade empfindlicher als zuvor. Vielleicht sind es für dich auch eher seelische Erlebnisse, welche dir eine neue Perspektive auf die Welt eröffnen.

Es erscheint mir wichtig, dass wir mit unseren Erkenntnissen, Gaben und Wahrnehmungen nicht alleine bleiben und uns miteinander austauschen. Daher lade ich dich herzlich ein, mir zu schreiben, wenn du bei dir besondere Wahrnehmungen oder Ähnliches beobachtest.

Schreib mir einfach eine E-Mail auf Hallo@GestaltungsRaeume.net, wenn du dich angesprochen fühlst oder dich mit deinen Erlebnissen in meinen Beschreibungen wiederfindest.

Ich wünsch dir weiterhin viel Klarheit und Freude auf deinem Weg zu dir selbst und über dich selbst hinaus.

Alles Liebe von Dora

Erfahrungsbericht: Bewusstseinserweiterung2018-12-19T07:21:33+02:00

Deine Liebe als Geschenk für dich selbst und die Welt

Das soziale und finanzielle Ungleichgewicht der Welt ist jedem bekannt. Wir leben in einem Kulturkreis, in dem wir mit einem hohen Überlebens-Niveau beschenkt sind. Dennoch ist unserer innerer Reichtum verkümmert. Indem du diesen Zustand duldest und dich nicht aktiv für deinen inneren Reichtum einsetzt, lässt du zu, dass du von der wichtigsten Nahrungsquelle abgeschnitten bleibst.

 

Der Hunger nach Liebe

Mal ganz ehrlich, wie stark ist deine Verbindung zur Liebe im Alltag? Fühlst du dich damit durch und durch gesättigt und ausgefüllt? Oder erlebst du immer wieder innere oder äußere Konflikte, bei denen du in Gefühle und Zustände hineingehst, die alles andere als liebevoll sind?

Nein, ich bin nicht Vertreter der „Wir sind nur Licht und Liebe“- Bewegung. Lieblosigkeit gehört für mich als wertvolle Erfahrung zu unserer Realtität dazu. Doch wir müssen nicht in ihr stecken bleiben.

Die Welt ist geladen mit Ängsten, Traumata, Kämpfen, Flucht und Verdrängung, Trauer und Hass. Wir alle sehen und wissen das. Wie gehst du mit dieser Sicht auf die Welt um? Fühlst du dich ohnmächtig? Versuchst du dir das einfach nicht so oft vor Augen zu halten? Oder bist du auf dem Weg, dein eigenes Leben Schritt für Schritt aufzuräumen, um deinen Teil zum Wandel beizutragen?

 

Aufforderung zur Selbstliebe

Ich glaube nicht an Zufälle und beliebige Gegebenheiten. Warum durchlebt so ziemlich jeder Mensch Phasen der Sehnsucht nach liebevoller Vertrautheit?

Ein Teil unseres Lebenssinns besteht für mich darin, uns stetig weiterzuentwickeln, zu wachsen, zu lernen. Sich einzugestehen, dass ein gefühlter Mangel an Liebe im eigenen Leben vorhanden ist, ist ein wichtiger Schritt, um sich in Bezug auf die eigene Liebe weiterentwickeln zu können. Dieses „Symptom“ läd uns wie auch jedes andere Symptom dazu ein, zu forschen, zu lernen und zu wachsen.

Hier wirkt ein Phänomen, das überall im Leben zum Ausdruck kommt: Wie im Innen, so im Außen. Demnach darf ich zunächst lernen, liebevolle Vertrautheit aus mir selbst heraus zu erschaffen, wenn ich mir diese von anderen Menschen wünsche. Am Anfang steht die umfassende Selbstliebe. Je intensiver diese ist, desto tiefere liebevolle Begegnungen im Außen können sich fügen. Mehr über das Thema Selbstliebe findest du in dieser Podcast Episode.

 

 

 

Ursachen mangelnder Selbstliebe

Fast jeder Mensch hat gute Gründe, warum er sich im Laufe seines Lebens mit einem mehr oder weniger intensiven Liebeshunger abgefunden hat. Viele registrieren diesen gar nicht bewusst und reden sich ein, dass alles in bester Ordnung sei.

Sie haben Strategien in ihr Leben integriert, um dieses Symptom kurz- oder längerfristig zu beruhigen. Doch so gelangen sie nicht an die individuellen Ursachen ihres Hungers nach Liebe und werden sich in dieser Hinsicht nur schwerlich weiterentwickeln können.

Um deinen Hunger nach Liebe zu stillen, mach dich auf die Suche nach seinen Ursachen. Der Armlängentest und das Anfertigen und Arbeiten mit einem gezeichneten IMAGO kann dir dabei eine wertvolle Unterstützung sein.

 

Das Spiel um Liebe

Wenn du nicht erkennst, dass nur in dir selbst der Schlüssel zu mehr Liebe liegt, dann ergeben sich für dich dadurch viele Kompromisse. Es werden unsaubere Wege gewählt, um an mehr Liebe zu kommen. Manche Spielarten schaden vor allem dir selbst, andere Spielarten schadem deinem Gegenüber. Keine dieser Varianten ist eleganter als die andere.

Sich selbst zu verraten erzeugt also genau so viel Schwere, wie jemand Nahestehendes zu verraten. Verrat ist Verrat. Nicht weil er „schlecht“ ist, sondern weil er das Leid der Welt vergrößert, weil er hinderliche Verstrickungen erzeugt, weil er dich davon abhält, dich weiter zu entwickeln und auf allen Ebenen zu gesunden.

Doch Verrat ist auch eine wertvolle Erfahrung. Sie kann dich früher oder später so sehr an deine Grenzen bringen, dass du aus diesem Schmerz heraus eine großes „Ja zur Veränderung“ entwickelst. Das kann dir dann dabei helfen, entscheidende Schritte zu gehen. Ausgeprägte Erfahrungen mit Selbstverrat oder Verrat an anderen können noch ein weiteres Geschenk für dich mitbringen: die Liebe zur Ehrlichkeit.

 

B[hne frei

 

Bühne frei fürs Drama

Dramen der Liebe sind sehr beliebte Spielarten. Viele Dramen, die sich innerhalb der Familie, in Partnerschaften oder Freundschaften abspielen, haben ihren Ursprung rund um das Thema Liebe. Nur wer an Liebeshunger leidet, gerät in Eifersucht, Abhängigkeiten, Opfer-, Täter- oder Retter-Rollen und all die verrückten Verstrickungen. Ein beliebtes Motiv ist der Wunsch, geliebt werden zu wollen. Dafür sind viele Menschen bereit, sehr seltsame Umstände zu erschaffen und aufrecht zu erhalten. Ein anderes Motiv ist, sich selbst aufwerten zu wollen, indem der eigene gesunde Verantwortungsbereich verlassen wird oder die Rolle eines Kümmerers eingenommen wird.

Der eigene Liebeshunger huldigt alle Wege und Mittel. Er will oft nicht als solcher erkannt werden. Denn ihn zu erkennen würde heißen, sich bewusst für bzw. gegen die Eigenverantwortung entscheiden zu müssen. Viele Menschen betrügen sich lieber selbst, bevor sie sich eingestehen, dass sie sich mit ihrem Verhalten immer wieder gegen ein eigenverantwortliches Leben entscheiden.

Der Selbstbetrug und -verrat besteht z.B. auch darin die eigene Intuition zu übergeht, Ahnungen nicht wahrhaben zu wollen und Symptome als Alterserscheinungen oder schicksalhafte Gegebenheiten hinzunehmen.

Das Schöne daran ist: Erfahrungen des Dramas bilden einen wertvollen Nährboden für Erkenntnisse. Manche Menschen brauchen harte Dramen, bevor sie bereit sind, näher hinzusehen und sich weiterzuentwickeln. Jeder entscheidet selbst wie lange er mitspielt.

 

Der Weg in die liebevolle Eigenverantwortung

Sich bewusst für ein dramafreies und eigenverantwortliches Leben zu entscheiden, ist eine der wenigen ganz großen Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann. Wenn du dich für die Eigenverantwortung entscheidest, darfst du dafür immer wieder einstehen und so Schritt für Schritt Klarheit schaffen. Besonders dann, wenn Menschen oder Umstände deines Lebens dich stark triggern und in alte oder neue Dramen verwickeln wollen.

In Zeiten des Umbruchs mag es zeitweise so aussehen, als stündest du auf deinem Weg alleine dar. Wenn du dir Unterstützung und Rückhalt von außen wünschst, dann nimm dies als Zeichen, dir selbst genau das zu geben, was du dir wünschst. Umsorge und stärke dich selbst, sei liebevoll zu dir und gönne dir von ganzem Herzen, was du dir von außen wünschst.

 

liebevolle Eigenverantwortung

 

Verbindung zur nährenden Quelle

Vielleicht fragst du dich, wie es dir selbst denn möglich sein soll, dir das zu geben, wonach du dich sehnst und was dich nährt. Die Antwort ist so einfach, dass dein Verstand vielleicht nicht damit einverstanden ist:

Deine unerschöpfliche nährende Quelle ist in dir und jederzeit zugänglich für dich. Sie wartet nur darauf, dass du dich mit ihr verbindest, um dir all das schenken zu können, was du brauchst und was dich wirklich von innen heraus nährt.

Die Stimme deines Herzens weist dir den Weg zu deiner unerschöpflichen Quelle. Wenn du diese Stimme wahrnehmen kannst und ihr folgst, bist du bereits verbunden mit ihr.

Wann in deinem Leben, geht immer wieder dein Herz auf? Wann bist du mit deiner Lebensfreude verbunden? Was machst du von Herzen gerne? Was begeistert dich?

 

Warum nutzen so wenige Menschen diese wunderschöne Möglichkeit?

Weil sie so sehr in ihrem Liebeshunger, ihren Dramen und Mustern stecken, dass sie dem einfachsten und schönsten Weg kein Vertrauen schenken können oder wollen. Den Zugang zur eigenen nährenden Quelle zu nutzen, bedeutet zunächst einmal von alten Täuschungen und Vorstellungen loszulassen.

Das erfordert eine gewisse Portion Zutrauen und Mut. Diesen aufzubringen ist im Grunde die größte Hürde. Denn wenn dieser Schritt erst einmal gegangen ist, spricht die eigene Erfahrung für sich und verdeutlicht, wie wundervoll es ist, mit deiner eigenen Quelle verbunden zu sein. Dadurch wird immer wieder aufs Neue die Bereitschaft dazu da sein, mutig für sich selbst und den eigenen individuellen Weg einzustehen.

Ja, es gibt oftmals noch einige Blockaden und Muster zu klären, damit sich die Verbindung zur eigenen Quelle stabilisieren und weiten kann. Ich erlebe, dass es ein Prozess ist, diesen Weg zu gehen. Um ihn zu erleichtern, kann für dich das Spielen, Analysieren und Klären mit Dare to B’Riched eine umfassende Unterstützung sein. Denn damit kannst du systematisch und ganzheitlich erfassen, wo du dir noch selbst im Weg stehst oder wo du erlaubst, dass andere oder anderes deinen Weg und die Verbindung zu deiner Quelle blockieren. Wenn du Interesse hast, das Spiel Dare to B’Riched an einem intensiven DARE Day zu erlernen findest du hier mehr Informationen darüber.

Erlaube deiner Quelle dich durch und durch zu nähren und zu beschenken. Sie schenkt dir so viel Liebe, wie du selbst bereit bist, dir von Herzen zu gönnen.

 

Alles Liebe von Dora

 

 

Deine Liebe als Geschenk für dich selbst und die Welt2019-04-04T13:43:00+02:00

Nutze deine Sinne und aktiviere deinen individuellen Kompass

Dein eigenes feines Gespür ist der Kompass, der dich zu dir selbst führt.
Erforsche deine Sinne, entdecke vergessene Nuancen und öffne deine Kanäle, um deinen individuellen Kompass zu reaktivieren.

 

Abstumpfung und einseitiger Fokus

Jeder Mensch kommt als kleines Genie ins Leben. Das frühkindliche Gehirn ist besonders im ersten Lebensjahr zu unglaublichen Aktivitäten und Entwicklungen imstande. Auch danach sind Kinder viel flexibler, präsenter und „wacher“ als Erwachsene. Sie befinden sich dann allerdings bereits auf einer steilen Kurve nach unten, die sich von Jahr zu Jahr mehr dem recht abgestumpften erwachsenen Menschen annähert.

Die in uns angelegten Potentiale gehen nie ganz verloren. Sie werden vielleicht verschüttet oder vergraben. Doch sie verschwinden nicht einfach so. Wir lassen sie in dem Maße gehen, in dem wir und im Laufe unseres Lebens selbst verraten, andere Menschen unser Leben bestimmen lassen oder den klaren und weiten Zugang zu uns selbst zugunsten anderer Wünsche einschränken.

That’s the game.

In diesem Kulturkreis lernen wir meist schon früh unsere ganzheitliche Wahrnehmungsfähigkeit zu ignorieren. Die Fünf Sinne des Riechens, Schmeckens, Hörens, Sehens und Tastens bilden den Rahmen, innerhalb dessen ein Kind lernt sich einzupassen. Der Verstand des Gegenübers entscheidet dabei, ob die Wahrnehmung eines Kindes Sinn macht oder nicht. Es wird immer mehr in die Grenzen unseres Kulturkreises gewiesen und fügt sich in den meisten Fällen der von außen verordneten Begrenzung.

 

Die Sinne erforschen

Im Volksmund ist von einem 6. Sinn die Rede, womit zumeist die Intuition gemeint ist. Die Intuition kann als innere Weisheit bezeichnet werden, die uns ermöglicht, sinnvolle Unterscheidungen zu treffen und im Einklang damit zu handeln. Für mich und mein Leben hat meine Intuition eine große Bedeutung. Sie tritt mitunter über meine Sinne in Kontakt mit mir. Doch als einen eigenständigen “Sinn” ordne ich die Intuition nicht ein.

Manche Menschen verwenden den Begriff der „übersinnlichen Wahrnehmung”, was für mich etwas abgehoben klingt. Meine Auslegung ist, dass eine mit diesem Begriff umschriebene Wahrnehmung nicht die Sinne über-schreitet, sondern die antrainierte Abgestumpftheit vieler Menschen. Das Überschreiten der weit verbreiteten Abgestumpfheit bedeutet für mich, die “herkömmlichen fünf Sinne” in ihrer Feinheit, Komplexität und Weite zu erkennen und zu nutzen.

Mein Weg ist es, mich für die unterschiedliche Ebenen unserer fünf Sinne zu öffnen. Denn jeder dieser Sinne hat vielschichtige feine Nuancen, Feinheitsgrade und Dimensionen.

 

 

Sehen

 

Ganzheitliches Sehen

Als Beispiel möchte ich einmal auf das Sehen eingehen. Die meisten Menschen können Formen, Strukturen, Farben, Licht und Schatten klar erkennen. Das Unbewusste formt daraus die räumliche Wahrnehmung.

Ich nehme visuelle Informationen wahr, die darüber hinaus gehen. Ich kann z.B. ein ganz subtiles feines Flimmern bzw. optisches Rauschen wahrnehmen. Außerdem kann ich Dinge spüren, die ich sehe. Dies lässt sich als Synästesie bezeichnen. Damit ist die “Kopplung zweier oder mehrerer physisch getrennter Bereiche der Wahrnehmung” (Wikipedia) gemeint.

Darüber hinaus kann ich innere Bilder wahrnehmen, teilweise sogar mit geöffneten Augen. Mit geschlossenen Augen sind diese Wahrnehmungen allerdings klarer und intensiver. Dabei können die Bilder vor meinem inneren Auge sowohl gegenständlich als auch abstrakt sein. Mir ist klar, dass es sich um eine andere Wahrnehmungsebene handelt und nicht um Halluzinationen, die sich von Betroffenen nicht klar von der Realtiät unterscheiden lassen.

Jeder, der sich hin und wieder an einen Traum erinnert, weiß, dass er innere Bilder wahrnehmen kann und sie zu unserer Realität gehören. Auch dann wenn sie in ihrer Symbolhaftigkeit eine andere Sprache sprechen, als wir es im Alltag gewohnt sind. Diese feineren Nuancen des Sehens werden in unserem Kulturkreis als nicht „real“ oder bedeutsam eingestuft.

In der Tat können feinere Nuancen der Sinne erst dann eine Bedeutung bekommen, wenn wir damit Erfahrungen sammeln und sie systematisch erforschen. Dafür eignet sich der Armlängentest ganz hervoragend. Denn über unser Bio-Feedback können wir mit unserem Unbewussten in Kontakt treten, um zu verstehen, was sich uns zeigt.

 

Vergessene Nuancen wiederentdecken

Ich erlebe wie wertvoll und wichtig für mich die feineren Nuancen meiner Sinne sind. Diese allmählich wiederzuentdecken, erweitert meinen Horizont und schenkt mir den Zugang zu wichtigen Erkenntnissen über mich selbst und die Welt. Je achtsamer ich Nuancen in der Lage bin wahrzunehmen und sie in mein alltägliches Leben integriere, desto klarer und weiser bin ich in der Lage zu leben und zu handeln.

Mir ist aufgefallen, dass Menschen, die sich noch mit derartigen feinen Nuancen befasst haben, das feine Spüren als „esoterisches Gerede“ auffassen. Nur wer sich mangels eigener Erfahrungen dazu hinreißen lässt, ein Urteil ohne Bezugsrahmen zu fällen, kann zu dem Schluss gelangen, dass es sich bei feinen Wahrnehmungen und ihrer Bedeutung um Esoterik oder Spinnerei handelt. Jeder, der damit Erfahrungen macht, kennt den Wert einer ganzheitlichen sensiblen Wahrnehmung, die eine größere Weite zulässt.

Jeder Mensch, der sich auf den Weg begibt, seine verschütteten Kanäle wiederzuentdecken, bekommt früher oder später seinen eigenen individuellen Zugang zu wertvollen subtilen Nuancen seiner Wahrnehmung.

 

Spüren

 

Ganzheitliches Spüren

Das Wort Empfindung umschreibt für mich das ganzheitliche Wahrnehmen zumeist körperlicher Signale. Das kann z.B. ein deutliches Ziehen, Kribbeln, Drücken, oder Ähnliches sein, aber auch wie gerade in Bezug auf das Sehen beschrieben in einen feineren Bereich hinein gehen.

Ich verwende das Wort “spüren” synonym mit dem Wort „empfinden“. Wenn ich davon rede, dass ich etwas spüre, dann meine ich damit eine konkrete Wahrnehmung, die sich irgendwo in Körpernähe (innen oder außen) befindet.

Das Spüren, also das Wahrnehmen von Empfindungen ist für mein Verständnis ein Aspekt der sensorischen Wahrnehmung (Tastsinn). Wenngleich sich organische Reize oder feine energetische Wahrnehmungen im Körperinneren befinden und nicht über die Haut wahrgenommen werden.

Deutlich verwaschener wird der Begriff des Spürens, wenn Gefühle darin mit einbezogen werden. Diese sind zusammen mit den Emotionen zwar auch im Körper lokalisierbar, haben für mich aber einen anderen Ausdruck, eine andere Beschaffenheit sozusagen. Darüber werde ich gerne in einem zukünftigen Blog-Artikel einmal eingehen.

Das Spüren, das ich hier meine, ist umfassender und ganzheitlicher Ausdruck unserer Körperintelligenz.

 

Körperintelligenz

Der Körper ist ein hochintelligentes System, mit einer großen Weisheit. Er erzeugt intelligente Signale und keine beliebigen Fehlfunktionen oder Störungen. Er wählt einen individuellen Ausdruck, um mit uns in Kontakt zu treten und uns auf etwas aufmerksam zu machen.

Deshalb sind Symptombehandlungen auch so sinnlos und führen uns mehr in die Irre als uns zu helfen. Wenn eine Warnlampe in einem System beginnt zu blinken, dann macht sie auf eine grundlegende Schwierigkeit im gesamten System aufmerksam. Dieses besteht aus ganzheitlicher Sicht aus unterschiedlichen Ebenen, nicht nur der Körperebene. Die Lampe zu zerschlagen, damit sie nicht mehr blinkt, verändert gar nichts an den Ursachen im System.

Sofern diese Erkenntnis auch von der allgemeinen Auffassung in unserem Kulturkreis entfernt liegt: Was sich in oder an unserem Körper zeigt ist immer sinnvoll. Wer systematisch das Unbewusste erforscht, versteht, dass Symptome immer einen Sinn haben und zum Ausdruck bringen, dass noch etwas erkannt und geklärt werden darf.

 

Sensibilität

 

Sensibilität ist unser Potential, keine Makel

Zumeist wird es eher als Makel oder seltsame Eigenart eingestuft, wenn jemand auf seine individuelle Art und Weise sensibel ist. Dabei sind in der eigenen Sensibiltät wunderschöne Gaben und Geschenke enthalten.

Menschen, die den Zugang zu ihrer natürlichen Sensibilität zulassen, haben einen umfassenderen Zugang zu ihren Potentialen. Das wiederum ebnet ihren Weg, bei sich selbst und in ihrer eigenen Mitte anzukommen.

In der Tat können besondere Herausforderungen entstehen, wenn jemand sehr offen in seiner Wahrnehmung ist. Darüber hinaus wird der Verantwortungsbereich eines Menschen vergrößert, der einen Zugang zu seiner natürlichen Sensibilität bewahrt oder wiederentdeckt. Er trägt damit auch die Verantwortung mit der eigenen Offenheit und seinen Potentialen achtsam und weise umzugehen. Wenn diese Verantwortung nicht erkannt und gelebt wird, können die Schwierigkeiten und Herausforderungen schnell überdimensional groß erscheinen.

 

Wahrnehmungsabweichungen bei Drogen und psychischen Erkrankungen

Große Schwierigkeiten können auch dadurch entstehen, dass vergessene Kanäle künstlich geöffnet werden. Das ist beispielsweise unter Einfluss von sogenannten „bewusstseinserweiternden“ Drogen der Fall. Damit werden Erfahrungen und Zugänge eingeladen, mit denen der Einnehmende nicht umzugehen gelernt hat. Folglich ist es möglich, dass diese unter Drogen erzeugten Öffnungen zu langfristigen und dauerhaften Irritationen des Bewusstseins führen und auch unbewusste Strukturen beeinträchtigt werden. Wenn derartige Irritationen erkannt und identifiziert werden (z.B. über den Armlängentest), dann können sie mit geeigneten energetischen Frequenzen oder anderen Methoden wieder aus dem ganzheitlichen System eines Menschen gelöst werden. Daraus möglicherweise resultierende Instabilitäten können so harmonisiert und überwunden werden.

Auch der Bereich psychischer Erkrankungen, bei denen z.B. die Wahrnehmungskanäle beeinträchtigt sind, ist ein großes Forschungsfeld. Hier kann ebenfalls durch das Aufdecken und Harmonisieren der Ursachen, viel bewegt werden. Dabei möchte ich Betroffenen natürlich raten, einen Heilpraktiker oder Psychologen ihrer Wahl aufzusuchen. In der innerwise Coaches- und Mentoren-Liste, sind übrigens Heilpraktiker und vereinzelt Psychologen zu finden, die das innerwise System in ihre Praxis integrieren und dadurch eine ganzheitliche Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ermöglichen.

 

Kanäle öffnen

Wie bereits erwähnt, steckt ein großes Potential darin, die eigene ganzheitliche gesunde Wahrnehmungsfähigkeit wiederzuerlangen. Dazu können die eigenen verschütteten Kanäle wieder geöffnet werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein vom Verstand gesteuertes Leben, eine blasse und einseitige Lebensgestaltung darstellt. Auch ein auf emotionalen Dramen basiertes Leben ist einseitig und verkümmert.

Die Kunst einer ganzheitlichen Lebensgestaltung hingegen, geht mit der Öffnung der eigenen Kanäle einher. Auch wenn darauf nicht unbedingt ihr Fokus liegt.

Was kann denn getan werden, um ganz bewusst das Öffnen der eigenen Kanäle in Gang zu bringen?

 

 

1. Aufräumen

Kanäle, deren Zugang nicht offen und frei ist, sind verstopft, blockiert, verengt oder ganz verschlossen. Da liegt es nahe, zunächst einmal sauber zu machen und aufzuräumen. Dabei bewährt es sich in der Praxis, schrittweise aufzuräumen und somit allmählich wieder die Öffnung der eigenen Kanäle zu ermöglichen.

Mein liebstes inneres Aufräumwerkzeug ist derzeit das Spiel Dare to B’Riched. Dieses kannst du dazu verwenden, dich selbst oder einzelne „verstopfte“ Bereiche deines Lebens systematisch zu analysieren, wertvolle Erkenntnisse daraus mitzunehmen und Blockaden zu lösen. Anschließend kannst du mit Hilfe konkreter „To Do’s“ sinnvolle Muster ins eigene Leben integrieren.

Wenn du dieses wunderschöne Spiel kennenlernen möchtest, darf ich es als zertifizierter Dare Guide an einem eintägigen Dare Day Workshop für dich erlebbar machen. So kannst du dir einen intensiven Aufräum- und Erkenntnistag gönnen und den Umgang mit Dare to B’riched erlernen. Neben mir gibt es im gesamten deutschsprachigen Bereich viele weitere Dare Guids, die Dare Days in deiner Region anbieten.

Natürlich kannst du auch intuitiv und ohne System dein inneres Aufräumen angehen.

 

2. Selbstannahme

Im aufgeräumten Zustand ist das Leben leichter und angenehmer. Dadurch fühlst du dich immer mehr bei dir selbst zu Hause und löst dich allmählich aus Abhängigkeiten sowie Macht- und Kontroll-Strukturen.

Du lernst dich mehr und mehr so zu nehmen, wie du wirklich bist. Damit hörst du auf, dich für andere zu verbiegen oder zu verraten. Je umfassender deine Selbstannahme ist, desto mehr kannst du Facetten von dir reintegrieren, die zu deiner natürlichen Sensibilität gehören. Du erlaubst dir wieder wahrzunehmen, was andere (mit verstopften Kanälen) nicht wahrnehmen können.

 

Vertrauen

 

3. Vertrauen

Der nächste Schritt ist, dir selbst wieder mehr zu vertrauen. Denn auch wenn du wieder in der Lage bist, feine Wahrnehmungen zuzulassen, heißt das nicht, dass du diese vertrauensvoll für dich und dein Leben nutzt.

Du kennst das sicherlich: Du spürst etwas und hast eine Ahnung, die du nicht begründen kannst. Du schenkst deinem Gespür jedoch wenig Aufmerksamkeit. Anschließend merkst du, dass du mit deiner Ahnung richtig lagst. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn du ihr nicht gefolgt bist und ihr nicht vertraut hast.

Wie kannst du dein Selbstvertrauen verstärken?
Vor allem durch Erfahrungen. Du darfst dich immer wieder neu darauf einlassen, dein feines Gespür zu beobachten. So wirst du mit der Zeit feststellen, dass es durchaus weise ist, dieses für dich zu nutzen und ihm immer wieder Vertrauen zu schenken.

Bei diesem Prozess des Einlassens wird es möglicherweise einschneidende tiefe Erlebnisse und Aha-Effekte geben. Besonders dann, wenn du immer wieder bereit dazu bist zu erkennen, dass deine innere Weisheit über deine Sensibilität in Kontakt mit dir tritt und dir ungeahnte Wege eröffnet.

 

4. Präsenz / Achtsamkeit

Je weniger du in deinem Alltag „verstreut“ bist und wirklich in dir selbst präsent und gegenwärtig bist, desto mehr kannst du all das bewusst wahrnehmen, was dir in jedem Moment zugänglich ist. Du brauchst im Grunde nicht mehr dafür tun, als präsent und offen zu sein.

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich allerdings sagen, dass dies, so einfach es auch klingt, eine ziemliche Herausforderung ist. Doch die Herausforderung liegt eigentlich gar nicht darin präsent zu sein, sondern viel mehr darin, so weit aufzuräumen, anzunehmen und zu vertrauen, dass daraus eine natürliche Präsenz entsteht.

Du kannst Präsenz nicht durch eine bestimmte Übung oder Konzentration erreichen. Du kannst dich ihr aber Schritt für Schritt annähern, je mehr du auf dem Weg der ganzheitlichen Klärung fortschreitest.

Falls du aber doch eine bestimmte Übung dazu haben möchtest, dann versuch es damit: Tu so oft und konsequent wie möglich das, was dir wirklich Freude macht. Denn dabei bist du ohne Anstrengung präsent und im Flow. So können Flow und Präsenz in deinem Leben immer weiter wachsen.

 

Heilung durch Öffnung

Je mehr deine Kanäle wieder offen und frei sind, desto mehr bist du wieder mit deinen eigenen Potentialen und Gaben verbunden. Eine Gabe, die beispielsweise jeder Mensch besitzt sind seine Selbstheilungskräfte. Diese sind umso intensiver und umfassender, je offener und freier dein eigenes ganzheitliches System ist.
Auch das mag esoterisch klingen für den, der mangels eigener Erfahrungen eine Schublade sucht, in die er diese eher unkonventionelle Perspektive einordnen kann.

Für mich ist das „heil sein“ ein Ausdruck umfassender Integrität und einer ganzheitlichen Lebensweise. Die großartige Funktion von Krankheit liegt darin, uns darauf aufmerksam zu machen, dass es etwas zu erkennen, zu verstehen, zu harmonisieren oder umzusetzten gibt. Auch wenn Kranksein viele Schwierigkeiten, Leid und Schmerzen mit sich bringt, lade ich dich ein, die Geschenke darin nicht außer Acht zu lassen, sie anzunehmen und für dich und deinen Weg zu nutzen.

 

Dein Weg

 

 

Deinen Kompass aktivieren

Durch das Öffnen deiner Kanäle wird für dich wieder unmittelbar erfahrbar, wo du gerade stehst. Du bemerkst immer feiner und genauer, wo gerade in dir Unstimmigkeiten sind. Du nimmst mehr und mehr auch kleinere Abweichungen von deinem Weg wahr. Durch eine immer umfassendere Bewusstheit, erfährst du mit all deinen Sinnen die Richtung deines individuellen Kompasses. Vermutungen oder Spekulationen gehören zur Vergangenheit, wenn durch das eigene Erleben ein tiefes Verständnis für dich selbst entsteht.

Deine Kompassnadel bist du selbst mit all deinen Sinnen, Erfahrungen und Erkenntnissen. Je präziser und vielschichtiger du dich selbst wahrnehmen kannst, desto mehr erkennst du deine eigene Richtung. Mit dieser Bewusstheit lernst du, jede Entscheidung und Facette deines Lebens an deinem eigenen Maßstab auszurichten. Dabei dienen dir gleichgesinnte Menschen als Inspiration, nicht aber als Wegweiser.

Denn nur wenn du selbst dein eigener Wegweiser bist, kannst du dein eigenes Gespür Schritt für Schritt vergrößern, deine Richtung erkennen und lässt dich nicht mehr auf Abwege führen. Dann kannst du vertrauensvoll deinem eigenen Kompass folgen, bis du ganz in deiner Mitte und bei dir selbst ankommst.

 

 

Nutze deine Sinne und aktiviere deinen individuellen Kompass2018-12-18T13:12:53+02:00

An Herausforderungen des Mutterwerdens wachsen – Geburt und Babyzeit

In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen des Mutterwerdens mit dir. Vielleicht bist du bereits Mutter und öffnest dich dafür, eigene schwierige Erfahrungen auf diesem Weg ganzheitlich zu klären. Vielleicht interessiert dich dieses Thema auch aus anderen Gründen, weil du werdende Mutter bist oder Themen deiner eigenen frühen Kindheit klären möchtest.

Bitte verstehe den Inhalt dieses Artikels nicht als dogmatische Position. Du findest hier individuelle Beobachtungen und Erfahrungen, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit oder allumfassende Richtigkeit.

 

Abenteuer Muttersein

Für mich hat das Abenteuer meines Mutterseins bereits in der Schwangerschaft begonnen. Mein Körper war nicht mehr nur mein Zuhause, sondern auch das vorläufige Zuhause eines heranwachsenden Kindes. Ich wollte “alles richtig” machen, in jederlei Hinsicht. Wenn ich heute daran denke, stelle ich lächelnd fest: „Netter Versuch!“.

Ich las viele Bücher, setzte mich also intellektuell mit den Themen Schwangerschaft und Geburt auseinander. Es verfeinerten sich jedoch auch meine Wahrnehmung, mein Körpergefühl und die Verbindung zu dem Kind in meinem Bauch. Ich öffnete mich besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft auch für Ebenen, die den Verstand überschreiten.

Jedes Abenteuer ist mit unvorhergesehenen Herausforderungen verbunden. So auch das Muttersein. Aber selbst wenn das „theoretisch klar“ ist, bringt die Praxis viele Hürden und Überraschungen mit sich. Die drei Stationen des Mutterwerdens, also Schwangerschaft, Geburt und erste Babyzeit, bringen bereits besonders intensive Höhen und Tiefen mit sich. Diese Erfahrungen sind so vielschichtig, tiefgreifend und individuell, dass Verallgemeinerungen kaum einen Sinn machen. Daher werde ich mich in diesem Text häufig auf meine eigenen Erfahrungen beziehen.

 

Ganzheitliche Öffnung

Eine Geburt hat dann, wenn sie nicht vorwiegend von klinischen Eingriffen geprägt ist, das Potential eine tiefgreifende “mystische” Erfahrung zu sein. Auch dann, wenn sie nicht oder nicht ausschließlich natürlich abläuft, kommen die werdenden Eltern in Kontakt mit Urkräften und Dimensionen, die bisher kaum in ihrem Bewusstsein waren.

Es geschieht nicht nur eine physische Öffnung, die den Weg des Babys aus dem Mutterleib ebnet. Wenn eine Mutter sich bei der Geburt dem Geschehen hingibt, tritt eine ganzheitliche Öffnung auf all ihren Ebenen ein. Mehr über die hier gemeinten Ebenen erfährst du in meinem Podcast Folge 001 – Ganzheitlich – Acht Ebenen.

Diese ganzheitliche Öffnung macht eine Geburt zu einem intensiven Ur-Ereignis, das sich kaum mit Worten beschreiben lässt.

 

Ganzheitliche Öffnung

 

Unglaubliche Kräfte erleben

Bei der Geburt meiner Tochter, war diese ganzheitliche Öffnung und das innere Loslassen, gefühlt das einzige „was mir übrig blieb“. Es gab keinen anderen „Ausweg“ aus dem Geburtsprozess, als mich den intensiven Kraftströmen hinzugeben. Insbesondere weil ich eine Hausgeburt hatte und „Eingriffe“ so weit wie möglich vermeiden wollte.

In dieser fast erschütternden kraftvollen Hingabe, war ich ganz mit meiner eigenen Quelle verbunden. Sie führte mich durch die Geburt hindurch. Sie ließ mich immer wieder meine Position verändern und ließ mich unglaubliche Kräfte erleben. Ein Teil davon, den ich nicht anders zu lenken vermochte, verflüchtigte sich in tiefen, durchdringenden Geburtslauten.

Nach der Geburt merkte ich, dass ich aus anderen Dimensionen langsam wieder in die Welt zurückkam. Das dauerte in meinem Fall mehrere Tage bis vielleicht sogar einige Wochen. In dieser Zeit beschrieb ich meinen Zustand mit dem Bild, dass ich von einem anderen Planeten langsam wieder auf die Erde fand. Das ging erstaunlich langsam. Und ich kam nie wieder dort an, von wo aus ich die Reise begonnen hatte. Ich hatte Unfassbares erlebt und gespürt. Das galt es erst einmal in mein neues Leben zu integrieren.

Ich fühlte mich so tief mit weiblichen Ur-Kräften verbunden wie noch nie in meinem Leben und empfand kurz nach der Geburt eine Hochachtung allen Frauen gegenüber. Denn ich erkannte, dass diese ungeahnten Kräfte in jeder Frau vorhanden sind. Über derartige männliche Urkräfte zu berichten fühle ich mich als Frau nicht in der Lage, doch ich bin mir sicher, dass sie ebenso mächtig sind.

 

Geburten verarbeiten

Es kann eine Herausforderung sein, nach einer Geburt wieder ganz bei sich anzukommen. Selbst dann, wenn die Tiefe der Erlebnisse kaum ins Bewusstsein gelangt und nur eine leise Ahnung davon wachgerufen wird, welche Kräfte in uns stecken.

Doch gerade das, was im Unbewussten zu verschwinden scheint, hat eine starke Wirkung. Der Anteil dessen, was uns im Unbewssten verborgen bleibt, beträgt in den meisten Fällen beachtliche 95%. Das was im Bewusstsein ankommt stellt nur die kleine Spitze eines riesigen Berges dar.

Durch eine Geburt ergeben sich für Mutter und Kind häufig Themen, die besonderer Aufmerksamkeit und ganzheitlicher Verarbeitung bedürfen. Sonst können Verhaftungen entstehen, die aus dem Unbewussten heraus das Leben von Mutter und Kind nachhaltig beeinflussen.

 

Geburtserlebnisse

Durch eine vollkommen unbelastete, sanfte Geburt haben wohl nur sehr wenige von uns das Licht der Welt erblickt. Und das was ein Mensch bei seiner eigenen Geburt erlebt, kann einen großen Einfluss auf seine Entwicklung nehmen.

Doch das heißt nicht, dass wir unser Leben lang „Opfer“ unserer Erfahrungen bleiben müssen. Mit Hilfe des innerwise-System ist es möglich, eigene Geburtserlebnisse auch noch im Erwachsenenalter ganzheitlich zu bewältigen und zu harmonisieren. Und das ganz ohne „mühevolle Aufarbeitung“ oder Drama.

Die eigenen Geburtsthemen sanft und nachhaltig anzuschauen und aufzulösen ist eine schöne Geburtsvorbereitung für werdende Mütter. Denn die Erlebnisse, die eine Frau aus ihrer eigenen Geburt mitbringt, können Abläufe bei Geburten ihrer Kinder beeinflussen.

Wenn eine Frau bereits Kinder zur Welt gebracht hat, können wiederum diese Geburtserlebnisse, weitere Geburten erschweren oder beeinträchtigen. Daher ist eine ganzheitliche Klärung im Kontext von Geburten so wichtig und wertvoll.

Da ich innerwise während der Schwangerschaft mit meiner Tochter noch nicht kannte, kann ich hier leider nicht von eigenen Erfahrungen berichten. Aus meiner heutigen Sicht möchte ich jedoch jeder Schwangeren ans Herz legen, sich für den Weg der ganzheitlichen Harmonisierung, z.B. durch das innerwise-System, zu öffnen.

 

Geburtserlebnisse

 

Wie kann eine ganzheitliche Klärung in Gang gebracht werden?

Innerwise umfasst eine Vielzahl von Werkzeugen und Möglichkeiten zur ganzheitlichen Klärung und Harmonisierung. In der Selbstanwendung bietet sich an, mit der kleinen Heilapotheke zu beginnen oder auch mit dem neuen System Dare to B’Riched. Dabei können individuelle Themen in den Fokus gestellt werden und damit zusammenhängende Verhaftungen und Blockaden erkannt und gelöst werden.

Eine weitere Möglichkeit sind visualisierte oder gezeichnete IMAGOs. Visualisierte IMAGOs sind innere Bilderreisen, in deren symbolhafter Sprache Erlebnisse angeschaut und geklärt werden können. Unterstützende Frequenzen, beispielsweise aus der kleinen Heilapotheke, ermöglichen einen sanften Verlauf durch die eigenen Bilder, ohne Retraumatisierungen zu erfahren.

Mit gezeichneten IMAGOs lassen sich auch komplexe Situationen und Abläufe erfassen und über die Blaupause (Zeichnung) ausgleichen. Ähnlich wie bei „Familienaufstellungen“ kann eine große Klarheit über wirkende Kräfte, ihre Positionen, Größen und Beziehugen zueinander entstehen. Es werden allerdings nicht wie bei Familienaufstellungen „menschliche Stellvertreter“ gewählt, die möglicherweise eigene Komponenten und Themen mit einfließen lassen. Stattdessen wird den “wirkenden Kräften” eine abstrakte Form gegeben. Sie werden übersichtlich auf den neutralen Grund eines Blatt Papiers gezeichnet und können so erfasst und harmonisiert werden.

Innerwise bietet so viele Möglichkeiten, dass ich sie hier nicht alle aufzählen kann. Wenn du dir Unterstützung bei deiner Klärung und auf deinem Weg wünschst, findest du auf hier eine Liste der innerwise Coaches und Mentoren. Es macht übrigens nicht immer Sinn, den örtlich am nähesten gelegenen Coach zu wählen. Wähle jemanden, der zu dir und deinem Anliegen passt. Mit diesem Fokus kannst du beispielsweise den Armlängentest nutzen, um zu erfahren, mit wem du dein Thema vollständig erfassen und klären kannst.

 

Reaktivierung verschütteter Themen

Das Begleiten eines Kindes schenkt den Eltern von der Schwangerschaft bis zur Nestflucht immer wieder Möglichkeiten, mit Erfahrungen aus der eigenen Kindheit Frieden zu schließen. Auf diesem Wege können wir uns die eigenen Muster bewusst machen und neue Wege erproben und festigen.

Das Wiederaufleben, alter Themen und Muster ist ein Phänomen, das mir vor dem Mutterwerden nicht so intensiv begegnent ist. In der Schwangerschaft können sich bereits mehr oder weniger deutliche Symptome und Anzeichen dafür zeigen. Die Geburt des eigenen Kindes spricht dann, wie bereits erwähnt, besonders intensiv Ebenen und Erfahrungen der werdenden Mutter an, die z.B. mit ihrer eigenen Geburt zusammenhängen können.

Wenn wir bereit sind aufmerksam hinzuschauen und uns immer wieder den eigenen Themen zu stellen, dann kann das Elternsein zu einem intensiven Transformations-Erlebnis werden. Jede Herausforderung, jeder Trigger, jeder Schatten, der durch den Alltag mit Babys und Kindern sichtbar wird, stellt eine Einladung und Chance dar, bisher im Unbewussten schlummernde Muster zu erkennen und zu bewältigen. Perfektion kann hierbei kein Ziel sein, sondern sich Schritt für Schritt mit sich selbst auszusöhnen und destruktive Muster zu überwinden.

Eine stetig wachsende Integrität und Selbstliebe im Alltag zu entfalten, ist aus meiner Sicht für jedes Elternteil eine realistische und umsetzbare Bestrebung.

 

Reaktivierung alter Themen

 

Die Erinnerung an den eigenen Schmerz

Für frischgebackene Eltern kann allein die Konfrontation mit rohem, ehrlichem Babyschreien eine Herausforderung darstellen. Dieses kann den eigenen unverarbeiteten Schmerz so intensiv triggern, dass sie kaum in der Lage sind, ihrem Baby mit angemessener Ruhe und Zentriertheit zu begegenen.

So sehr sie sich auch bemühen ihr Kind zu beruhigen und seine Bedürfnisse zu stillen, sie werden dies nicht aus einer Entspanntheit und liebevoller Ruhe heraus tun können. Denn sie bekommen immer wieder ihre ungelösten Themen serviert. Wenn ihnen dies nicht bewusst ist und sie die Einladung und das Geschenk darin nicht wahrnehmen, kann dies zu permanenten Belastungen führen.

Doch was tun, wenn einem im Zuge des Eltern-werdens derartige Schwierigkeiten begegnen? Gerade in so emotionalen Zeiten wie der ersten Babyzeit, können nur wenige Menschen so objektiv bleiben, ihre Themen selbst ganz zu erfassen und somit umfassend zu bewältigen. Aus meiner eigenen Erfahrungen heraus, möchte ich frischgebackenen Eltern, die im Kontakt mit ihrem Baby immer wieder aus ihrer Mitte geraten nahe legen, sich Unerstützung z.B. von einem innerwise Coach oder Mentor zu holen.

Ich durfte erfahren, dass es jeden erdenklichen Aufwand Wert ist, Schritte in die Richtung der inneren Bewältung und Heilung zu gehen. Denn alles, was beiseite geschoben wird, zeigt sich an anderer Stelle umso deutlicher, z.B. in der Partnerschaft, der eigenen Gesundheit oder sogar der Gesundheit des eigenen Kindes.

Deshalb ist es zum eigenen höchsten Wohle und zum höchsten Wohle aller Beteiligten, wenn wir uns eigenverantwortlich unseren eigenen Konflikten und Schwierigkeiten stellen.

 

Das Sich-Verlieren als Chance und Schub zu sich selbst

Besonders im ersten Babyjahr meiner Tochter, habe ich mich häufig gefragt, warum das Kinderkriegen nicht viel leichter und unbeschwerlicher sein kann. Ich habe mich so überfordert gefühlt mit allem, was in meinem Leben vor sich ging. Die Konfrontantion mit Erfahrungen von denen ich keinen Schimmer hatte, dass sie in dieser Intensität zum Elternsein dazugehören, traf mich durch und durch. Ich wusste nicht warum ich mich plötzlich in so einer großen Schwere befand.

Natürlich gehen nicht alle Eltern durch Krisen, so wie ich das tat. Daher spreche ich an dieser Stelle für mich persönlich: Für mich waren all die Herausforderungen in der Intensität unglaubliche Geschenke, die mir einen kräftigen Schub versetzt haben, um mich neu zu finden und tiefer als zuvor bei mir selbst anzukommen. Ohne den „Leidensdruck“, den die Erfahrung für mich mit sich gebracht hat, hätte ich nicht in einer so großen Klarheit und teilweise auch Radikalität alles in Gang gebracht, um wieder zurück in meine Lebensfreude zu gelangen.

 

An Erfahrungen wachsen

 

An Herausforderungen wachsen

Ich bin durch das Mutterwerden durch viele intensive Prozesse gegangen und habe mich so Schritt für Schritt gestärkt.

Viele Konzepte, Pläne, Dinge und auch Menschen durfte ich auf diesem Weg loslassen. Es sind Träume und Wünsche, starre Vorstellungen und Bestrebungen aus meinem Leben gewichen, die mich mehr belastet als gestärkt haben.

Nun fühle ich mich reicher und klarer als je zuvor. Ich möchte keine meiner Erfahrungen missen. Auch wenn sie mich an meine Grenzen gebracht und mit der Tiefe meiner Schatten konfrontiert haben.

Ich weiß um die Wichtigkeit der Schritte, die ich im Zuge des Mutterwerdens gegangen bin. Doch meine Tochter ist gerade erst 3,5 Jahre alt und das Potential der Erkenntnisse auf unserem gemeinsamen Weg ist weiterhin riesengroß. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht spüre, dass weitere wichtige Erkenntnisse an meine Tür klopfen und neue Schritte anstehen.

 

Sich von Dogmen verabschieden

Wie anfangs erwähnt wollte ich als frischgebackene Mutter “alles richtig” machen. Nun ließe sich sagen, dass ich versagt habe, denn ich habe tatsächlich viel Mist gebaut. Als Partnerin, zwischenmenschlich in meinen Beziehungen zu anderen Menschen und auch immer wieder in der Beziehung zu meiner Tochter.

Doch was ich tatsächlich dadurch geschafft und erreicht habe, ist mich von vielen Dogmen zu verabschieden, die ich lange Zeit aufrecht erhalten habe. Diesen Schritt erkenne ich nun als besonders wertvoll für alle Lebensbereiche.

 

Dogmen

 

Denn solange starre Konzepte und Vorstellungen über das Elternsein, Erziehung, Ernährung, Gesundheit, unseren Lebensweg, das Menschsein, das Leben, etc. unser Handeln bestimmen, erlauben wir, dass destruktive Macht und Kontrolle in unserem Leben eine große Rolle spielen. Derartige Macht- und Kontrollspiele machen starr und eng, sie begrenzen unsere Freiheit und verhindern die eigene Selbstentfaltung. Diese Art von Leben ist für mich nicht mehr stimmig und ich denke, das wird es nie mehr sein.

Den Weg zu sich selbst zu beschreiten ist nicht immer leicht und bringt neue ungeahnte Herausforderungen mit sich. Doch er ist der einzige Weg, der mehr und mehr Weite und Freude statt wachsende Enge und Starre in unser Leben bringt.

Wenn du das erlebst, weißt du, dass du “richtig” bist.

 

 

Alles Liebe von Dora

 

An Herausforderungen des Mutterwerdens wachsen – Geburt und Babyzeit2018-12-18T13:13:09+02:00

Dein Weg zur Quelle – Ein Gedicht

In diesem Blogbeitrag teile ich ein Gedicht mit dir, das ich kürzlich geschrieben habe. Ich beschreibe darin den Weg eines Menschen, der sich aufmacht, im Einklang mit seiner eigenen Wahrheit zu leben. Es sind schöne und herausfordernde Momente, die einem auf diesem Weg begegnen. Viel Freude beim Lesen und Sinnen.

 

Auf dem Weg zu sich selbst, wird die Verbindung zur eigenen Quelle wieder hergestellt und fortwährend verstärkt.

 

 

Du hast es gespürt,

Was wahr ist berührt.

Dein Herz weiß genau

Wohin es dich führt.

 

Dein Weg ist noch lang.

Du wagst dich voran

Im Licht und im Schatten

Mit Furcht und Gesang.

 

Herzensweg

 

Das Alte darf gehen,

Nur so kannst du sehen.

Mit offenem Herzen

Kann Neues entstehen.

 

Alleine mit dir,

Mit freinem Gespür,

Bahnst du dir den Weg

Vom Dortsein ins Hier.

 

Allein

 

Die Ankunft im Herzen

Entflammt deine Kerzen.

Die Vielfalt des Lebens

Bringt Freude und Schmerzen.

 

Es donnern Gewitter,

Was süß schien wird bitter.

Das Schwert deiner Wahrheit

Ernennt dich zum Ritter.

 

Schwert deiner Wahrheit

 

Wenn Klarheit dich lenkt

Und dir Leichtigkeit schenkt

Hast du endlich den Mut,

Der dich weiter noch drängt.

 

Klarheit und Leichtigkeit

 

So wagst du den Schritt

In die Fülle zurück.

Dein kraftvoller Kern

In Erscheinung nun tritt.

 

Mit menschlicher Hülle

In sprudelnder Fülle

Lenkt dich deine Quelle

In Klangvoller Stille.

 

Klangvolle Stille

 

 

 

Dein Weg zur Quelle – Ein Gedicht2018-12-18T13:13:35+02:00

Fragen reifen lassen & Antworten empfangen – Verantwortung leben

In diesem Artikel geht es um Fragen, Antworten und damit zusammenhängende Themenbereiche. Fragen zu stellen bedeutet, sich zu öffnen und frei zu machen. Es bedeutet, Möglichkeiten zuzulassen und Altbekanntes loszulassen. Daher kann die Bewusstwerdung innerhalb dieses grundlegenden Themas, etwas im eigenen Leben in Bewegung bringen.

 

Offene Grundhaltung

Kleine Kinder nehmen die Welt wie ein großes Abenteuer wahr, in dem sie täglich neuen Rätseln und  Fragen begegenen. Warum verlieren so viele „Erwachsene“ diese offene und freie Haltung dem Leben gegenüber? Warum entwickeln sie stattdessen starre und begrenzende Strukturen und Konzepte?

Hören sie deshalb auf Fragen zu stellen, weil sie tatsächlich schon so viel wissen und im Laufe der Zeit Antworten auf all ihre Fragen gefunden haben?

Oder geben sie einfach auf, begnügen sich mit Floskeln und einer gewissen Abgestumpfheit im Geiste?

 

Der Fragendschungel

Ja, das elterliche und schulische Umfeld vieler junger Menschen bietet meist nur mangelhafte Unterstütztung beim Voranschreiten durch den eigenen Fragendschungel. Doch jeder Mensch kann selbst sein Bewusstsein schärfen und zum eigenen Wohle einbringen. Wer das erkennt, kann es als Werkzeug auf seinem Weg durch den Dschungel weise einsetzen.

 

Fragendschungel

 

Egal wie wiedrig die äußeren Umstände zu sein scheinen, wer ist für das Bewältigen der eigenen Fragen zuständig?

Vielleicht klingt es in der Theorie ganz einleuchtend, dass jeder selbst dafür die Verantwortung trägt, seine Offenheit und geistige Beweglichkeit beizubehalten. Doch warum gelingt das in der Praxis nur so wenigen?

Ganz ehrlich: Ich kann mir viele Gründe dafür denken, doch ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass es faszinierende Menschen gibt, die sich selbst während ihrer kindlichen Entwicklung und sogar im Erwachsenenalter weitgehend treu bleiben. Diese Menschen bahnen sich unbeirrt den Weg durch den eigenen Fragendschungel und dürfen dabei kostbare Schätze entdecken.

Es gibt diese Menschen in allen „Schichten“. Sie leben unter förderlichen oder unter widrigen Umständen, im herausfordernden oder unterstützenden Umfeld. Die Möglichkeit diesen Weg zu beschreiten, hängt also offenbar nicht von äußeren Umständen ab.

Dennoch stellen äußere Umstände eine der meist genannten Ausreden dar, warum Menschen sich nicht aufmachen, ihren individuellen Weg eigenverantwortlich zu beschreiten. Warum hält sich diese Ausrede so hartnäckig?

 

Unterschätzte Kräfte

Was ich beobachte ist, dass alles, was mit den Drama-Spielen des Lebens zusammenhängt (siehe Blog-Artikel: Opfer, Täter, Retter – Aussteigen aus dem Drama) von nicht zu unterschätzenden Kräften genährt wird. Ja, seiner Vergangenheit oder anderen Menschen und Umständen „die Schuld“ an Unpässlichkeiten des eigenen Lebens zu geben ist eine beliebte Drama-Variante. Es badarf Mut und Standhaftigkeit, sich diesen Kräften zu widersetzen. Vor allem wenn sie – wie das tatsächlich häufig der Fall ist – noch eine zentrale Rolle im eigenen Leben spielen.

Darüber hinaus gibt es eine Kraft, die noch weitaus mehr unterschätzt wird: Die Kraft der eigenen reinen Quelle. Die Kraft deiner Essenz, deines ursprünglichen Wesens, deines reinen Vertrauens, deiner vollkommenen Liebe zu dir selst und zum Leben. All das ist in dir, auch wenn du vielleicht vergessen hast, wo sich die Zugangstore in diese Räume befinden. Vielleicht ist für dich dann ein wichtiger Schritt auf dem Weg durch deinen individuellen Fragendschungel, nach dem Zugang zu diese Räume zu fragen.

 

Quelle

 

Sich ganzheitlich seinen Fragen stellen

Das Fragenstellen wird weitläufig als mentaler Vorgang aufgefasst. Das was ich in diesem Artikel meine, wenn ich vom Fragenstellen schreibe, geht allerdings über ein verstandeslastiges umherwälzen hinaus.

Das was ich damit meine ist, sich auf allen Ebenen zu öffnen und im wahrsten Sinne des Wortes sich den Fragen zu stellen, die das Menschsein mit sich bringt.

Dabei ist nicht nur der Verstand beteiligt, also deine mentale Ebene, sondern alle Aspekte, die dich als Menschen ausmachen. Eine Beschreibung dazu, was ich mit “ganzheitlich” meine, kannst du dir in meiner Podcast Folge 001 Ganzheitlich – Acht Ebenen anhören.

Nun möchte ich dich dazu einladen, selbst zu entdecken und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven heraus zu stellen. Stelle dir einmal eine Frage mit der Intention, sie rein aus dem Verstand heraus zu stellen. Danach stelle dir die gleiche Frage mit der Intention, sie ganzheitlich aus allen Ebenen heraus zu stellen, die dich als Mensch ausmachen. Alleine deine Intention kann dabei einen entscheidenden Unterschied ausmachen. Kannst du einen Unterschied wahrnehmen?

 

Die Frage formt die Antwort

Das hört sich vielleicht platt und einfach an, doch nur derjenige kann Antworten für sich und sein Leben bekommen, der die richtigen Fragen stellt. Ohne Frage keine Antwort, so einfach ist das. Eine reife, weite Frage zu stellen, ist im Grunde  einer der wenigen nötigen und sinnvollen Schritte, der aktiv gegangen werden kann.

Denn wie du noch weiter unten im Text erfahren wirst, geht es beim Erhalten von Antworten um das Empfangen und Zuhören, einer eher passiven Haltung also. Erst bei der Integration und Umsetzung dessen was die Antwort an neuen Erkenntnissen mit sich bringt, ist wieder das eigenverantwortliche aktive Handeln im eigenen Leben gefragt.

An wen oder was richten sich ganzheitlich gestellte Fragen?

Wenn du wirklich weite Antworten bekommen möchtest richtest du deine Fragen an deine innere Weisheit, deine reine Essenz und Quelle.

Eine Frage kann nie auf der Ebene gelöst werden, auf der sie gestellt wird. Dennoch bestimmt die Qualität und Weite deiner Fragen die Qualität und Weite der Antworten, die du bekommst.

 

Armlängentest, Heilapotheke

 

Der Armlängentest als simpler Einstieg

Der kinesiologische Armlängentest nach Raphael van Assche kann zum Einstieg genutzt werden, um sich Schritt für Schritt wieder für die eigenen tiefen Fragen zu öffnen. Wenn du den Armlängentest noch nicht kennst, kannst du in diesem Artikel mehr darüber erfahren.

Beim Armlängentest handelt es sich um eine Möglichkeit (neben vielen anderen), um Biofeedback vom eigenen Körper zu erhalten und zwar auf eine klar verständliche Art und Weise. Was Biofeedback ist? Es sind die Signale und sozusagen Antworten, die unser Körper uns tagein tagaus gibt. Allein ein Gedanke oder eine Vorstellung genügen, um biochemische Reaktionen im Körper auszulösen. Diese stellen sein Feedback auf Impulse dar, die von innen oder außen in unser System gelangen.

Beispielsweise in Verbindung mit der kleinen Heilapotheke kann der Armlängentest genutzt werden, um wieder einen Zugang zu grundlegenden klaren Lebensfragen zu bekommen. Auch hierbei handelt es sich nur um eine von vielen Möglichkeiten. Ich selbst habe mit dem Armlängentest und der kleinen Heilapotheke einen schönen Wiedereinstieg in das Abenteuer meines individuellen Fragendschungels erfahren.

Es ist nicht nötig ein System zu nutzen, um wieder mehr Tiefe und Weite in die eigenen Fragen hineinzubringen. Doch es kann für diejenigen, die sich derzeit nicht zutrauen, sich ihren Weg ganz ohne anregende Impulse bahnen zu können, eine schöne und einfache Möglichkeit sein.

 

Zeit und Raum

Mit der Öffnung für unsere Fragen geben wir ihnen Raum in uns. Was sie darüber hinaus benötigen ist Zeit. Zeit zu reifen, Zeit sich in uns zu entfalten, auszudehnen, über sich selbst und letztenendes über das, was wir aktuell sind, hinaus zu wachsen.

Wenn wir uns innerhalb unseres tagtäglichen Lebens immer wieder Zeit und Raum geben für unsere Fragen, dann geben wir unterstützende Signale in unser Inneres. Der Raum für Antworten entsteht da, wo Raum für Fragen besteht. Unsere Antworten suchen sich selbst den optimalen Zeitpunkt, wenn wir ihren Raum achtsam halten.

Welche sind deine aktuellen Fragen und wie viel Raum gibst du ihnen?

 

Auf allen Kanälen empfangen

Da Frage und Antwort einander bedingen, kann der eigene Fragenreichtum nur dann wiederentdeckt werden, wenn gleichsam eine Öffnung für das Empfangen von Antworten stattfindet.

Eine empfangende Haltung einzunehmen, heißt einmal ganz von all dem „wollen“ deines Lebens und deiner Themen loszulassen. Für mich ist es ein ganz ruhiger, liebevoller, meditativer Zustand, in dem ich meinem „Ich“ erlaube in den Hintergrund zu treten. Damit entsteht Raum für das, was durch das Zulassen einer Frage bereits in dir vorhanden ist: Deine individuelle Antowort.

 

Für jede Frage, die gestellt wird, ist bereits eine Antwort in dir vorhanden.

Was hier Verwirrung schaffen kann, ist die Erwartung, dass die Antwort sich in einem fertig ausformulierten Gedanken oder Satz zeigen muss. Dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Wenn du dich nur auf Sätze bzw. sprachliche Inhalte fokussierst, verschließt du andere Kanäle in dir, die Teil deiner Antwort sein können.

Du kannst Antworten in Bildern, Formen, Klängen, Empfindungen, Wahrnehmungen, Erlebnissen, Geschichten, Phantasien, Träumen oder mir selbst unbekannten Kanälen erhalten. Je weniger Erwartungen du an die Beschaffenheit deiner Antwort stellst, desto mehr wirst du hier entdecken können.

Falls du damit neues Terrain betrittst, habe ich dir für den Einstieg eine kurze Meditation aufgenommen:

 

 

Wenn du dich in deinem “Raum des Empfangens” bereits etwas vertrauter fühlst, kannst du dich zum Beispiel mit deinen Fragen in diesen Raum hineinbegeben. Es klingt ein wenig paradox sind mit Fragen in einen Raum zu begeben, in dem du ohne Erwartungen verweilst. Doch so paradox ist das nicht, wenn es dir gelingt sogleich von deinen Fragen loszulassen.

Antworten erscheinen, wenn du sie nicht erwartest und in einer Gestalt, die du erforschen und entdecken darfst.

Jede Antwort bringt uns weiter. Die mit Fragen und Antworten einhergehende Erkenntnis und Bewusstheit bringt den Wachstumskreislauf eines gesunden Systems in Bewegung. Jede Herausforderung des Lebens bringt Fragen mit sich. Wenn diese wirklich klar und treffend erfasst werden, sind stets auch Antworten vorhanden.

 

Hindernisse deiner individuellen Antworten

Vielleicht stößt du beim Erforschen deines Fragendschungels auf Fragen, zu denen dir einfach keine Antwort kommen mag. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Ich gehe in den folgenden Absätzen nur auf einige davon ein.

Vielleicht ist die Fragestellung noch nicht klar genug und du darfst erst noch wichtige Erfahrungen machen, um selbst auf eine klarere Fragestellung zu kommen.

Vielleicht bist du aber auch noch nicht bereit, die Antwort wahrzunehmen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sie dich aus deiner Komfortzone hinaus bringen würde. Dann kann es sein, dass du es mehr oder weniger unbewusst vermeidest, deine Antwort wahrzunehmen. Hier kann es sehr wertvoll sein, sich Unterstützung zu holen oder innerhalb einer Arbeitsgruppe oder eines ähnlichen Rahmens den Blick und die Weite anderer Menschen hinzuzuziehen. Zumindest wenn du auch wirklich bereit bist, dich deinen eher unbequemen Antworten zu stellen.

 

Hindernisse

 

Eine weitere Mögilchkeit ist, dass du Fragen stellst, die gar nicht wirklich deine eigenen sind. Es kann sein, dass du dich noch mit Fremdem und Falschem in dir identifiziert bist und dir deshalb der Zugang zu DEINEN Fragen erschwerst.

Hier gibt es viele Möglichkeiten, um dein Selbst wieder mit deiner ursprünglichen Identiät, deinem Klang und deiner Seele zu erfüllen. Eine davon ist das neue innerwise-Spiel Dare to B’Riched. Damit kann umfassend erkannt und geklärt werden, was wirklich zu dir gehört. So kannst du Schritt für Schritt wieder zu dir kommen und erhältst dadurch auch wieder Zugang zu deinen eigenen Fragen.

 

Unreine Quellen

Es kann auch sein dass du bewusst oder unbewusst noch andere Quellen für deine Antworten neben deiner eigenen reinen Quelle zulässt. Dann bekommst du möglicherweise widersprüchliche Antworten, die dich mehr verwirren als auf deinem Weg zu unterstützen.

Wenn du mit dem Armlängentest vertraut bist, frage einmal nach der Anzahl deiner Quellen. Hast du nur eine reine Quelle? Falls du mehrere Quellen hast, ist deine eigene reine Quelle auch eine davon? Oder handelt es sich bei allen um „unreine“ Quellen? Damit sind Quellen gemeint, die dich nicht wirklich nähren und dein inneres Wachstum blockieren, statt zu fördern. Welche sind deine „unreinen“ Quellen und seit wann bist du mit ihnen verbunden?

Wenn du erfasst hast, was durch dich wirkt, seit wann und damit verbundene Erfahrungen dankbar annimmst, kannst du dich von deinen unreinen Quellen verabschieden. Möglicherweise kann es hilfreich sein, dir für das Identifizieren und Auflösen unreiner Quellen Unterstützung zu holen oder den Umgang mit dem bereits erwähnten Spiel Dare to B’Riched zu erlernen.

 

VerAntwortung

Interessanterweise beinhaltet das Wort „Verantwortung“ in seinem Kern das Wort „Antwort“. Und tatsächlich ist es so, dass wir sobald wir eine Antwort erhalten, auch wenn uns diese nicht gefällt oder wir damit nicht viel anfangen können, die Verantwortung einer größeren Bewusstheit tragen.

 

Verantwortung

Mit dem Erhalten einer Antwort, steigt unsere Verantwortung.

Verantwortung wofür? Die Verantwortung, neue Erkenntnisse aus unseren Antworten, integer in unserem Leben zum Ausdruck zu bringen. Demnach ist die Integration unserer Erkenntnisse unsere Verantwortung und zwar immer wieder von Neuem. So wächst unsere Verantwortung mit unserer Bewusstheit.

Wir können versuchen uns selbst zu bescheißen. Wir können so tun, als sei die Antwort nicht existent oder es nicht wert, Teil unseres Lebens zu werden. Doch dies wird uns auf Dauer belasten und von unserem eigentlichen Weg abbringen. Wo wir vor einer wichtigen Antwort noch auf unserem stimmigen Lebensweg gingen, können wir mit einer verdrängten Antwort nicht mehr unbeschwert weitergehen. Selbst wenn wir versuchen, uns das einzureden.

 

Fragen stellen ist gefährlich

Das Fragenstellen verursacht… Antworten. Wenn unbequeme Antworten kommen, kann das Fragenstellen als „gefährlich“ angesehen werden. Antworten können unser Leben erschüttern und alles auf den Kopf stellen. Wenn du Bewegung und grundlegende Veränderungen in deinem Leben vermeiden möchtest, dann stell lieber keine Fragen.

Sobald du deine Fragen präzise stellst, warten Antworten darauf, von dir entdeckt zu werden. Es ist dann deine Aufgabe, ihnen den Raum zu geben, sich dir zu zeigen. Und wenn sie sich dir erst einmal gezeigt haben, wird dein Leben nicht mehr genau so sein können wie zuvor.

Vielleicht spüren viele Menschen, was es wirklich bedeuten würde, sich ihren Fragen zu stelllen. Daher braucht es erst einmal eine Portion Mut, um sich wieder zu erlauben, tiefere Fragen ans Licht zu holen. Die erste Hürde ist, sich wieder in die offene Grunhaltung hinein zu begeben, mit der jeder Mensch zur Welt kommt. Denn das heißt unter anderem, seine Bequemlichkeit und die scheinbare Sicherheit des Bekannten loszulassen. Es heißt auch sich im Ozean des Lebens ohne festen Boden unter den Füßen zu erkennen. Doch auf der anderen Seite heißt es auch wieder Vertrauen in den eigenen „Flow“ zu gewinnen und möglicherweise schon vergessene Qualitäten des Lebens wiederzuentdecken.

 

Mit unseren Fragen reift unsere Verantwortung

Wie bereits erwähnt ist jede Frage sozusagen der Auslöser für eine Antwort und diese wiederum der Auslöser für mehr Verantwortung.

Je reifer unsere Fragen werden, desto mehr reift auch unsere Verantwortung. Dabei kann das, was es bedeutet Verantwortung zu tragen, ganz unterschiedlich aufgefasst werden.

Verantwortung schenkt uns Möglichkeiten. Verantwortungsarme Menschen, haben einen relativ kleinen Gestaltungsraum. Verantwortungsvolle Menschen, die wirklich für die Fülle ihrer gesunden menschlichen Verantwortung bereit sind, haben hingegen einen enormen Gestaltungsraum.

Es ist nicht jedermanns Sache, „überdimensional“ zu leben und zu gestalten. Wer sich dazu entschließt, aus den Vollen zu gestalten und zu wirken, der wird für einige netten Dinge im Leben womöglich nicht mehr viel Zeit und Raum haben. Er darf lernen, mit mehr als den herkömmlichen Herausforderungen des Lebens klarzukommen.

 

Volle Verantwortung?

 

Auf der Schwelle ins volle Leben

In diesen Zeilen beschreibe ich mehr ein Gefühl und eine Ahnung als meine eigene Erfahrung. Wahrscheinlich befinde ich mich gerade irgendwo auf der Schwelle ins volle Leben. Von hier aus erahne ich, was es bedeutet diesen Weg weiterzugehen.

Ich erlebe, dass ich immer mehr loslassen darf, von dem was ich bisher in meinem Leben als nette Dinge oder Tätigkeiten empfand. Dieses Loslassen zeigt sich mir umso mehr als Bereicherung, desto klarer und intensiver ich fortführe, was mich von innen her wirklich nährt und begeistert.

Ich sehe deutlich, dass es für mich noch einiges loszulassen und aufzuräumen gibt, bevor ich ganz im vollen Gestaltungsmodus ankomme. Das geschieht erst dann, wenn ich wirklich auf allen Ebenen bereit dazu bin und mit neuen dadurch entstehenden Herausforderungen umgehen kann. Alles zu seiner Zeit. Meine Fragen dürfen bis dahin noch reifen.

Wie reif empfindest du deine Fragen (und gleichsam deine Antworten)? Wo zwischen verantwortungsarm und überdimensional verantwortungsvoll siehst du dich? Kannst du dir vorstellen, noch mehr gesunde Verantwortung zu übernehmen? Wenn ja, warum? Wenn nein, was hält dich davon ab?

Ich hoffe, du kannst durch den Blick auf deine Fragen und Antworten deinen Weg einmal aus einer anderen Perspektive betrachten. Nun wünsche ich dir weiterhin viel Offenheit und Mut dabei, die Fragen zu stellen, die dich gerade weiterbringen, wenn es das ist, was du wirklich möchtest.

Alles Liebe von Dora

 

 

Fragen reifen lassen & Antworten empfangen – Verantwortung leben2018-12-18T13:14:35+02:00

Im Werden sein – Prozesse zulassen und bewältigen

Das Thema Prozesse betrifft sicherlich jeden Menschen, der sich auf dem Weg zu sich selbst befindet. Was sind Prozesse und wohin führen sie uns? Diese Fragen möchte ich in diesem Artikel beantworten.

 

Was ist ein Prozess?

Das Wort Prozess wird von dem lateinischen Wort procedere hergeleitet, was übersetzt werden kann mit „vorwärts gehen“. Demnach ist ein Prozess das, was wir durchleben, wenn wir uns im Leben vorwärts bewegen.

Meiner Auffassung nach bewegen wir uns nur dann wirklich vorwärts, wenn wir uns immer wieder ganz bewusst und hingebungsvoll den Herausforderungen unseres individuellen Lebenswegs stellen. So wachsen wir weiter und weiter und lassen immer mehr von dem zurück, was wir einmal glaubten zu sein. Wir wachsen immer wieder über uns selbst hinaus, nähern uns unserem authentischen Wesenskern an und integrieren unsere großartigen Gaben und Potentiale.

 

Im Werden sein

Menschen werden häufig als mehr oder weniger feste oder fertige Persönlichkeiten dargestellt. Sie werden als durchweg stark, erfolgreich, authentisch oder wie auch immer angesehen.

Doch wer sich selbst aufmerksam beobachtet, erkennt, dass er sich stets im Werden befindet. Du „besitzt“ keine Eigenschaften, doch du kannst sie im höheren oder geringeren Maße in deinem Leben zum Ausdruck bringen. Meist variiert in unterschiedlichen Lebensbereichen die Ausprägung einer Eigenschaft.

So kann Jemand zu Hause oder in seinem Freundeskreis zu 85% authentisch sein und bei der Arbeit hingegen nur zu 40%.

Die Erkenntnis, dass jeder Mensch immer im Werden ist, nimmt unnötigen Druck aus deinem Leben. Besonders dann, wenn du danach strebst etwas zu sein, das praktisch kaum umzusetzten ist. Damit meine ich nicht, dass 100% Authentizität nicht ein sinnvolles Lebensziel sein können. Doch eine weitere Perspektive, die mehr Individualität und Vielfalt erlaubt, hilft dir illusorische Perfektion oder ein einseitiges Selbstverständnis aufzudecken.

 

Prozesse

 

Auf Prozesse folgen . . .  Prozesse!

Jedes Mal, wenn wir einen wichtigen Prozess bewältigen, gelangen wir unweigerlich in neue Prozesse. Wozu das Ganze?

Ich sehe im fortwährenden Bewältigen, im Lernen und Wachsen einen Aspekt unseres Lebenssinns. Nur durch Herausforderungen ist es möglich zu wachsen. Und Herausforderungen bringen Prozesse mit sich: Leichte und weniger leichte; lange und kurze; beiläufige und transformierende. Unsere Prozesse können so individuell unterschiedlich sein, wie wir es sind. Sie bergen immer wieder Überraschungen in sich, diese machen unser Leben lebenswert und spannend!

 Der Weg ist das Ziel

Ein alter Spruch, den du sicherlich kennst. Für mich ist die Botschaft dieses Spruches, dass es darauf ankommt sich ganz auf den Weg einzulassen und den eigenen Fokus nicht fortwährend auf fixe Zielvorstellungen zu richten.

 

Ziele

Ich habe mir schon häufiger die Frage gestellt: Wo liegt für mich die Bedeutung bzw. Gewichtung von Zielen? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es gibt unterschiedliche Arten von Zielen.

Zeitlich gesehen kann man sie in kurzfristige, mittelfristige oder langfristige Ziele einordnen. Kurzfristige Ziele haben wir jeden Tag, z.B. Was steht heute für mich an, was möchte ich noch erledigen?

Langfristige Ziele beziehen sich eher auf die eigene Lebensplanung, den Karriereweg etc.

Hier gibt es wiederum unterschiedliche Ebenen, z.B.

  • materielle Ziele: Ich möchte ein Haus besitzen
  • berufliche Ziele: Ich möchte erfolgreicher Unternehmer sein
  • familiäre oder partnerschaftliche Zielen: Ich möchte eine bereichernde Ehe führen
  • Lebensziele: Ich möchte ein erfülltes Leben führen

Jeder Mensch verfolgt Ziele und es ist hilfreich, sich die eigenen bewusst zu machen. Selbst dann wenn wir eher prozessorientiert als zielorientiert leben.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass es zu etwa 95% unser Unbewusstes ist, das entscheidet, ob du deine Ziele tatsächlich erreichen kannst. Wenn du also ganz zielorientiert etwas Bestimmtes in deinem Leben ansteuerst, möchte ich dir ans Herz legen, Blockaden und Hindernisse aus deinem Unbewussten zu klären. So werden von innen her sabotierende Muster aufgelöst und dein Weg zum Ziel geebnet. Vielleicht erkennst du bei dieser Klärung sogar, dass nicht alle Ziele, die du aufrecht erhältst, wirklich deine eigenen sind und manche dich sogar am Voranschreiten auf deinem Weg hindern.

 

Richtung

 

Die eigene Richtung finden

Für mich geht es bei Zielen um die Richtung, die ich meinem Leben gebe.

Es gab schon einige Phasen in meinem Leben, während der ich mich wie im Nebel gefühlt habe. Ich konnte meine Richtung nicht erkennen.

Je mehr ich unbewusste, boykottierende Anteile und Muster in mir identifiziere, je mehr Einflüsse ich loslasse, die mich daran hindern meinen eigenen authentischen Weg zu gehen, desto klarer erkenne ich meine eigene Richtung.

Auf diesem Weg habe ich wieder die Verbindung zu meiner Quelle gefunden, dazu was mich auf der allen Ebenen nährt und stärkt. In Verbindung mit dieser Quelle, öffnen sich wieder “verstopfte Kanäle” und ich kann meine Richtung nicht nur sehen, sondern auch spüren. Die empfunde Sinnhaftigkeit meines Lebens hat sich dadurch enorm vergrößert.

Wie sieht es bei dir aus? Kennst du deine Richtung? Fühlst du sie ganz klar in dir? Wohin führen deine Prozesse?

 

Phoenixmomente und Dauerschleifen

Ein wichtiger Aspekt beim Thema Prozesse ist das, was Uwe Albrecht als Phoenixmomente beschreibt.

Es gibt Momente, in denen du plötzlich wichtige Entwicklungsstufen bewältigst. Dann bist du bist an den Herausforderungen deiner Prozesse über dich selbst hinaus gewachsen. Kennst du das? Das Bewältigen einer Entwicklungsstufe muss nicht von einem Moment auf den nächsten erfolgen. Es ist jedeoch deutlich spürbar, wenn du dich immer mehr zu Hause auf der neuen Stufe fühlst und die alte hinter dir lässt.

Viele Menschen erleben allerdings auch Dauerschleifen, in denen sie festzuhängen scheinen. Sie stecken in wichtigen Prozessen fest, die sie bisher nicht bewältigen können. In solchen Situationen wurden Phoenixmomente übergangen oder verpasst.

 

 

Phoenix

 

Phoenix aus der Asche

Worauf bezieht sich das Wort Phoenixmomente?

Der Phoenix aus der Asche ist ein Bild aus der Mythologie. Er verfällt erst zu Staub und Asche, lebt dann aus seiner Asche wieder auf und erhebt sich ins Licht. Im Zusammenhang von transformierenden Prozessen und Entwicklungsstufen, steht die Asche dafür, dass eine alte Identifikation losgelassen wird. Dadurch kann anschließend etwas Neues entstehen, das ihm seinem eigenen Licht näher bringt.

Für dich kann in solchen Zeiten der Eindruck entstehen, dass dein Leben oder zumindest ein Bereich davon in „Trümmern“ liegt. Wenn du dann bereit bist, das Alte loszulassen, weiter auf deinen Weg vertraust und in Anbindung mit deiner reinen Quelle oder Lebensaufgabe bleibst, kann wieder fruchtbares Neues entstehen. So fruchtbar, dass du eine weitere Stufe auf der Treppe deiner inneren Entwicklung bewältigst. Dieses Wachstum manifestiert sich dann auch in deinem äußeren Leben.

Welche waren deine Phoenixmomente und wie hat sich dein Leben dadurch geändert?

Auf meinem eigenen Lebensweg habe ich erfahren, dass ich immer dann, wenn ich wichtige Entwicklungsschritte nicht vollständig abschließen wollte oder konnte, in Schlaufen festhing. Diese stetige Konfrontation mit ein und demselben Thema, hat mich auf lange Zeit gesehen dahin gebracht, mich endlich auf den Weg der Bewältigung meines Themas bzw. meiner Themen zu machen.

Aus dieser Erfahrung heraus sehe ich Dauerschleifen als Geschenke, die es nur gilt anzunehmen.

Du kannst für jede Dauerschleife in der du festhängst dankbar sein. Denn sie gibt dir immer wieder die Möglichkeit dazu, endlich zu erkennen, dich neu auszurichten, zu wachsen und einen grundlegenden Entwicklungsschritt zu bewältigen.

 

Prozesse bewältigen

Aus meiner Sicht ist das gesamte innerwise System darauf ausgerichtet, dich bei der Bewältigung deiner Prozesse zu unterstützen. Allein durch innerwise stehen dir in der Selbstanwendung, durch ein Coaching, die Teilnahme an einem Dare Day oder einem Kurs bei einem innerwise Mentor großartige Möglichkeiten zur Verfügung, um effizient bei der Bewältigung deiner Prozesse weiterzukommen.

Natürlich gibt es darüber hinaus unzählige weitere Möglichkeiten zur Prozessbewältigung. Wahrscheinlich nutzt du davon bereits einige und kannst selbst über wertvolle Erfahrungen berichten.

Ich kann dir hier kein “Patentrezept” geben, denn wie bereits erwähnt ist jeder Prozess so individuell wie du es als Menschen bist. Ich möchte dich an dieser Stelle einfach dazu einladen, alles was dir möglich ist zu tun und in Bewegung zu setzen, um wichtige Prozesse abzuschließen und zu bewältigen.

Sei es dir selbst Wert, deiner Prozessbewältigung Zeit und Raum zu schenken.

 

liebevolle Prozesse

 

Eine liebevolle Haltung den eigenen Prozessen gegenüber

So sehr ich in meinem Leben mich auch schon gegen einige Prozesse und Herausforderungen gewehrt habe: Ich liebe meine Prozesse!

In den Momenten, wo du wie der Phoenix aus der Asche steigst und dich selbst, dein Leben und die Welt aus einer noch weiteren Perspektive wahrnehmen kannst, ist eines ganz klar: Ja, das ist es Wert!

In der eigenen Entwicklung Stufe für Stufe zu bewältigen und dabei immer klarer und weiter zu werden, das macht auch all die Stolpersteine und Hürden auf diesem Weg wertvoll. Jeder Prozess und sei er noch so hart und herausfordernd, ist ein Geschenk für den eigenen Lebensweg und unser Wachstum. Daran erinnere ich mich selbst gerne, wenn ich mich mal von einem Prozess überrollen und aus meiner Mitte bringen lasse.

Nun wünsche ich dir weiterhin viele bereichernde Prozesse und hin und wieder als wegweisende Erfahrung und Motivation einen Phoenixmoment, der dich deinem vollkommenen authentischen Selbst wieder einen grundlegenden Schritt näher bringt.

Von Herzen

Dora

Im Werden sein – Prozesse zulassen und bewältigen2018-12-18T13:14:51+02:00

Opfer, Täter, Retter – Aussteigen aus dem Drama

Auf dem Weg zu sich selbst und in eine erwachsene Eigenverantwortung ist ein Meilenstein das Durchschauen und Erneuern unserer Beziehungs- und Rollenmuster.

In diesem Artikel möchte ich dir einen kurzen Überblick über die Opfer-Täter-Retter-Thematik geben. Es kann mit Herausforderungen verbunden sein, die eigenen Spielchen im Drama zu erkennen und aufzulösen. Kreativität hat keine Grenzen, das ist wie ich finde auch bei dieser Thematik zu erkennen. Denn die Spielarten, die in den Dramen des Lebens auftreten, zeigen sich in einer unglaublichen Vielfalt und Variation, wie es sich bei nur oberflächlicher Betrachtung kaum vermuten lässt.

Nun möchte ich zunächst einmal das Grundprinzip der Opfer-, Täter- und Retterhaltung beschreiben.

Die Bezeichnungen Opfer und Täter klingen möglicherweise für Einsteiger in die Thematik provokativ und hart. Die Begriffe beschreiben Beziehungsmuster und eine Haltung anderen Menschen, Systemen oder generell dem Leben gegenüber.

Drama ist jede Handlung, die darauf ausgerichtet ist, Verantwortung zu vermeiden. Es ist so spannend sich in diese Dramen zu begeben, dass viele Menschen sich immer wieder darin verlieren und glauben, dass diese Spielchen ein unveränderbarer Teil des Lebens seien.

 

Opferhaltung

Die Rolle des Opfers ist eine häufig eingenommene innere Haltung, die sich auf unterschiedlichen Ebenen in vielfältiger Art und Weise vor der eigenen Verantwortung zu drücken weiß.

In der Opferhaltung wird die Verantwortung für Umstände des eigenen Lebens abgegeben. Ein Opfer fühlt sich hilflos den Umständen ausgeliefert. Es übersieht, dass es in Wirklichkeit immer eine Entscheidungsfreiheit gibt. Jeder vermeintliche Zwang wird mit der eigenen bewussten oder unbewussten Einwilligung miterschaffen und gestützt. Ein Opfer unterwirft sich selbst – bewusst oder unbewusst – den vermeintlich erzwungenen Gegebenheiten.

Opfer lassen zu, dass andere für sie Entscheidungen treffen und ihr Leben kontrollieren. Übergriffiges Verhalten von „Tätern“ wird dadurch ermöglicht, dass das Opfer seinen Raum nicht voll einnimmt oder sich nicht klar abgrenzen kann oder will.

Der Weg in eine erwachsene Eigenverantwortung und hinaus aus dem Drama führt über das Annehmen der vollen Verantwortung für das eigene Leben und alle Umstände im Hier und Jetzt. Denn wo ein Mensch seine Verantwortung erkennt, ermächtigt er sich selbst dazu, aktiv zu werden und Veränderungen in Gang zu bringen.

 

 

Opfer = Täter

 

Opfer = Täter

Ich habe meine Ausführungen mit der Beschreibung der Opferrolle begonnen. Doch entscheidend ist die Erkenntnis, dass Opfer und Täter niemals voneinander zu trennende Aspekte des gleichen Spiels sind.

Wer die Opferrolle im Drama einnimmt, nimmt zum gleichen Teil die Täterrolle ein. Jemand, der sich anderen Menschen oder Umständen unterwirft, ist Täter an sich selbst, denn er beraubt sich selbst der Möglichkeit, heilsame Veränderungen in Gang zu bringen.

Hinzu kommt, dass jemand, der die Opferhaltung einnimmt, sozusagen einen Täter als seinen Gegenspieler kreiert. Damit macht sich das Opfer selbst zum Täter.

In der Theorie mag das erst einmal verwirrend und wiedersprüchlich klingen. Deshalb ist es ein wichtiger Schritt, Situationen und Umstände des eigenen Lebens zu durchschauen. Mehr dazu weiter unten im Text.

 

Täterhaltung

In der Täterhaltung wird ein Mensch oder System als Sündenbock benutzt. Aggressionen werden auf andere abgewälzt, Schuldzuweisungen erschaffen die Position eines Opfers, das nicht akzeptiert wird.

Es werden Vorwürfe kreiert, die davon ablenken, dass eigene Trigger und Aggressionen Herausforderungen des eigenen Lebens darstellen, die erkannt und bewältigt werden wollen. Eine bekannte Spielart in der Täterhaltung ist unter anderem das Lästern, also das urteilende Austauschen über Dritte, die nicht anwesend sind.

Als Täter wird die innere Haltung „Ich bin besser als du.“ eingenommen, während ein Opfer sich in der Postion „Ich bin nicht ok, ich Armer.“ ausruht.

Einerseits wird in der Täterhaltung die Verantwortung für die eigenen Gefühle, Umstände und Trigger auf ein Opfer abgewälzt. Andererseits wird übergriffig in den Verantwortungsbereich des Opfers eingegriffen. Dort wird der eigene Frust abgeladen oder aber etwas „entnommen“, um sich selbst zu stärken und aufzuwerten.

Durch das Abwälzen eigener Themen auf andere wird der Täter selbst zum Opfer, denn er kann so nicht erkennen, wo die Ursachen seiner Trigger und Unpässlichkeiten tatsächlich liegen.

Er verbaut sich selbst den Weg zur Erkenntnis und Bewältigung eigener Thematiken und Blockaden. Er kappt den Zugang zu seiner eigenen reinen Energiequelle, wenn er sich durch das Abzapfen von Energie bei anderen Menschen nährt. Energie ist vorhanden, doch da sie dem „Täter“ nich selbst gehört, wirkt sie nicht liebevoll belebend sondern destruktiv.

 

Retter

 

Retterhaltung

Die Retterhaltung kann als Variante der Täterhaltung gesehen werden. Der Retter spricht dem vermeintlichen Opfer seine Verantwortung ab und schiebt sie einem Täter zu. Er meint das vermeintliche Opfer benötige seine Hilfe oder seinen Schutz.

Ein Retter agiert ebenfalls übergriffig, will helfen um jeden Preis, ungefragt oder ohne seinem „Schützling“ Eigenverantwortung zuzutrauen. Der Retter erhebt sich über Opfer und Täter, wenngleich er auch meint im Sinne des Opfers zu handeln. Er verteidigt das Opfer und wird dadurch selbst zum Täter, der gegen einen vermeintlichen Täter angeht. Das Opfer wird entmündigt, ihm wird die Kompetenz und Fähigkeit streitig gemacht, sein Leben selbst in die Hände nehmen zu können.

Retter übenehmen Verantwortung für das Opfer und laden sich dadurch Themen und Lasten anderer auf. Diese erschwerem es dem Retter ein unbeschwertes Leben zu führen und bei sich selbst anzukommen. Die Erleichterung, die das Opfer durch die Abnahme seiner Themen wiederum erfährt, hindert es daran, aus seinen Erfahrungen zu lernen, daran zu wachsen und Schritte in Richtung Eigenverantwortung zu gehen.

Das alles geschieht im „guten Willen“, so macht sich der Retter zum Opfer seines guten Willens, den er nicht zum eigenen Wohle und zum Wohle aller einzusetzten vermag. Der Retter entzieht dem Opfer Verantwortung und Energie und nutzt sie für sich selbst, um sich selbst besser zu fühlen oder richtet sie gegen den vermeintlichen Täter.

So ist auch der Retter gleichzeitig Opfer und Täter.

Drama ist und bleibt ein Spiel, bei dem es keine Gewinner geben kann. Je mehr Menschen sich beteiligen desto vielseitiger werden die Rollenverteilungen und komplexer die Dynamiken.

Jede Aktivität, die einer der Rollen Aufmerksamkeit schenkt, verstärkt das Spiel. Obwohl ich hier den Fokus zunächst auf das Beschreiben der Spielarten gelenkt habe, braucht es die Konzentration auf andere Aspekte, um aus dem Drama auszusteigen.

 

Drama verstehen und konstruktive Neuausrichtung

Ich erlebe es so, dass es zunächst darum geht, das Prinzip des Dramas zu verstehen, zu durchdringen und im eigenen Leben wiederzufinden.

Darauf folgt ein Umstellungsprozess, während dem unterschiedliche Spiele erkannt und beendet werden. Hier ist innerlich und äußerlich viel in Bewegung. Du richtest dich neu aus und entscheidest bewusst, welche Kräfte und energetische Quellen du in deinem Leben erlaubst.

 

erkennen

 

Diese Umstellung mündet darin, dass du zum energetischen Selbstversorger wirst, nicht mehr auf Energieraub oder Abhägigkeiten mit manipulativen Energiequellen angewiesen bist. Du lebst dann in Verbindung mit deiner reinen Quelle, die dich mit allem versorgt, was du für dich selbst und dein Wirken benötigst. Das ist der Ausstieg aus dem Drama und seinen Spielchen.

Ein entscheidender Aspekt beim Ausstieg aus dem Drama ist es, deinen Fokus darauf zu richten, was verstärkt werden soll. Zum Beispiel auf den Zugang zu deiner reinen Quelle, zu deiner ursprünglichen Seele oder authentischsten Version, zu deinem Herzraum oder deiner individuellen Lebensaufgabe.

Auch als energetische Selbstversorger, können immer wieder Resonanzen mit Opfer-, Täter- oder Retterspielchen aufgedeckt werden. Die eigenen Antennen werden immer feiner und erkennen immer subtilere Spielchen. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Spiele handeln, an denen wir selbst beteiligt sind. Resonanzen dürfen dankbar wahrgenommen und verabschiedet werden.

 

Traust du dich, den Weg in deine volle Verantwortung zu beschreiten?

Es gibt sicherlich genauso viele Wege aus dem Drama heraus, wie es Spielarten im Drama gibt. So wie jeder Mensch mit seinem Lebensweg einzigartig ist, so ist es auch sein Ausstieg aus dem Drama.

Am Anfang einer Neuausrichtung steht eine klare Entscheidung: In welche Richtung möchtest du dich bewegen? Drama oder Eigenverantwortung?

Wenn du diese Entscheidung bewusst triffst, darfst du dem Leben immer wieder zeigen, dass du es ernst damit meinst und bereit bist, alle damit verbundenen Schritte zu gehen.

Wer sich für den Weg der Eigenverantwortung entscheidet, ist sich wahrscheinlich nicht in den vollen Ausmaßen bewusst, wozu er sich da im Detail entscheidet.

Das ist auch nicht nötig, denn statt dich auf eine Zukunftsvorstellung zu konzentrieren, lasse dich einfach ganz auf die aktuellenen Herausforderungen und Erfahrungen deines Lebens ein.

So kannst du wie Beppo der Straßenkehrer in dem Roman Momo, einfach einen Besenstrich nach dem anderen machen, ohne dir die große Straße vor Augen zu halten, die möglicherweise noch vor dir liegt. Der Blick auf das, was noch vor dir liegt kann entmutigend sein oder Zweifel an dich und deinen Weg schüren.

 

Straßenkehrer

 

„Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten. […] Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. […] Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste. […] Das ist wichtig.”

Beppo Straßenkehrer, Michael Ende

 

Der Weg in die Eigenverantwortung ist der Weg in die Hingabe ans Leben

Die ganze Opfer-Täter-Thematik trägt für sich betrachtet eine Schwere in sich. Einige Erkenntnisse über dich selbst und deine Spielarten werden dich möglicherweise betroffen machen und dir nahe gehen.

Doch so ernüchternd manche Erkenntnisse auch sein mögen, jede davon öffnet dir eine weitere Tür in deine volle Kraft hinein. Am Ende geht es darum, voll und ganz bei dir selbst anzukommen, glücklich und gesund im Hier und Jetzt zu leben.

In der Hingabe ans Leben, lernst du Schritt für Schritt alle seine Geschenke anzunehmen. Alle Geschenke, auch jene, die du auf den ersten Blick lieber stehenlassen und übersehen möchtest.

 

Spielerisch in die Eigenverantwortung

Um dir diesen Prozess in deine Dankbarkeit, Integrität, Präsenz und Hingabe hinein zu erleichtern, hat Uwe Albrecht ein Spiel entwickelt. Das Spiel heißt Dare to B’Riched, was aus dem Englischen soviel heißt wie: Die Mutprobe bereichert zu sein.

Damit werden spielerisch Prozesse und Erkenntnisse erleichtert und Blockaden auf deinem Weg erkannt und aufgelöst. Dieses Spiel zu erlernen und zu spielen stellt eine Möglichkeit dar, um sich den Weg aus den Dramen des Lebens zu ebnen.

Für mich öffnen sich durch dieses Spiel und die damit verbundenen Erkenntnisse und Erfahrungen großartige Möglichkeiten. Als ich begonnen habe mich mit der Opfer-Täter-Thematik auseinanderzusetzen wusste ich nicht so recht, wie ich theoretische Erkenntnisse langfristig und nachhaltig in meinem Leben umsetzen kann. Nun zeigt sich mir, dass Dare to B’Riched mich auf meinen Weg auf wundersame Weise unterstützt und ihn ebnet.

 

Dare to B'Riched

 

Falls dich das Spiel interessiert, findest du hier mehr Informationen dazu. Auf der Seite dare-to-briched.com kannst du Informationen zu Kursen und Veranstaltungen finden, die dir das Spiel in seiner Tiefe erfahrbar machen.

Ich selbst biete seit November 2018 DARE Days und Game Nights in der Region Ostholstein an.

Bei Fragen kannst du dich gerne an mich wenden unter Info@DoraBaumann.de.

 

Alles Liebe von Dora

Opfer, Täter, Retter – Aussteigen aus dem Drama2018-12-18T13:15:15+02:00

About

Mein Name ist Dora Baumann und ich liebe es, energetische Grundstrukturen zu analysieren, zu klären und auf allen Ebenen gestalterisch tätig zu sein.

Bist du bereit, neue Wege eigenverantwortlich zu beschreiten? Dann freue ich mich, gemeinsam mit dir, kreative Lösungen für deine Projekte und Herausforderungen zu entdecken.

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